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Gartengestaltung: 10 Tricks

Februar 2019 In so manchem Garten scheint einfach alles perfekt! Wunderschön aufeinander abgestimmte Blumenbeete, traumhafte Gartenecken, eine Ausstrahlung von Ruhe und Harmonie. Doch warum ist das so? Ganz klar, es liegt an der geschickten Gestaltung. Hier sind die zehn besten Tricks.


Lädt dieser Garten nicht zum Verweilen ein?
© Stein
Lädt dieser Garten nicht zum Verweilen ein?

nach oben1. Diagonale

Sind Länge und Breite eines Gartens sofort ersichtlich, weckt das wenig Interesse. Spannender wirkt Ihr Garten, wenn Sie sich eine diagonal verlaufende Achse vorstellen und daran entlang die Bepflanzung planen. Beginnen Sie an dem Ende der Diagonale, das näher am Haus bzw. der Terrasse liegt. Von dort starten Sie mit niedrigen Bodendeckern, führen mit halbhohe Stauden und Sommerblumen weiter bis zu höheren Gehölzen. Wie bei einer Theaterkulisse wird der Blick entlang der einzelnen Attraktionen in die vermeintliche Ferne geführt.

nach oben2. Raumteiler

Farben können unsere Stimmung beeinflussen.
© Stein
Farben können unsere Stimmung beeinflussen.
Ein Garten mit einem zentralen Gestaltungsthema in der Mitte, z. B. ein von Blumenrabatten umrahmter Rasenteppich oder ein formales Wasserbecken, ist auf einen Blick überschaubar – und damit nach kurzer Zeit langweilig. Richten Sie lieber unterschiedliche Themengärten ein! Gestalten Sie zum Beispiel in Terrassennähe ein Beet mit Pflanzen, die einen aromatischen Duft verströmen. Nutzen Sie eine Senke für einen hübsch umpflanzten Sitzplatz oder pflanzen Sie in Reichweite der Küche einen Kräutergarten. An trockenen, sonnigen Stellen empfiehlt sich ein Steingarten mit robusten Stauden, die mit wenig Wasser auskommen. Oder Sie besetzen einen Teil Ihres Gartens mit verschiedenen Gehölzen in Hecken-, Kugel- oder Kegelform. Durch diese Vielfalt wirken Gärten interessanter und größer. Als „Raumteiler“ der Themengärten dienen Hecken in verschiedenen Höhen, hohe Gräser, Dichtzäune, Mauern und Pergolen. Sie vermitteln Intimität, bilden einen Sichtschutz – auch auf dahinter liegende Gartenräume.

nach oben3. Farbgestaltung

Dass Farben unsere Stimmung beeinflussen, scheint unumstritten. Zwar sind Farbempfinden und Geschmack unterschiedlich, doch einige Wirkungen der Blumenfarben trauen sich manche Gartengestalter zu verallgemeinern:

Weiß macht duftig: Weiße Blüten wirken rein, zart und elegant, ebenso helles Rosa. Setzen Sie helle Blüten- und Blattfarben vor einen dunklen Hintergrund, z. B. vor Gehölze, Mauern oder Hecken. Dann kommen die Pflanzen gut zur Geltung.

Blau schafft traumhafte Stimmung: Blau und Violett gelten als Farben der Sehnsucht. Sie lassen – besonders abends – die Konturen der Blüten verschwimmen. Die Grenzen des Gartens bleiben im Ungewissen. Doch Blau braucht Kontrast. Zartes Gelb im Vordergrund steigert den Effekt, ebenso Silber und frisches Grün.

Rot und Orange drängen sich vor: Diese meist flammenden Töne wirken lebhaft und anregend. Rote Blüten- und Blattfarben vermitteln das Gefühl von Energie, Aktivität und Wärme. Damit setzen Sie aufmunternde Akzente.

Gelb für Lebenskraft und Fröhlichkeit: Gelbe Blüten leuchten schon von Weitem und haben vor dunklem Hintergrund eine hohe Strahlkraft.

nach oben4. Räume farblich strukturieren

Die Farbgestaltung ist zudem ein nützliches Mittel für die räumliche Gliederung Ihres Gartens. Ein kleines, enges Grundstück können Sie durch die Verwendung kühler, bläulicher Farbtöne optisch erweitern. Große, unübersichtliche Gärten lassen sich dagegen mit warmen, gelblich-roten Farben „zusammenziehen“. Tiefe schaffen Sie, indem Sie helle Farben vorne anordnen und Pflanzen mit dunklen oder silbrigen Blüten und Blättern in kleinen Gruppen hinten. Dort erscheinen ihre Konturen unscharf und weiter entfernt.

