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Alles Gute kommt von oben:
Regenwasser optimal nutzen / Seite 2

Mai 2018


nach obenVoraussetzung Nr. 1: Das Dach

Regenwassernutzungsanlage
© www.fbr.de/regenwasser
Regenwassernutzungsanlage
In den vergangenen Jahrzehnten wurden Brauchwasseranlagen kontinuierlich weiterentwickelt. Sie stellen mittlerweile neben Solarthermie- und Photovoltaik-Anlagen einen ausgereiften, vollwertigen Bestandteil der Haustechnik dar. Bei Planung und Bau gilt es jedoch, einige wichtige Details zu beachten. Dies beginnt bereits beim Hausdach. Rund 25 bis 30 m² projizierte Dachfläche sollten pro Hausbewohner zur Verfügung stehen, damit man genügend Niederschlag sammeln kann.

Weitere wichtige Merkmale für die Nutzbarkeit der jeweiligen Dachflächen stellen das Dachmaterial und die Dachform dar. Die verwendeten Baustoffe sollten keine Schadstoffe absondern. Darüber hinaus sollten sie möglichst glatt sein, um die Ansammlung von Schmutz zu erschweren. Fast alle gebräuchlichen Dachmaterialien, wie Tonziegel, Betondachsteine oder Schiefer, erfüllen diese Anforderung. Bitumendächer färben das Wasser häufig gelblich und können deshalb nur bedingt verwendet werden. Bei Gründächern wird die Wasserabflussmenge erheblich reduziert. Auch der Einsatz von Metalldächern ist nur eingeschränkt zu empfehlen. Sie können insbesondere bei Neubauten anfangs zu einem erhöhten Metallgehalt im Wasser führen.

Als Dachform sind Satteldächer grundsätzlich geeignet. Flachdächer hingegen sind nur bedingt verwendbar. Denn sie können beispielsweise durch Kiesaufschüttungen vermehrt Huminstoffe absondern.

nach obenEin Filter muss her

Der Drainstar Filter ist in Kombination mit dem platzsparenden Graf Sicker-Tunnel eine kompakte Lösung zur dezentralen Entwässerung kleiner bis mittlerer Dachflächen.
© Graf
Der Drainstar Filter ist in Kombination mit dem platzsparenden Graf Sicker-Tunnel eine kompakte Lösung zur dezentralen Entwässerung kleiner bis mittlerer Dachflächen.
Natürlich sammeln sich auch auf den grundsätzlich geeigneten Dächern Schmutz und Luftschadstoffe. Deshalb muss ein Filter installiert werden. Dieser säubert das Regenwasser, bevor es in den Tank fließt. Es gibt hier unterschiedliche Ansätze.

Zum einen lassen sich Filtersysteme verwenden, die die Schmutzpartikel durch die physikalischen Kräfte der Adhäsion und der Kohäsion entfernen. Dabei wird ein Filtereinsatz senkrecht in die Leitungen der Dachentwässerung integriert. Dieser Einsatz nutzt die Adhäsion bei der Filterung des Regenwassers aus: Das Wasser läuft an dem im Inneren des Filters vertikal eingebauten Edelstahlnetz entlang. Durch einen am Filtergewebe außen anliegenden Adhäsionszylinder mit tausenden eingestanzten Ausbuchtungen wird das gefilterte Regenwasser dann in den äußeren Sammelbereich abgeleitet. Gleichzeitig sichert die Kohäsion, dass nachfolgende Wassermoleküle verstärkt nach außen gezogen werden. Diese Filtersysteme erreichen somit einen sehr hohen Wirkungsgrad. Der größte Teil der Schadstoffe fließt – mechanisch im übrigen Schmutz gebunden – unmittelbar in die Kanalisation ab.

Wäsche mit Regenwasser zu waschen spart kostbares Trinkwasser.
© Graf
Wäsche mit Regenwasser zu waschen spart kostbares Trinkwasser.
Was nach einer solchen Filterung in der Zisterne ankommt, entspricht meist schon den Standards der europäischen Badewasserverordnung. Übrig gebliebene Schmutzpartikel werden im Tank praktisch von alleine abgesondert: Die Partikel verklumpen miteinander, sinken zu Boden und bilden dort eine Sedimentschicht. Eine schwimmende Entnahmeleitung sorgt dafür, dass stets das sauberste Wasser abgesaugt wird. Dieses befindet sich etwa 15 cm unter der Wasseroberfläche. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Pumpe Sedimente ansaugt.

Eine gängige Alternative ist der Einsatz eines Filters, der zentral vor den Speicher geschaltet wird. Ein Filterkorb, zum Beispiel der Drainstar Filter der Firma Graf, säubert das Wasser von Laub und anderen Verschmutzungen bis zu einer Größe von 0,35 mm. Wie in einem Siphon staut sich das eingeleitete Wasser in einem Korb an und fließt über einen Überlauf in den Sicker-Tunnel. Ein dauerhaftes Anstauen des Filters mit Wasser wird durch Bohrungen unterhalb des Filters verhindert. Zusätzlich muss er regelmäßig vom Unrat befreit werden, um Verstopfungen zu vermeiden. In der Systemlösung von Graf ist dies mit wenigen Handgriffen möglich. Man kann den Korb an einem großen Henkel über den Domschacht entnehmen und säubern. Anschließend wird der Korb über denselben Weg wieder eingesetzt. Der verstellbare Domschacht wird an die Oberfläche angepasst und abgedichtet.

Das Besondere an diesem System ist, dass Filter und Sicker-Tunnel auf dem gleichen Einbauniveau installiert werden können. Somit reduzieren sich Aushub und Einbautiefe für den Filter, und die Regenwasserspeicherung wird kompakt ermöglicht.

Unabhängig vom gewählten Filter gilt der Grundsatz: Leitungen und Auffangbehälter müssen lichtundurchlässig und vor hohen Temperaturen geschützt sein. Die übliche Lösung besteht daher in der Versenkung des Tanks im Erdboden.



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Schlagworte dieser Seite:

Dachform, Filtersysteme, Kiesaufschüttungen, Luftschadstoffe, Regenwasser, Regenwassernutzung, Schadstoffe, Tank

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