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Grüne Tipps im Mai

Mai 2019 Der Wonnemonat steckt voller Lebensfreude. Froh über das Ende des Winters begrüßen die Menschen den Mai mit Tanz. Dieser Monat steht auch für Erneuerung: Die Tiere kümmern sich um die nächste Generation, aus den Pflanzen sprießt das junge Grün mit voller Kraft, und für uns beginnt eine neue Gartensaison.


Das Tränende Herz (Dicentra spectabilis) wächst in vielen Bauerngärten. Halten Sie bei drohender Kälte schützendes Gartenvlies bereit, damit die frostempfindlichen Blüten dieser Staude nicht den Eisheiligen zum Opfer fallen.
© Roth
Das Tränende Herz (Dicentra spectabilis) wächst in vielen Bauerngärten. Halten Sie bei drohender Kälte schützendes Gartenvlies bereit, damit die frostempfindlichen Blüten dieser Staude nicht den Eisheiligen zum Opfer fallen.

nach obenZierpflanzen

Ziergehölze, wie Blut-Johannisbeere (Ribes sanguineum), Deutzie, Forsythie oder Schneeball (Viburnum-Arten), werden etwa alle drei Jahre gleich nach der Blüte ausgelichtet. Das hält die Sträucher vital und blühfreudig. Kürzen Sie die Zweige keinesfalls rundherum gleichmäßig ein. Stattdessen entfernen Sie die ältesten, sowie nach innen wachsenden Zweige dicht über dem Boden. Das schafft Raum für neue Schösslinge. Wenn Sie den Strauch in seiner Höhe reduzieren wollen, setzen Sie die Schere immer in einer Astgabel an und entfernen den nach innen wachsenden Zweigabschnitt. So bleibt die natürliche Wuchsform erhalten.

Ältere Polsterstauden verkahlen manchmal von der Mitte aus. Um das zu vermeiden, stechen Sie nach der Blüte rundherum ein Stück vom Pflanzenrand ab. Diese Maßnahme regt neues Wachstum an. Teilung verjüngt die Stauden ebenfalls. Die Teilstücke wachsen zügig an, wenn Sie den Boden mit Komposterde verbessern.

Blaukissen (Aubrieta-Hybriden) vermehrt man auch über Stecklinge.

Die Samenstände der Zwiebelblumen sind überflüssig, soweit sie nicht zur Vermehrung beitragen sollen. Köpfen Sie die Samenstände frühzeitig, damit die Pflanzen ihre ganze Energie in die Entwicklung der Zwiebeln stecken.

Edel-Pfingstrosen (Paeonia lactiflora) sehen in der Vase dekorativ aus. Die Schnittreife erkennen Sie daran, dass die Blütenknospen deutlich Farbe zeigen und sich weich anfühlen. Stellen Sie die Stiele sofort ins Wasser. Sie halten länger, wenn Sie sie täglich frisch anschneiden.

nach obenTipp

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist ideal für Anhänger pflegeleichter Gärten. Sie blüht unermüdlich von Juni bis November und begnügt sich mit nährstoffarmen Böden. Die Blüten und Blätter sind wegen ihrer kresseartigen Schärfe ein kulinarischer Genuss. Dank der antibakteriellen, entzündungshemmenden und durchblutungsfördernden Wirkung gilt sie ferner als gefragte Arzneipflanze. Bei Insekten steht sie wegen des Pollens und Nektars hoch im Kurs.

Kapuzinerkresse gibt es in unterschiedlichen Varianten: mit dunklen, hellen oder weiß panaschierten Blättern, mit kompaktem oder rankendem Wuchs, sowie mit einfachen oder gefüllten Blüten in vielen leuchtenden Farben.

nach obenObst

Pflegearbeiten, die jetzt anstehen: Vor der Blüte lockern Sie zwischen den Erdbeerpflanzen flach die Erde, entfernen das Unkraut und streuen Komposterde bzw. einen Beerendünger. Bewährt hat sich das Mulchen mit Stroh nach der Blüte, weil es die Früchte sauber hält und Fäulnis reduziert.

Die von der Monilia-Spitzendürre infizierten Triebspitzen an Aprikosen-, Pfirsich- und vor allem an Sauerkirschbäumen schneiden Sie sofort bis ins gesunde Holz zurück.

Auch Mehltau an Obststräuchern und Apfelbäumen bekämpfen Sie wirkungsvoll, indem Sie befallene Triebspitzen entfernen.

Zwetschenbäume mit zu reichem Fruchtbehang sollte man ausdünnen. Als optimal gelten 25 einzeln hängende Zwetschen pro lfm. Fruchtholz. Die überschüssigen Früchte pflücken Sie Ende Mai ab.

