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Wohlfühl-Zuhause / Seite 2

Mai 2017


nach obenVerträgliche Baustoffe

Bodenbeläge
Linoleum
© Meister Linoleum
Linoleum
Empfehlenswert sind beispielsweise Holzböden mit einer klassischen Oberflächenbehandlung, geölt oder gewachst. Ein Comeback erleben derzeit wieder Linoleumböden. Als reines Naturprodukt besteht Linoleum aus Leinöl, Kork, Pigmenten und Naturharzen. Nicht zu verwechseln mit Böden aus PVC.

Teppich
© epr/Tretford
Teppich
Ebenfalls eine gute Grundlage bieten Teppiche: Viele Menschen leiden an einer Allergie gegen Hausstaubmilben. Die Auslöser für ihre Symptome vermuten sie in textilen Boden­belägen. Zu Unrecht, beweisen wissenschaftliche Studien. Denn gerade Teppichboden bietet den Milben weder Nahrung noch die passenden Lebensbedingungen. Der textile Belag aus Naturfasern, wie etwa Sisal, Ziegenhaar oder Schurwolle, filtert indirekt die Luft und sorgt dafür, dass die Bewohner kaum Feinstaub inhalieren. Stattdessen halten die Teppichfasern Wollmäuse oder Tierhaare sicher fest.

Bei der Auswahl bieten Siegel eine gute Orientierungshilfe: Das GUT-Signet wird an unbedenkliche Teppiche vergeben. Auch ein Korkboden stellt eine gute Alternative dar, denn Kork punktet mit einem guten Schallschutz und schont die Gelenke. Haben Sie sich für einen Belag entschieden, hilft das Austesten mit einem Musterstück: Legen Sie ein Muster Ihres Wunschbodens einige Tage neben das Kopfkissen, so erhalten Sie Aufschluss über Ihre persönliche Verträglichkeit.

Putze und Farben
Lehm
© tdx/naturbaudirekt.de, tdx/Hock Agaton Lehm (kleines Bild)
Lehm
Wichtig für ein gutes und gesundes Raumklima ist der Feuchtigkeitsausgleich zwischen Innenraumluft, Farbe, Putz und Wandkonstruktion. Das leisten Putze und Farben auf Kalk-Basis, die sogar Schadstoffe abbauen und schimmelhemmend wirken können. Lehmfarben gibt es in den Farbvarianten von erdigen Farbschattierungen bis zu farbenfrohem Maisgelb oder Magenta. Gerade in Kombination mit einem Lehmputz unterstützt Lehmfarbe ebenfalls ein wohngesundes Raumklima. Silikatfarben zählen zu den beständigsten Anstrichen, sie verblassen nicht, denn sie verkieseln mit dem Untergrund. Wählt man eine Farbe aus, gilt es, sich gut zu informieren, was sich tatsächlich in den Eimern und Tuben befindet. Achten Sie darauf, dass bei der Herstellung keine Lösungsmittel verwendet wurden. Auf der Liste der Inhaltsstoffe sollten folgende Bestandteile nicht stehen: Acryl, Epoxyl oder Polyurethan. (Hersteller von Naturfarben u.a.: Auro, Kreidezeit).
© Auro
© Auro

Baustoffe
Ziegel
© tdx/Mein Ziegelhaus
Ziegel
Anorganische Baustoffe wie Ziegel, Kalk- oder Gipsputze und Betonsteine belasten die Raumluft in der Regel nicht. Ihre Fähigkeit, Schadstoffe und Feuchtigkeit aufzunehmen, kann sogar eine positive Wirkung auf die Raumluftqualität haben. Heute bauökologisch durchaus wieder aktuell sind Lehm und Bausteine aus Ton. Unbedenklich sind sie aber nur dann, wenn ihre Zuschlagstoffe ebenso naturnah sind. Ebenfalls als unbedenklich gilt Holz. Der nachwachsender Rohstoff ist in unbehandeltem Zustand frei von Giftstoffen, lädt sich elektrostatisch nicht auf und kann die Feuchtigkeit der Raumluft regulieren. Kommt Holz als Baumaterial zum Einsatz, sollten Bauherren darauf achten, dass kein Holzschutzmittel oder Flammschutzmittel enthalten ist.

Gips
© Saint-Gobain Rigips GmbH
Gips
Holz
© epr/Baufritz
Holz

Dämmstoffe
Hanf
© epr/Baufritz
Hanf
Bei einer Dämmung des Hauses spielt neben dem Wärmeschutz das Wohlfühlklima eine Schlüsselrolle: Schutz vor Schimmel, Schalldämmung, Feuchteregulierung, all das muss eine gute Dämmung für hohen Wohnkomfort und niedrige Heizkosten leisten. Eine wohngesunde Dämmung sollte deshalb in erster Linie fachgerecht ausgeführt sein, um all ihre Funktionen zu erfüllen. Ein behagliches Klima im Haus schaffen Bauherren mit den Klassikern der ökologischen Dämmung: Holzfaser, Hanf, Flachs oder anderen Pflanzenfasern, Schafwolle, Seegras oder Zelluloseflocken.

Möbel und Einrichtung
© Grüne Erde
Zu einem wohngesunden, schadstofffreien Haus gehört natürlich auch die richtige Einrichtung. Möbel aus Massivholz, Polstermöbel mit Naturstoffen bezogen, ein Teppich aus reinen Naturmaterialien − Materialien haben einen beträchtlichen Einfluss auf das Raumklima. Hier helfen ebenfalls bei der Auswahl Gütezeichen, wie etwa Blauer Engel, Goldenes M oder Oeko-Tex Standard 100 beziehungsweise das neue Made in Green by Oeko-Tex Zeichen (Anbieter/Hersteller u. a.: Grüne Erde, Team 7).

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© Verband Privater Bauherren
Um Bauherren und Hauskäufern bei der gesundheitlichen Beurteilung ihrer eigenen vier Wände zu helfen, hat der Verband Privater Bauherren (VPB) den Leitfaden "Gesund bauen und wohnen" zusammengestellt, mit fachlicher Unterstützung von Dr. Gerhard Führer, Leiter des Instituts Peridomus und anerkannter Innenraumhygieniker. Auf 34 Seiten erfährt man, worauf es bei der Planung eines Neubaus ankommt und was Hausbesitzer und Immobilien­käufer bei älteren Häusern beachten müssen. Außerdem bekommt man Hinweise auf Baustoffe und Produkte, die sich als gesundheitlich bedenklich erwiesen haben.

Der Leitfaden kostet 5 Euro (2,50 Euro für VPB-Mitglieder) zzgl. Versandkosten, zu bestellen unter www.vpb.de oder beim Verband Privater Bauherren, Telefon 030/27 89 01-0.



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Bauherren, Baustoff, Betonsteine, Boden­beläge, Dämmung, GUT-Signet, Gipsputz, Hausstaubmilben, Lehmfarben, Lehmputz, Linoleum, Linoleumböden, Massivholz, Naturfasern, Polstermöbel, Raumluft, Schimmel, Schurwolle, Siegel, Sisal, Teppich, Ziegel, Ziegenhaar

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