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Grüne Tipps im November

November 2019 Es wird ruhig im Garten. Die zu erledigenden Gartenarbeiten werden spürbar weniger und beschränken sich aufs Aufräumen, Laub­harken und Ernten.


Die Natur bereitet sich auf den Winter vor.
© Roth
Die Natur bereitet sich auf den Winter vor.

nach obenZierpflanzen neu pflanzen

Es ist spät, aber nicht zu spät, um noch Blumenzwiebeln zu pflanzen. Die zarten Frühjahrsblüher sind wenig anspruchsvoll und gedeihen in allen wasserdurchlässigen Gartenböden. Sogar unter sommergrünen Laubgehölzen fühlen sie sich wohl, denn ihre aktive Lebensphase fällt in die unbelaubte Zeit der Gehölze. Die Zwiebeln werden mindestens doppelt so tief gesetzt, wie sie hoch sind. Falls die Erde sehr trocken ist, sollten Sie zusätzlich gießen, damit die Wurzelbildung einsetzt. Denn nur verwurzelte Zwiebelblumen sind winterfest.

Weil Blumenrohr (Canna-Indica-Hybriden), Dahlien, Gladiolen und Knollenbegonien keinen Frost vertragen, müssen Sie deren Knollen bzw. Zwiebeln einlagern. Dazu schneiden Sie das Laub etwa 10 cm über dem Boden ab, graben die Pflanzen mit den „Knollen“ aus und lassen sie, zum Schutz vor Fäulnis, trocknen. Das trockene Laub wird anschließend entfernt und die gereinigten „Knollen“ bei 5 bis 10 °C bis zum Frühjahr aufbewahrt.

Der im Herbst blühende Prachtkrokus (Crocus speziosus) mag es gesellig und breitet sich gerne aus.
© Roth
Der im Herbst blühende Prachtkrokus (Crocus speziosus) mag es gesellig und breitet sich gerne aus.
Wenn sie auf der Suche nach einer Pflanze für ein üppig blühendes und wenig Pflege beanspruchendes Blumenbeet sind, dann sollten Sie sich für Kleinstrauchrosen entscheiden. Die beste Pflanzzeit ist Oktober und November. Zu den Kleinstrauchrosen zählen auch Zwerg- und Bodendecker-Rosen. Moderne Sorten blühen von Juni bis November und sind sehr robust gegen Blattkrankheiten. Durch ihren kompakten Wuchs und das dichte Laub beschatten sie den Boden so sehr, dass die Samen von Unkräutern kaum auflaufen können. Achten Sie beim Rosenkauf auf ein gesundes Wurzelwerk mit mindestens drei kräftigen Trieben und bei der Sortenwahl auf das ADR-Gütesiegel. Rosen wachsen auf allen ausreichend mit Humus versorgten Gartenböden in sonniger Lage. Ungeeignet sind Standorte, auf denen zuvor Rosen wuchsen, und außerdem nasse Böden.

Für robuste Kübelpflanzen wie Feigen, Lorbeer, Oleander und Oliven ist die Zeit für den Umzug ins Winterquartier gekommen. Geeignet sind helle, kühle Räume. Eventuell kann sogar ein unbeheiztes Gewächshaus genutzt werden, wenn die Temperatur nicht unter minus 8 °C sinkt.

Schützen Sie auch frostfeste Kübelpflanzen, die im Freien überwintern, vor starken Frösten. Besonders empfindlich ist der Wurzelbereich. Deshalb trennen Sie das Pflanzgefäß mit einer Kork- oder Styroporplatte vom kalten Boden und umwickeln es mit einer isolierenden Schicht, z. B. mit einer Stroh- oder Reetmatte oder mit Luftpolsterfolie. Zusätzlich können Sie bei beißendem Frost die oberirdischen Pflanzenteile mit Jute oder Gartenvlies schützen.

nach obenObstbäume setzen

Der November ist ein wichtiger Pflanzmonat für Obstbäume, weil sie jetzt besonders sicher anwachsen und in den Baumschulen das gesamte Sortiment vorrätig ist. So lange es nicht stark friert, können Sie in den kommenden vier Wochen Obstbäume setzen. Für wärmeliebende Arten, wie Aprikose, Nektarine, Pfirsich und Weinbeere ist allerdings im April und Mai die bessere Pflanzzeit.

Praktisch sind kleine Baumformen, zum Beispiel Spindel- und Buschbäume. Sie beanspruchen relativ wenig Platz und bringen schon nach wenigen Jahren volle Erträge. Auch der Arbeitsaufwand ist überschaubar. Beim Pflegeschnitt fällt nur wenig Abfallholz an und Sie kommen, wie auch bei der Ernte, oft ohne Leiter aus.

Als Richtwert für Pflanzabstände bei Buschbäumen gelten 2,5 m für Apfel-, 3,5 m für Birnenbäume und 4 bis 5 m für das Steinobst.

Den geringsten Platzanspruch hat Säulenobst. Diese „Bäume“ bestehen aus einem etwa zwei Meter langen Haupttrieb, der dicht mit sehr kurzen fruchttragenden Seitentrieben bestückt ist, aber keine Seitenäste ausbildet. Säulenobst gedeiht auch in größeren Pflanzgefäßen und ist als mobile Terrassenbepflanzung beliebt.

