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Grüne Tipps im März

März 2019 Der März gleicht einer Brücke zwischen Winter und Frühjahr. Frost und Schnee sind gar nicht so selten, doch ebenso kann das Thermometer kurzzeitig bis 20 °C anzeigen. Machen wir uns bereit für die ­Gratensaison.


Züchterischer Fleiß brachte eine Vielfalt an frühjahrsblühenden Krokussen hervor. Blühfaule Sorten graben Sie alle vier bis fünf Jahre aus, sobald sie eingezogen haben. Trocknen lassen und im Oktober an einer anderen Stelle erneut einpflanzen.
© Roth
Züchterischer Fleiß brachte eine Vielfalt an frühjahrsblühenden Krokussen hervor. Blühfaule Sorten graben Sie alle vier bis fünf Jahre aus, sobald sie eingezogen haben. Trocknen lassen und im Oktober an einer anderen Stelle erneut einpflanzen.

nach obenZierpflanzen

Das Frühjahr ist optimal für Erneuerungen. Wenn Bäume und Büsche zu groß geworden sind oder Stauden und Ziersträucher ihre Blühfreude verloren haben und anfällig für Krankheiten sowie Schädlinge werden, ist es Zeit zu handeln.

Kürzen Sie Ihre Ziergehölze und lichten Sie sie etwas aus, um den neuen Austrieb zu fördern. Bei nahezu allen Laubhecken führt ein radikaler Rückschnitt zu kompakter Form und frischem Erscheinungsbild. Sommer- und herbstblühende Stauden verjüngen und vermehren Sie durch Teilen des Wurzelstocks. Bei Stauden, die gerade bzw. in den kommenden Wochen ihre Knospen öffnen, warten Sie mit dem Teilen bis nach der Blüte.

Die Forsythienblüte signalisiert den besten Zeitpunkt für den Rückschnitt der Rosen. Entfernen Sie zuerst abgestorbene und quer durch das Gehölz wachsende Triebe. Zur regelmäßigen Verjüngung schneiden Sie ab dem dritten bis fünften Standjahr einige der ältesten Zweige bodennah ab. Das weitere Vorgehen hängt von der Rosenklasse ab:

  • Beet-, Edel- sowie Bodendecker-Rosen blühen an Zweigen, die in diesem Jahr aus den Knospen austreiben. Ein starker Rückschnitt, etwa eine Handbreit über dem Boden, fördert starken Austrieb und somit eine üppige Blüte.
  • Kürzen Sie die Zweige der mehrmals im Jahr blühenden Strauchrosen um ein Drittel. Um betagte Exemplare zu verjüngen, entfernen Sie ein bis zwei alte Triebe komplett.
  • Auch Kletterrosen blühen üppiger, wenn man sie durch Herausschneiden eines alten Triebs verjüngt.
  • Alle einmal im Jahr blühenden Rosen bleiben im Frühjahr ungeschnitten: Sie haben die Blütenknospen bereits im vergangenen Jahr angelegt. Hier ist der Schnitt erst nach der Blüte fällig.

Was noch zu erledigen ist:

Mit der Forsythienblüte können Sie zudem den Winterschutz abräumen, die vorjährigen Reste der Stauden entfernen und die Ziergräser kurzschneiden: Frischer Austrieb braucht Platz.

Den Rasen abharken, auf 3,5–4 cm Länge mähen, eventuell vertikutieren und mit einem speziellen Rasendünger versorgen.

Robuste einjährige Sommerblumen, wie Klatschmohn (Papaver rhoeas), Ringelblume (Calendula officinalis), Schlafmützchen (Eschscholzia californica), Schleifenblume (Iberis umbellata), Duft-Wicken (Lathyrus odoratus) und Kornblume (Centaurea cyanus), säen Sie bereits jetzt an Ort und Stelle.

Reinigen Sie den Teich von abgestorbenen Pflanzenteilen und Schlamm, noch bevor Frösche und andere Amphibien zu laichen beginnen.

Behalten Sie Ihre exotischen Kübelpflanzen im Blick. Dünne, langgestreckte (Geil-)Triebe sind die Folge von Lichtmangel im warmen Winterquartier. Sehr sparsames Gießen und kühlere Temperaturen bremsen das Wachstum und wirken dem „Vergeilen“ entgegen. Kübelpflanzen sind jetzt besonders anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Häufig machen sich Rote Spinne, Weiße Fliege, Blatt- und Schildläuse breit. Zu Beginn des Befalls lassen sich diese Plagegeister häufig noch mit einem feuchten Tuch wegwischen.

nach obenObst

Jetzt den Rückschnitt von Obstbäumen und Beerensträuchern vor dem Austrieb der Knospen abschließen.

Sobald der Boden aufgetaut und abgetrocknet ist, beginnt die Pflanzzeit für robuste Obstgehölze. Neben der üblichen Containerware bieten einige Baumschulen bis März noch die preiswerteren wurzelnackten Gehölze an. Die Pflanzzeit für kälteempfindliche Obstarten, wie Aprikose, Himbeere, Kiwi, Pfirsich und Walnuss, startet erst ab Ende des Monats.

