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Grüne Tipps im Mai

Mai 2020 Der Monat der Erneuerung: Aus keimenden Samen entstehen neue Pflanzen und aus den Knospen der Bäume und Sträucher treiben Blüten, Blätter und junge Triebe.


Strauch-Pfingstrose (Paeonia suffruticosa)
© Roth
Strauch-Pfingstrose (Paeonia suffruticosa)

nach obenZierpflanzen

Mit neuen Gräsern können Sie frische Akzente setzen. Einige Arten bringen Bewegung und Leichtigkeit ins Staudenbeet, während andere für einen ruhigen Hintergrund sorgen, vor dem Blumen besonders gut zur Geltung kommen. Gräser können auch Wind- und Sichtschutz sein oder als Bodendecker einen Teppich bilden. Die beste Pflanzzeit für Gräser ist im Mai, wenn die Erde noch feucht ist, aber sich schon wurzelfreundlich erwärmt hat.

Gräser lassen sich in zwei Gruppen teilen: Die Süßgräser bevorzugen einen mageren, trockenen Standort an dem Niederschläge schnell versickern können. Zu dieser Gruppe zählen Schwingelgräser (Festuca spp.), Federgräser (Stipa spp.) sowie Federborstengras (Pennisetum alopecuroides). Sauergräser wie Seggen (Carex spp.) hingegen lieben einen feuchten Boden und vertragen Schatten. (Anmerkung: spp. steht für spezies pluralis, ein Hinweis, dass es mehrere Arten gibt.)

nach obenAus dem Garten in die Vase

Viele einjährige Sommerblumen sind nicht nur Schmuckstücke im Garten, sondern lassen sich auch zu fröhlichen Blumensträußen arrangieren: Bechermalve (Lavantera trimestris), Jungfer im Grünen (Nigella damascena), Ringelblume (Calendula officinalis), Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus) und Zinnie (Zinnia elegans) bleiben lange in der Blumenvase frisch. Die Samen werden jetzt an Ort und Stelle in den gelockerten Boden ausgesät.

Ein Blühwunder ist der einjährige Raue Sonnenhut (Rudbeckia hirta). Bei einer Aussaat Mitte Mai erscheinen ununterbrochen von Anfang August bis zum Frost leuchtend gelbe Blüten, die kleinen Sonnen ähneln. Je nach Sorte erreichen die Blüten eine Höhe von 30 bis 70 cm.

Pflanzen, die aus dem geschützten Winterquartier ins Freie geräumt werden, vertragen vorerst kein direktes Sonnenlicht. Zur Eingewöhnung benötigen sie in den ersten zwei Wochen einen schattigen Standort oder einen Sonnenschutz.

Unser Tipp: Schnittblumen halten länger frisch, wenn sie in den kühlen Morgen- oder Abendstunden geschnitten und möglichst schnell ins Wasser gestellt werden. Bevor Sie den Strauß arrangieren, entblättern Sie die Blütenstiele soweit sie ins Wasser reichen und schneiden Sie die Stiele erneut an.

nach obenRund ums Obst

Blüten des Birnenbaumes
© Roth
Blüten des Birnenbaumes
Zunehmend beliebt sind Miniobstbäume als Kübelpflanzen für die Terrasse. Sie beanspruchen allerdings mehr Pflege als ihre im Erdreich eingewurzelten Geschwister. Gleich nach dem Kauf, aber spätestens im Herbst, benötigen sie ein Pflanzgefäß, das mindestens 15 l und ab dem zweiten oder dritten Jahr 25 bis 30 l Kübelpflanzenerde enthält. Die Pflanzen brauchen regelmäßig Wasser und dürfen auch im Winter nicht austrocknen. Außerdem müssen sie gedüngt werden. Entweder düngen Sie vom Frühjahr bis Mitte August wöchentlich mit einem für Obstgehölze geeigneten Flüssigdünger oder Sie streuen im März einen entsprechenden Dauerdünger mit einer Wirkungsdauer von sechs Monaten.

Miniobstbäume mögen einen sonnigen Standort. Das ist wegen der Anfälligkeit für die Kräuselkrankheit bei Pfirsich und Nektarine besonders wichtig. Zur Abwehr der Monilia-Fruchtfäule wollen Aprikose und Kirsche noch zusätzlich regengeschützt stehen.

Wenn die Blütezeit der Erdbeeren beginnt, ist es Zeit, Stroh zwischen die Pflanzreihen zu legen. Stroh hält die Früchte sauber und reduziert den Befall von Grauschimmel und anderen Fruchtfäulen.

Wer im Sommer ein neues Erdbeerbeet anlegen möchte, sollte auf die Vorkultur achten. Günstig wirken sich Erbsen, Möhren, Radies, Salat, Spinat oder Gründünger wie Tagetes aus. Tabu sind Bohnen, Kartoffeln, Tomaten und, wegen des notwendigen Fruchtwechsels, Erdbeeren.

Die Qualität von Pflaumen und Zwetschen leidet, wenn zu viele Früchte am Baum hängen. 25 Früchte je 1 m Fruchtholz sind optimal. Ausgewachsene Pflaumen und Zwetschen sollen sich auch später nicht berühren. Dünnen Sie den Behang aus, solange die Früchte klein und die Stiele noch weich sind.

Entsprechendes gilt für Aprikosen- und Pfirsichbäume, die auch nur eine begrenzte Anzahl an Früchten optimal versorgen können.