nach oben5. Blickfänge

Figuren dienen als Blickfang.
© Stein
Figuren dienen als Blickfang.
Stellen Sie attraktive Hingucker im Garten auf. Denn so abwechslungsreich Blattgewächse und Blumen sein mögen – sie präsentieren sich nicht immer im Top-Zustand. Blickfänge lenken davon ab, und sie verleihen dem Garten selbst im Winter malerische Motive. Das können Rosenbögen, Obelisken oder Pergolen sein. Auch eine Sitzgruppe, eine auffällig gestrichene Gartenbank oder eine große Pflanze fesseln die Aufmerksamkeit. Wie wäre es mit einer Skulptur? Mit der Zeit setzen die Figuren eine grünliche „Algen-Patina“ an, das verleiht ihnen einen verwegenen Charme. Wer das nicht mag, greift regelmäßig zur Wurzelbürste und entfernt den Algenbesatz. Als edel gelten Figuren aus Bronze. Hierfür muss man zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, dafür sind sie unverwüstlich und pflegeleicht. Platzieren Sie die Blickfänge wirkungsvoll am Ende eines Weges, vor Gehölzen oder mitten in einer kleinteiligen Staudenpflanzung.

nach oben6. Geschwungene Wege

Vermeiden Sie auf kleinen Grundstücken gerade Linien, denn sie verkürzen das optische Gartenerlebnis. Viel geschickter sind geschwungene Wege, die den Besucher sanft durch die verschiedenen Bereiche des Gartens führen. Ein Gefühl von Harmonie vermitteln Sitzgruppen auf Pflasterflächen in runden Mustern und Pflanzbeete, die mit weichen Konturen in den Rasen vordringen.

nach oben7. Rasenkanten

Rasenkanten-Elemente schaffen Ordnung und trennen Rasenflächen sauber von den Beeten. So können die Gräser nicht mit der Zeit ins Beet wandern und auch die Blumen bleiben mit ihren Wurzeln, wo sie hingehören. Sie haben die Wahl zwischen vorgefertigten Elementen aus Stein, Metall, Ziegeln oder Kunststoff, die Sie plan mit dem Boden verlegen. Rasenmähen ist damit kein Problem: Die Ränder der Grasfläche werden verlässlich vom Mähwerk erfasst.

nach oben8. Wasserbecken

Keine Frage – Wasser belebt den Garten. Das stetige, leise Plätschern eines Wasserspiels oder kleinen Wasserfalls wirkt entspannend und beruhigend. Das Auge erfreut sich gleichermaßen an dem Spiel der Tropfen. Wenn möglich, schaffen Sie sich Platz für ein Wasserbecken – selbst wenn es noch so klein ist! Ob Springbrunnen, Schaumsprudler oder elegante Wasserglocken – sie lassen sich mit wenig Aufwand in kurzer Zeit zusammenfügen und passen sogar auf die Terrasse. Die meisten Anlagen gibt es im Set zu kaufen, samt elektrischer Pumpe, Auffanggefäß und Verbindungsleitung. Wenn Sie mehr Platz opfern mögen, empfehlen sich gemauerte Becken, Folienteiche oder Fertigteiche mit geraden, kreisförmigen oder geschwungenen Kanten. Diese können Sie mit hübschen Wasserpflanzen besetzen und – bei entsprechender Größe – sogar mit Fischen.

nach oben9. Spiegel und optische ­Tricks

Wenden Sie optische Tricks an, um besondere gestalterische Effekte zu erzielen! Bringen Sie zum Beispiel am Ende eines Gartenweges einen Spiegel an – und der Garten wird noch einmal so groß. In Frankreich waren einst perspektivisch gestaltete Rankgitter ein sehr beliebtes Mittel der optischen Täuschung, das vorgaukelte, der Garten ginge hier weiter.

nach oben10. Vielfalt auf kleinem Raum

Mit großen Gehölzen wird es leicht eng. Werden sie ans hintere Ende gepflanzt, verstärkt sich dieser optische Eindruck noch. Wählen Sie daher lieber kleinere Gehölze, Stauden und Sommerblumen. Dicht gepflanzt erzeugen sie den Eindruck von üppigem Wachstum.

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Blickfang, Blumenrabatten, Blüten, Gartengestaltung, Kräutergarten, Rasenkante, Rasenteppich, Sitzplatz, Violett

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