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Staudentausch mit Nebenwirkung

Oktober 2018 Allmählich beginnt wieder die Zeit zum Setzen von Sträuchern und Teilen von Stauden. Das veranlasst so manchen Gartenenthusiasten zum Besuch von Pflanzentauschbörsen. Dabei kann man sich jedoch auch Unerfreuliches einhandeln.


Für jeden Gartenliebhaber sollte es selbstverständlich sein, nur gesundes, sauberes und gut bewurzeltes Pflanzenmaterial in Pflanzentauschbörsen weiterzugeben.
© Dahlmann/Verband Wohneigentum
Für jeden Gartenliebhaber sollte es selbstverständlich sein, nur gesundes, sauberes und gut bewurzeltes Pflanzenmaterial in Pflanzentauschbörsen weiterzugeben.
Viele Gartenfreunde suchen auf Tauschbörsen nach bestimmten Pflanzen zur Ergänzung der Beete. Hierzu gehören beispielsweise Funkien, die mit ihrem großen, fleischigen Laub einen attraktiven Kontrast zu zarten Gräsern bilden. Oder die Staudenfreunde suchen nach bestimmten Blütenfarben für harmonische Farbabstufungen und -kombinationen im Garten.

Die botanischen Lieblinge sind oft mit Steckbriefen ausgestattet. Diese enthalten neben dem deutschen und botanischen Namen weitere Angaben.

Doch so interessant Pflanzentauschbörsen sein mögen – sie bergen zuweilen kleine Fallstricke. Um Enttäuschungen zu vermeiden, behalten Sie folgende Ratschläge im Hinterkopf:

nach obenEingeschleppte Probleme

Einige Tauschfreudige „garantieren“, dass ihre Pflanzen aus „sauberen“ Beständen kommen, also frei von unerwünschten Pflanzen und Krankheitserregern seien. Womit wir bei einem der möglichen Nachteile solcher Tauschbörsen angekommen sind. Sicher sein kann man sich da nicht, und Reklamationen im sind Nachhinein kaum möglich. Blöd also, wenn Sie beim Tausch auch Unkraut und Schädlinge mitgeliefert bekommen. Besonders wenn es sich um Giersch oder Quecke handelt.

nach obenVerlorene Vielfalt

Woran die wenigsten denken: Bei Pflanzentauschbörsen unter Gartenbesitzern einer Siedlung oder eines Wohngebiets bleibt die Arten- und Sortenvielfalt auf der Strecke. Denn dadurch gelangen zwar neue Pflanzenarten oder -sorten in die einzelnen Gärten. Die Artenvielfalt innerhalb der Siedlung bleibt auf dem gleichen Stand.

nach obenTipps: Pflanzencheck auf Tauschbörsen

  • Sind die Pflanzen gesund und schädlingsfrei?
  • Sind bereits Blatt-, Stängel- und/oder Wurzelschäden erkennbar?
  • Wurzelkontrolle: Ist die Pflanze gut bewurzelt? Sind die Wurzeln gesund?
  • Bei Anzeichen von Schädlingen und Krankheiten: Finger weg!
  • Sind die Pflanzen in Töpfen überständig*?
  • Sind botanischer Name und Sortenname angegeben (Sortenechtheit)? Dies ist wichtig für die sichere Zuordnung einer Pflanze bei der Verwendung, zum Beispiel, ob sie die passende Wuchshöhe oder Blütenfarbe hat.
  • Gibt es eine große Arten- und Sortenvielfalt bei der Tauschbörse, eventuell durch kommerzielle Staudenhändler, deren Sortiment über den Standard hinausgeht?
  • Ist die Tauschbörse etabliert? Erfahrene Veranstalter schließen schlechte Anbieter meistens aus.

nach obenFazit

Für jeden Gartenliebhaber sollte es selbstverständlich sein, nur gesundes, sauberes und gut bewurzeltes Pflanzenmaterial weiterzugeben. Für die Veranstalter einer Pflanzentauschbörse ist es empfehlenswert, ein oder zwei kommerzielle Staudenhändler einzuladen. Diese sollten Arten und Sorten anbieten, die über das allgemeine Standardsortiment hinausgehen. So lässt sich die ökologisch wertvolle Arten- und Sortenvielfalt an Pflanzen in Wohngebieten steigern.

* „Überständige“ Pflanzen stehen bei ursprünglich passend gewählter Topfgröße bereits seit mindestens zwei Vegetationsperioden im selben Container. Sie erkennen das an einem extrem stark durchwurzelten Ballen. Das zieht, eine schlechtere Versorgung der oberirdischen Teile nach sich.

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Zierkürbisse halten besonders lange, wenn sie ausgereift geerntet werden. Sichere Zeichen dafür sind der verholzte Fruchtstiel und ein hohler Klang beim Daraufklopfen.
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Schlagworte dieser Seite:

Container, Pflanzentauschbörse, Standardsortiment, Staude, Staudentausch

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