Früher häufig, heute selten, eine Raupe des C–Falters auf dem Blatt der Roten Johannisbeere.
© Roth
Früher häufig, heute selten, eine Raupe des C–Falters auf dem Blatt der Roten Johannisbeere.
Wenn Krankheiten an Obstgehölzen frühzeitig erkannt werden, kann ihre Ausbreitung durch das Entfernen der infizierten Zweige verhindert werden. Schneiden Sie bis in den gesunden Teil des Zweiges zurück. Gut zu erkennen sind: Der Apfelmehltau durch seinen mehlartiger Belag auf den jungen Apfel-Blättern, die zusätzlich kahnartig gefaltet sein können. Der Amerikanische Stachelbeermehltau ist an den bemehlten Triebspitzen von Stachel- und Schwarzen Johannisbeersträuchern zu erkennen. Die Monilia Spitzendürre tritt an Sauer- und Süßkirschen, aber auch an Apfel- und Mandelbäumen auf. Typisch ist das Welken und Verbräunen der Blütenbüschel und bald darauf der Triebspitzen.

Blattläuse beginnen oft im Schutz eingerollter Blätter, aber auch an jungen Triebspitzen, Kolonien zu gründen. In der Anfangszeit lassen sich die wenigen Läuse mit den Fingern abstreifen oder mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen.

Gegen die Maden der Kirschfruchtfliege helfen gelbe, klebrige Fangtafeln. Das Gelb ist für die Weibchen unwiderstehlich, so dass sie noch vor der Eiablage abgefangen werden. Die Tafeln werden, sobald sich die noch grünen Kirschen gelb verfärben, an die äußeren Zweige des Kirschbaumes gehängt.

Die Maden in den Himbeeren sind die Larven des unscheinbaren Himbeerkäfers. Seine Anwesenheit lässt sich frühzeitig mit weißen Fangtafeln ermitteln. Die Käfer werden dann frühmorgens, wenn sie noch klamm sind, von den Ruten in einen darunter gehaltenen Eimer abgeschüttelt.

nach obenHauptsaison für Gemüse

Grundsätzlich können jetzt alle Gemüsearten ausgesät werden. Beachten Sie aber, dass nicht jede Sorte für die Aussaat im Mai geeignet ist. Kälteempfindlich sind Busch-, Stangen- und Sojabohne, Zucker- und Puffmais sowie alle Kürbisgewächse. Dazu gehören Gurke, Kürbis, Melone und Zucchini, die Sie frühestens Mitte des Monats aussäen sollten. Sicherer ist das Setzen von Jungpflanzen Anfang Juni. Es ist noch rechtzeitig, wenn Sie Anfang Mai mit der Anzucht von Jungpflanzen auf der Fensterbank beginnen.

Herzhafte Blattsalate wie Radicchio, Endivien und Zichorien mögen Wärme und.gedeihen vorzüglich in den Sommermonaten. Die Zeit der Aussaat beginnt Mitte bis Ende Mai.

Stangenbohnen beanspruchen wenig Fläche, weil sie auch die Höhe des Gartens nutzen. Ein weiterer Vorteil gegenüber der Buschbohne ist die längere Ertragszeit, die mehrere Ernte-Durchgänge ermöglicht. In kühleren Lagen oder schweren Böden kann es vorkommen, dass Stangenbohnen schlecht auflaufen. Dann empfiehlt sich das Vorziehen der Samen auf der Fensterbank. Stangenbohnen sind Lichtkeimer. Sie lassen sich einfach wie Salatsprossen in Keimschalen antreiben. Es dauert nur einige Tage, dann können die gekeimten Bohnen eingetopft und nach wenigen Wochen ins Beet gepflanzt werden.

Pflanzzeit ist für Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kopfsalat, Rot-, Spitz-, Weiß- und Wirsingkohl. Für Bleichsellerie, Rosenkohl und Sommerporree beginnt sie in der zweiten Maihälfte und noch etwas später für Knollensellerie.

Brennnesseln (Urtica urens) und Beinwell (Symphytum officinale) schießen derzeit stark ins Kraut. Daraus lässt sich ein traditionelles Stärkungsmittel für Gemüsepflanzen und Beerenobst herstellen. Dazu werden 1 kg Blätter mit 10 l Wasser in einer Jauchetonne vergoren. Wenn dieser Ansatz zur Ruhe gekommen ist und nicht mehr schäumt, kann er, im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt, gegossen werden.

Tomaten, Paprika & Co. finden auch als Kübelpflanze viel Beachtung, weil sie hübsch aussehen und außerdem leckere Früchte tragen. Für das Wohlbefinden der Pflanzen ist die Größe des Gefäßes ausschlaggebend. Es sollte ein Fassungsvermögen von mindestens 10 l und einen Durchmesser von 30 cm haben. Unverzichtbar sind Wasserabzugslöcher im Boden, denn die Wurzeln vertragen keine stauende Nässe. Wichtig für eine erfolgreiche Kultur sind ferner ein hochwertiges Substrat, eine Grunddüngung mit einem Langzeitdünger und regelmäßiges Gießen.

Damit die in der Regel großen Pflanzen nicht abknicken oder unter der Last der Früchte zusammenbrechen, sind Stützen aus Bambus oder ein Rankgitter erforderlich. Ausgenommen sind die kompakt wachsenden Buschtomaten, die ohne speziellen Halt auskommen.

Alle Fruchtgemüsearten lieben Wärme und fühlen sich an einem sonnigen und windgeschützten Ort wohl.

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Beinwell, Blumenstrauß, Brennnesseln, Federgräser, Gräser, Kirschfruchtfliege, Kübelpflanzen, Miniobstbäume, Pflaumen, Sauergräser, Schnittblumen, Sommerblumen, Sonnenhut, Stangenbohnen, Tomaten, Zwetschen

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