Der Himbeerkäfer ist 4 mm klein, oval und gelbbraun behaart. Er schädigt durch Knospen- und Blütenfraß. Aus den Eiern schlüpfen unappetitliche Larven, die sich in den Früchten breit machen. Die Käfer fangen Sie mit weißen klebrigen Tafeln ab, oder klopfen Sie in den kühlen Morgenstunden über einem ausgebreiteten Tuch von den Ruten. Die Früchte der im Winter bodennah zurückgeschnittenen Herbsthimbeeren reifen später und bleiben deshalb meistens verschont.

nach obenGemüse

Im Gewächshaus beginnt Anfang des Monats die Pflanzzeit für Tomaten, im Freiland erst drei Wochen später. Tomaten bevorzugen nahrhafte Erde. Arbeiten Sie deshalb vor dem Einsetzen 80 g Hornspäne und 4 l Komposterde je m² flach ins Beet ein. Junge Tomaten pflanzen Sie etwas tiefer: Sie bilden zusätzliche Wurzeln und steigern somit die Nährstoffaufnahme.

Tomaten sind Schönwetter-Pflanzen. Oberirdisch mögen sie es trocken und warm. Die Wurzeln allerdings beanspruchen reichlich Wasser. Damit beim Gießen sowohl das Laub, als auch die Erde möglichst trocken bleiben, hat es sich bewährt, neben dem Pflanzloch einen Blumentopf trichterförmig einzusenken.

Fruchtgemüse, wie Auberginen, Gurken und Tomaten, werden als Sämlingspflanze oder Veredlung angeboten. Die Veredlung ist teurer, aber qualitativ hochwertiger. Sie besteht aus zwei Pflanzen: einer widerstandsfähigen und wüchsigen „Unterlage“ (Wurzelteil) und dem oberirdischen Pflanzenteil, der Edelsorte. Veredlungen sind besonders widerstandsfähig gegen Krankheiten und kommen auf Böden mit unzureichendem Fruchtwechsel, etwa im Gewächshaus, besser zurecht als Sämlingspflanzen.

Grundsätzlich können Sie jetzt alle Gemüsearten aussäen. Allerdings eignen sich nicht alle Sorten einer Art für die Aussaat im Mai. Beachten Sie deshalb die für die jeweilige Sorte empfohlene Aussaatzeit auf der Samentüte.

Kälteempfindliche Gemüse, wie Busch- und Stangenbohnen, säen Sie erst nach dem 10. Mai. Noch wärmebedürftiger sind Kürbisgewächse. Die Samen von Gurken, Kürbissen, Melonen und Zucchini kommen erst Ende des Monats ins Beet. Sicherer ist das Setzen von Jungpflanzen Anfang Juni. Mit der Aufzucht auf der Fensterbank können Sie noch in den ersten Maitagen beginnen.

In den warmen Sommermonaten gedeihen herzhafte Blattsalate wie Radicchio, Endivien und Zichorien besonders gut. Die Aussaatzeit dauert von Ende Mai bis Ende Juni.

Als bequeme Alternative zur herkömmlichen Saattüte gelten Saatbänder: Erstens sind sie schnell und unkompliziert verlegt, und weil die Samen bereits im richtigen Abstand liegen, brauchen Sie die Sämlinge später nicht mühselig zu vereinzeln.

Für Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kopfsalat, Rot-, Spitz-, Weiß- und Wirsingkohl ist jetzt Pflanzzeit. Für Bleichsellerie, Rosenkohl und Sommerporree beginnt sie in der zweiten Maihälfte, und noch etwas später für Knollensellerie.

Porree pflanzt man gerne in Furchen, die während des Heranwachsens nach und nach mit Erde verfüllt werden. Dadurch entwickeln sich kräftige Stangen mit hohem Weißanteil.

Kreuzblütler haben die meisten Familienmitglieder im Gemüsegarten. Dazu zählen alle Kohlgewächse, außerdem Rettich, Radieschen, Rübchen und Senf. Diese breit aufgestellte Familie zieht viele Schädlinge magisch an. Nicht zu übersehen sind die gefräßigen Raupen der Kohleule sowie des Großen- und Kleinen Kohlweißlings. Zur Schadenseindämmung sammelt man die Raupen von den Pflanzen ab. Effektiver ist es jedoch, wenn ein aufgelegtes Kulturschutznetz die Schmetterlinge von vornherein von den Pflanzen abhält. Auch für Erdflöhe, Lauchmotten oder Minierfliegen, die viele weitere Gemüsearten schädigen, sind Kulturschutznetze ein unüberwindliches Hindernis.

Sobald das Kartoffelkraut eine Handbreit aus dem Boden ragt, häufeln Sie die Pflanzen regelmäßig an. Das fördert die Knollenbildung. 

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Schlagworte dieser Seite:

Blattsalat, Deutzie, Edel-Pfingstrosen, Erdbeerpflanzen, Forsythie, Himbeerkäfer, Johannisbeere, Kapuzinerkresse, Kartoffelkraut, Kulturschutznetz, Mehltau, Pflegearbeiten, Saatbänder, Schneeball, Veredlung, Ziergehölz, Zwiebelblumen

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