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Grüne Termine im August

Die Heimat der Dahlie ist Mexiko. Dort wurde sie bereits von den Azteken züchterisch verändert. Als sie vor 200 Jahren nach Europa kam, fand sie schnell eine große Anhängerschar, die noch heute stetig wächst.
© Roth
Die Heimat der Dahlie ist Mexiko. Dort wurde sie bereits von den Azteken züchterisch verändert. Als sie vor 200 Jahren nach Europa kam, fand sie schnell eine große Anhängerschar, die noch heute stetig wächst.

August 2017 Nach dem Aufstieg zum Gipfel folgt der Abstieg. Das gilt auch für den Verlauf der Jahrestemperatur: Ab August sinkt die Temperaturkurve.


nach obenZierpflanzen

Für Laubgehölze und bereits abgeblühte Stauden beginnt die Pflanzzeit. Der warme Boden, die schwächer scheinende Sonne und die taufeuchten Nächte erleichtern das Anwachsen.

Wenn Stauden irgendwann Wuchs- und Blühfreude einbüßen, wird es Zeit für einen Standortwechsel. Dazu graben Sie die Stauden aus, teilen den Wurzelstock in mehrere Teilstücke und pflanzen diese an anderer Stelle wieder ein.

Für einige Zwiebelblumen beginnt ebenfalls die Pflanzzeit. Dazu gehören Herbstzeitlose (Colchicum ssp.), Madonnenlilie (Lilium candicum), Steppenkerze (Eremurus robustus) und im Herbst blühende Krokusarten.

Kaum eine andere Blütenpflanze bietet eine solche Vielfalt an Blütenfarben und Wuchstypen wie die Gartenrose. Sie wird vielseitig verwendet: Als Kletterpflanze erklimmen Rosen Baumkronen oder ranken an Spalieren. Geduckt wachsende Typen sind ideale Bodendecker. Höher wachsende Rosen bilden dekorative Sträucher oder nützliche Hecken. Am häufigsten sind Beetrosen, die einzeln oder in kleinen Gruppen gepflanzt, dem Garten eine besondere Note verleihen.

Die beste Gelegenheit, um die persönlichen Lieblingsrosen zu finden, ist die Blütezeit. Bei Rosenzüchtern und in Baumschulen blühen die Rosen jetzt in ihrer ganzen Pracht. Hilfestellung bei der Sortenwahl bietet das "ADR-Prüfsiegel", mit dem besonders reich blühende, winterharte und gegen Blattkrankheiten widerstandsfähige Sorten ausgezeichnet werden.

Viele Blumen lassen sich durch Samen vermehren: Unter anderem sind das Bechermalve (Lavatera trimestris), Edelwicke (Lathyrus odoratus), Jungfer im Grünen (Nigela damascena), Mohn (Papaver spp.), Ringelblume (Calendula officinalis), Rittersporn (Delphinium Hybriden) und Stockrose (Alcea rosea). Um Samen zu gewinnen, müssen Sie die reifen Fruchtstände vor dem Aufplatzen ernten und so trocknen, dass die herausfallenden Samen nicht verloren gehen. Die gereinigte Saat können Sie dann, in Tüten oder kleinen Schraubgläsern, trocken und kühl für die Aussaat im nächsten Jahr aufbewahren.

nach obenObst

Brombeeren sind ideal fürs tägliche Naschen, da die Früchte über einen längeren Zeitraum nacheinander reifen. Allerdings sind ausgefärbte, schwarze Beeren nicht unbedingt reif. Erst wenn sie beim Pflücken fast in die Hand fallen, haben sie ihr volles Aroma erreicht. Wenn sich Früchte ungleichmäßig oder teilweise rot verfärben, ist das ein eindeutiger Hinweis, dass sie von der Brombeergallmilbe befallen sind. Dieses Insekt lebt zwischen den Teilbeeren, saugt sie an und scheidet Giftstoffe aus, die dann die Symptome verursachen.

Bei geringem Befall genügt es, wenn Sie die verdächtigen Früchte und Fruchtmumien vernichten. Bei starkem Befall sollten Sie die Ranken vor dem Winter radikal zurückschneiden, um die Milben zu vernichten, die in den Knospen überwintern. Auf eine Ernte im nächsten Jahr müssen Sie dann aber verzichten. Eine chemische Behandlung mit einem zugelassenen rapsölhaltigen Pflanzenschutzmittel ist ebenfalls möglich. Dazu sind drei Anwendungen nötig: nach dem Austrieb bei 10 cm Trieblänge, dann eine Folgebehandlung nach 10 Tagen sowie kurz vor der Blüte.

Das Holz der Pflaumenbäume ist spröde und bruchgefährdet. Bei starkem Fruchtbesatz müssen Sie eventuell Äste stützen oder überzählige Früchte entfernen. Nachhaltiger ist es, wenn Sie die Baumkrone so zurückschneiden, dass nur tragfähige Äste vorhanden sind. Der optimale Termin dafür ist gleich nach der Ernte.