Zieräpfel nach der ersten Frostnacht
© Roth
Zieräpfel nach der ersten Frostnacht
Traditionell werden Apfel- und Birnbäume ebenfalls platzsparend an Hauswänden in klimatisch günstiger West- oder Südlage als Spalierobst gezogen. Grundsätzlich eignen sich auch andere Obstarten für die Erziehung zum Spalierobst. Erforderlich ist lediglich ein Gerüst aus Latten oder Spanndrähten zum Formieren und Anbinden der Äste. Spalierobst kann auch von Wänden getrennt, frei im Garten als Sichtschutz oder zur Begrenzung des Grundstücks gezogen werden.

Obstbäume sind in der Regel Veredlungen und setzen sich aus mindestens zwei Pflanzen zusammen: Ein widerstandsfä­higer Sämling, der auch als Unterlage bezeichnet wird, bildet die Wurzel mit dem Wurzelhals. Hierauf wird ein Edelreis oder eine Triebknospe der gewünschten Sorte aufgesetzt. Beide Pflanzenteile verwachsen miteinander und bilden einen Obstbaum in dem sich die unterschiedlichen Eigenschaften aus Unterlage und Edelreis verbinden und ergänzen.

Für alle Obstbaum-Arten sind schwach, mittel oder stark wachsende Unterlagen verfügbar. Für kleine Baumformen kommen nur Unterlagen mit schwacher oder mittlerer Wuchsstärke infrage. Welche davon optimal ist, richtet sich auch nach der Bodenbeschaffenheit. Für nahrhafte Gartenböden sollten Sie schwach wachsende und für magere Sandböden mittelstark wachsende Unterlagen wählen.

Achten Sie beim Kauf auf Qualität. Das Gehölz muss frei von sichtbaren Krankheiten und Schädlingen sein und keine gravierenden Verletzungen haben. In den örtlichen Baumschulen oder Pflanzenmärkten erhalten Sie oft auch regional typische Sorten, eine qualifizierte Beratung und, wenn erforderlich, den fachgerechten Pflanzschnitt.

Feld- und Wühlmäuse sind jetzt auf der Suche nach kuscheligen Winterquartieren. Weil die lockere Mulchschicht auf Baumscheiben die Tiere anlockt, sollte das lose Material vorübergehend, bis zur ersten längeren Frostperiode, entfernt werden.

nach obenGemüse ernten

Bis aufs Ernten ist wenig zu tun. Noch vor dem Frost sollten Sie Blumen-, Rot-, Spitz-, Weiß- und Wirsingkohl ernten. Auch für Kohlrabi und Blattsalat wie Endivie, Radicchio und Zuckerhut ist die Erntezeit gekommen. Ebenfalls für Wurzelgemüse, wie Möhren, Rote Bete, Sellerie, Winterrettich und Wurzelpetersilie. Wie empfindlich Gemüse auf niedrige Temperaturen reagiert, ist u. a. sortenspezifisch. So gibt es bei den zuvor genannten Gemüsearten auch Sorten, die leichte Fröste vertragen.

Grünkohl, Porree, Rosenkohl und kälteunempfindliches Wurzelgemüse, wie Meerrettich, Schwarzwurzeln, Topinambur und Wintermöhren, können bis zur Ernte im Beet bleiben. Bei schneefreiem Boden und eiskalten Winden bewahrt ein aufgelegtes Gartenvlies das Kraut vor Kälteschäden. Wurzelgemüse können Sie mit einer Abdeckung aus Stroh oder Laub vor dem Gefrieren des Bodens schützen und dadurch die Ernte auch bei Minusgraden ermöglichen.

Am Spargelkraut können Krankheiten und Schädlinge überwintern. Deshalb sollte es dicht über dem Boden abgeschnitten und entsorgt werden. Warten Sie mit dieser Arbeit bis sich das Laub leuchtend gelb verfärbt hat. Dieses Farbspiel ist der Hinweis, dass die relevanten Nährstoffe im Wurzelstock eingelagert wurden.

Der unbedeckte Boden abgeernteter Beete ist der Witterung schutzlos ausgeliefert. Wind und abfließendes Regenwasser können einen Teil der wertvollen Bodenkrume forttragen. Außerdem fehlt den Mikroorganismen, den Garanten der Bodenfruchtbarkeit, die wärmende Zudecke. Abhilfe schafft das Aufbringen einer Mulchschicht aus organischem Material. Außerdem ist sie Nahrung für Regenwürmer sowie Mikroorganismen und reichert den Boden mit Humus und Nährstoffen an.

nach obenTipp für die Grünkohlernte

Ernten Sie vom Grünkohl nur die Blätter und lassen Sie den Strunk stehen. Er wird im Frühjahr mit zahlreichen lecker schmeckenden Trieben austreiben, die Sie als „Sprossen­kohl“ ernten können.

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Beete, Blumenzwiebeln, Buschbäume, Grünkohl, Kleinstrauchrosen, Kübelpflanzen, Obstbäume, Pflanzmonat, Spalierobst, Spargelkraut, Säulenobst, Veredlung, Wühlmäuse

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