Wer einen Apfelbaum pflanzen möchte, sollte bedenken, dass Allergiker manche Sorten nicht vertragen. Apfelsorten mit einem hohen Gehalt an Polyphenolen sind in der Regel verträglich und können allergische Reaktionen abschwächen oder sogar verhindern. Der BUND Lemgo stellt im Internet eine Liste zur Verfügung, die Bewertungen von Allergikern zur persönlichen Verträglichkeit von verschiedenen Apfelsorten enthält. Danach gelten u. a. 'Alkmene', 'Altländer Pfannkuchenapfel', 'Freiherr von Berlepsch', 'Goldparmäne', 'Gravensteiner', 'Prinz Albrecht von Preußen', 'Roter Boskoop', die Neuzüchtung 'Santana' und 'Winterglockenapfel' als verträglich Info: bund-lemgo.de/apfelallergie.html.

nach obenGemüse

Während die Freilandbeete möglicherweise noch etwas zu kühl sind, geht die Saison in Frühbeeten bereits los. Sobald Sie die Erde gelockert und die gereinigten Frühbeetfenster aufgelegt haben, wird die tagsüber gewonnene Wärme im Boden gespeichert. Das funktioniert sogar bei bedecktem Himmel, ganz ohne Sonnenschein. Damit die Wärme nicht verloren geht, decken Sie das Frühbeet nachts mit Matten oder Noppenfolie ab.

Gedulden Sie sich mit den ersten Direktsaaten ins Freiland! Ein etwas späterer Termin ist in jedem Fall sicherer. Der Boden sollte für die frühesten Kulturen mindestens 10 °C warm sein. Achten Sie bei Dicken Bohnen, Erdbeerspinat, Küchenzwiebeln, Mairüben, Möhren, Pastinaken, Pflücksalat, Radieschen, Rote Bete, Schalerbsen, Schwarzwurzeln und Spinat auf die Keimtemperaturangaben auf den Samentüten. Wählen Sie außerdem frühe Sorten der einzelnen Gemüse. Auch die Samen einiger Küchenkräuter, wie Gartenkresse, Kerbel, Pimpinelle, Petersilie und Schnittknoblauch, dürfen bald in die Erde. Halten Sie unbedingt Gartenvlies bereit, um die Saaten bei Temperatureinbrüchen zu schützen!

Ende des Monats beginnt die Pflanzzeit für Blumen- und Spitzkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kopfsalat und Wirsing sowie für Steckzwiebeln und Knoblauch.

Erbsen sind nicht gleich Erbsen

Pal- oder Schalerbsen enthalten viel Stärke und schmecken, frisch-grün geerntet, etwas mehlig. Deshalb pflückt man sie überwiegend reif, um sie zu palen und zu trocknen. Schalerbsen können Sie bereits im März aussäen, Mark- und Zuckererbsen erst ab April.

Die Samen der Markerbsen sind süßlich und frisch aus der Hülse genascht besonders lecker. In der Regel werden Mark­erbsen „grünreif“ geerntet und gekocht oder gedünstet zubereitet. Zum Trocknen eignen sie sich nicht.

Weil Zuckererbsen kein Pergamenthäutchen bilden, verzehrt man die Erbsenkörner samt Hülse. Roh schmecken die jungen Hülsen mit den noch kleinen Samen besonders gut. Zuckererbsen enthalten, wie Markerbsen, viel Saccharose und sind daher angenehm süß.

nach obenMake-up für den Garten

Die Pflanzzeit ist eine gute Gelegenheit neue Akzente zu ­setzen.

Wer sich nicht mit „Konfektionsware“ aus Bau- und Pflanzenmärkten umgeben möchte, sucht Besonderheiten, zum Beispiel solche mit

  • betörenden Düften: Engelstrompete (Brugmansia aurea, duftet vor allem abends); Flieder (Syringa-Arten), Pfeifenstrauch (Philadelphus coronarius), Rosen, Lavendel (Lavandula angustifolia).
  • grazilem Wuchs: Farne, Gräser, Zwerggehölze.
  • verführerischen Früchten: Alle Obstbaum-Arten erhalten Sie als kleinwüchsige Bäume. Auch bei Beerenobst ist die Auswahl riesig. Tipp: die selbstfruchtbare und samenlose Beerenkiwi 'Vitikiwi' ­(Actinidia arguta), immertragende Erdbeersorten sowie Herbst-­Himbeeren.
  • oder Teepflanzen zum Genießen: Minzen (Mentha-Arten), Zitronen-Monarde (Monarda citriodora) und Zitronenverbene (Aloysia ­triphylla); als Tee aufbrühen oder in Mineralwasser ausziehen.

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Apfelbaum, Direktsaaten, Erbsen, Kürzen, Pflanzzeit, Rose, Rückschnitt, Sommerblumen, schneiden

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