Mit wenigen Pflegemaßnahmen lässt sich die Qualität der Tafeltrauben steigern: Kürzen Sie die Ruten auf 30 bis 40 cm hinter den Trauben. Damit stoppen Sie unproduktives Längenwachstum und die Beeren werden besser mit Assimilaten versorgt. Entfernen Sie kurze, zu dicht stehende Triebe sowie überschüssige Trauben. Für eine gute Qualität ist eine Traube je Rute, eventuell auch zwei, genug. Brechen Sie außerdem die nächsten zwei bis drei Blätter aus, die die Fruchtstände beschatten.

Soll Obst aufbewahrt werden, dann ist der frühe Morgen die beste Erntezeit, weil die Früchte noch kühl sind. Für eine kürzere Lagerdauer ist der Kühlschrank ideal. Obstarten aus dem Garten vertragen niedrige Temperaturen, bis zu +1° C. Das volle Aroma entfalten die Früchte bei angenehmen Temperaturen. Deshalb schmeckt das in der Mittagshitze gepflückte Obst besonders lecker, eignet sich aber nur für den zeitnahen Genuss.

nach obenGemüse

Mehrjährige Küchenkräuter wie Dost (Oreganum vulgare), Minze (Mentha spp.), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Salbei (Salvia officinalis), Stauden-Bohnenkraut (Satureja spp.) und Stauden-Estragon (Artemisia dracunculus var. sativa) können Sie im Sommer durch Kopfstecklinge vermehren: Wählen Sie von gesunden, wüchsigen Pflanzen jene Triebspitzen aus, die weder Blütenknospen noch Blüten tragen. Schneiden Sie die Stecklinge mit einem scharfen Messer auf eine Länge von vier bis acht Laubblättern herunter. Danach zupfen Sie die unteren Blätter ab, sodass an der Spitze noch zwei bis drei Stück verbleiben. Die so vorbereiteten Stecklinge stecken Sie dann zur Bewurzelung in Vermehrungssubstrat. Eine übergestülpte perforierte und lichtdurchlässige Plastiktüte schützt die Pflanzenkinder vor dem Austrocknen.

Der letzte Aussaattermin für Hirschhornwegerich (Plantago coronopus) ist Mitte August. Dieser in Italien beliebte, bei uns noch wenig bekannte Salat kann das ganze Jahr über geerntet werden. Im Winter ist eine Abdeckung mit Gemüsevlies sinnvoll. Hirschhornwegerich wird wie Schnittsalat in Reihen angebaut und lässt sich mehrfach beernten. Bleiben die Herzblätter unbeschädigt, wächst er schnell nach und kann sogar mehrere Jahre überdauern.

Für Aussaaten von Feldsalat, Radieschen, Rettich und überwinterndem Gemüse steht noch der ganze Monat zur Verfügung. Bei Chinakohl, Herbstrübe (Brassica rapa), Pak-Choi, Lauchzwiebeln, Mangold, Spinat, Pflück- und Romanasalat sollten Sie sich aber beeilen: Hier muss die Saat Anfang August in die Erde.

Auch für Grünkohl ist der letzte Pflanztermin Anfang August. Etwas später können noch Chinakohl, Kopf-, Eisberg- und Romanasalat, Kohlrabi, Radicchio, Winterendivien und Winterwirsing gesetzt werden.

Späte Gemüse-Sätze wollen umsorgt sein. Denn bevor der kühle Herbst kommt, müssen sie schnell wachsen, um viel Blattmasse zu bilden. Notwendige Pflegemaßnahmen sind: häufiges Lockern der Bodenkrume, Jäten, bei anhaltender Trockenheit wässern und eventuell düngen.

Die Ursache für geplatzte Kohlrabi, Möhren, Rettiche oder Tomaten ist meistens eine unausgewogene Wasserversorgung. Gießen Sie also regelmäßig.

nach obenSträuße für den Winter

Wer ein Stück Sommer in die dunkle Jahreszeit mitnehmen möchte, sollte jetzt Trockenblumen schneiden. Elfenbein- und Kugeldistel (Eryngium giganteum und Echinops banaticus), Sonnenflügel (Helipterum spp.), Kugelamarant (Gomphrena globosa) und Strohblume (Helichrysum bracteatum) sind schnittreif, sobald sich die ersten Blüten öffnen. Lampionblume (Physalis alkegengi), Lavendel (Lavendula angustifolia), Schleierkraut (Gypsophila paniculata) und Strandflieder (Limonium sinuatum) schneiden Sie aber erst in voller Blüte. Anschließend teilen Sie die geschnittenen Blumen in kleine Bündel auf und hängen sie kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort oder im Heizungskeller zum Trocknen auf.

nach obenGartenteich

Wenn sich Algen im Teich ausbreiten, ist das ein Hinweis auf schlechte Wasserqualität. Eine mögliche Ursache kann Nährstoffanreicherung durch zu hohe Futtergaben oder zu viel Kot bei starkem Fischbesatz sein. Aber auch ein hoher pH-Wert sowie eine hohe Wassertemperatur führen zu verstärktem Algenwuchs. Algen sind nicht nur ein optisches Problem, sie reduzieren auch den Sauerstoffgehalt auf ein schädliches Maß.

Viele Gartenteiche haben zu wenig Schatten, sind zu klein, zu flach und mit zu vielen Fischen besetzt, sodass sich kein natürliches Gleichgewicht einstellen kann. Überwachen Sie daher regelmäßig die Wasserqualität und greifen Sie bei Störungen entsprechend ein. 

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