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Der Rasen in der Sommerhitze

Mai 2021 Braune Halme statt einer sattgrünen Rasenfläche waren in den vergangenen Sommern ein gewohntes Bild in unseren Gärten. Lange Trockenphasen, beständig pralle Sonne und dazu hohe Temperaturen ließen den Boden knochenhart werden und führten zu einem regelgerechten Verbrennen der Gräser, mache Gärten hinterließen gar den Eindruck einer Steppe. Was tun? Unser Bundesgartenberater Martin Breidbach klärt auf.


Lange Trockenphasen tun dem Rasen nicht gut.
© Martin Breidbach
Lange Trockenphasen tun dem Rasen nicht gut.
Um zu einem grünen Rasen zu kommen, fällt einem als erster Gedanke das Wässern ein – und das ist auch richtig. Wie kaum eine andere Pflanze im Garten benötigt der klassische Zierrasen regelmäßige Wassergaben. In Abhängigkeit von der Grasart und auch der Bodenbeschaffenheit verdunsten an heißen Tagen auf einer Rasenfläche bis zu 6 Liter/m². Die gilt es bestenfalls eins zu eins zu ersetzten. Wann und wie oft spielt dabei eine wichtige Rolle.

nach obenRichtiges Wassermanagement

Bis 8 Uhr am Morgen ist die beste Uhrzeit zum Gießen. Die Luft ist noch kühl, es findet kaum Verdunstung statt, und das Wasser kann tief in den Boden und damit zu den Wurzeln eindringen. Zudem wird die Wassermenge nicht jeden Tag ausgebracht, dies würde dazu führen, dass die Wurzeln in der oberen Bodenschicht verharren und somit noch trockenanfälliger werden. Besser ist es, ein- bis zweimal in der Woche und dann 15 bis 20 l/m² zu wässern. Je nach schattenspendendem Pflanzenbewuchs und Lage des Hauses sind manche Stellen stärker von der Trockenheit betroffen – wer Wasser sparen möchte, kann diese gezielt bewässern. Hinknien und mit einem Messer eine kleine Bodenprobe nehmen kann hier durchaus hilfreich sein.

Um nicht wertvolles Trinkwasser zu verschwenden, sollte wenn möglich auf Regenwasser aus einer Zisterne zurückgegriffen werden. Addiert man die Mengen, die auch für die anderen Gartenbereiche nötig sind, kommen aber schnell einige Kubikmeter Wasser zusammen. Sorgfältige Planungen und ein gutes Regenwassermanagement spielen hier eine wichtige Rolle.

nach obenSo bekommt der Rasen Luft

Neben dem Wasser spielen aber auch weitere Faktoren eine wichtige Rolle. Gerade in Bereichen, die häufiger betreten werden, ist der Boden stärker verdichtet, Wasser und Sauerstoff gelangen erst gar nicht an die Wurzeln. Hier kann eine Grabegabel wertvolle Dienste leisten. Mit ihr bohrt man Löcher in den Boden, in die Wasser laufen kann. Um den Lockerungseffekt zu erhalten, lässt man feinen Sand in die Löcher rieseln.

Auch die Düngung ist ein wichtiger Aspekt. Pflanzengerecht ernährte Flächen sind widerstandsfähiger und können der Trockenheit besser trotzen. Ob eine Düngung überhaupt nötig ist oder wie viel Dünger ausgebracht werden muss, kann man mit Hilfe einer Bodenuntersuchung feststellen.

Zu guter Letzt lässt man der Rasen im Sommer ein wenig höher wachsen, dadurch wird eine leichte Schattenwirkung erzielt und der Boden kann sich nicht so stark aufheizen. Die Problematik der sommerlichen Trockenheit wird uns allerdings die nächsten Jahre weiterhin begleiten. Wer den hohen Aufwand für einen grünen Rasen scheut, ist vielleicht mit einem Kräuter-/Blumenrasen besser bedient. Aufgrund seiner Pflanzenzusammensetzung kommt er mit deutlich weniger Pflege aus und ist zudem in Trockenzeiten wesentlich robuster.

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Schlagworte dieser Seite:

Luft, Rasen, Schattenwirkung, Sommer, Wassermanagement

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