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Wie der Mähroboter künftig mäht

Mai 2022 Mähroboter sind bei vielen Gartenfans angekommen. Dennoch sind sie oft in der Kritik. Wir fragen uns – was tun Hersteller, um die smarte Technolgie besser zu machen und gibt es Neuerungen?


Kress MEGA hat Ultraschallsensoren und schafft Steigungen bis zu 45 %.
© Kress
Kress MEGA hat Ultraschallsensoren und schafft Steigungen bis zu 45 %.

Präzise Navigation gehört zu den Standards. Herkömmliche Mähroboter fahren den Rasen nach dem Zufallsprinzip ab. Stoßen sie irgendwo an, ändern sie die Richtung. Smarte Modelle erkennen Hindernisse per Ultraschall. Oder sie umrunden einmal die Rasenfläche und setzen dann Bahn für Bahn nebeneinander, ähnlich wie ein Mensch beim Mähen von Hand. Manche Roboter-Mäher merken sich, wo sie bereits gemäht haben und wo noch nicht oder berechnen den effizientesten Mähweg.

Aber eines brauchen all diese Mäher immer noch: eine externe Führung. Durch Leitkabel, Bluetooth, WiFi oder GPS. Ein Handicap, dass wirklich sicheres selbständiges Mähen verhindert. Und dann ist da noch das Problem mit der Sicherheit. Körperteile oder Kleintiere wie Igel, Häschen oder Marder sind schnell mal im Weg.

Automower Intelligent Mapping (A.I.M)
© Husqvarna
Automower Intelligent Mapping (A.I.M)

Die nächste Generation Mähroboter soll ohne jegliche Fachkenntnis, fachliche Unterstützung oder Installationsaufwand in Betrieb genommen werden können. Solche Mäher arbeiten mit künstlicher Intelligenz, sicher und frei ohne externe Führung durch Leitkabel, Bluetooth, WiFi oder GPS. Die KI – Künstliche Intelligenz (englisch AI – Artificial Intelligence) stellen sie aber nicht in den Vordergrund. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist die Leichtigkeit, mit der sie ihre Ergebnisse erzielen. Ihr kann der Nutzer und die Nutzerin vertrauen.

Der einfache Wunsch des Rasen-Besitzers an seinen Mähroboter ist, den Rasen perfekt zu mähen. Frei von Notwendigkeiten, von Zwängen, von negativen Gefühlen sowohl bei der Einrichtung als auch der Überwachung. Ihm reicht das Gefühl von Zufriedenheit, wenn der Rasen ohne sein Zutun problemfrei gekürzt wird. Allerdings wird diese „Leichtigkeit des Mähens” noch ein wenig dauern. Doch einige Hersteller sind auf dem besten Weg, solche Produkte bald auf den Markt bringen zu können. Wahrscheinlich noch in diesem Jahr.

Heute haben wir einige Beispiele gefunden, die schon nahe an die Wunsch-Lösungen heranreichen.

Virtuelle Zonensteuerung bei Husqvarna
© Husqvarna
Virtuelle Zonensteuerung bei Husqvarna
In dieser Gartensaison führt Husqvarna eine virtuelle Zonensteuerung für seine Mähroboter ein, mit der eine individuelle Gestaltung und Umgestaltung der Rasenflächen innerhalb des verlegten Begrenzungskabels flexibel und mit nur wenigen Klicks auf dem Smartphone möglich wird. Die neue virtuelle Zonensteuerung „Automower Intelligent Mapping (A.I.M)“ für Husqvarna Mähroboter ermöglicht es, auf dem Smartphone eine virtuelle Karte des Gartens bzw. der zu mähenden Gartenfläche für „Automower“ Mähroboter zu erstellen. Ergänzend zu der kabeldefinierten Begrenzung des Arbeitsbereiches können Anwender dank dieser Funktion direkt über die Automower Connect App selbstständig ein detailliertes Rasendesign entwickeln, in dem sie jederzeit neue Arbeitsbereiche einstellen oder anpassen. Durch die Einrichtung von Ruhezonen und der Festlegung verschiedener Mähpläne sowie Schnittlängen für die jeweilige Zone können Gartenliebhaber damit an ausgewählten Stellen beispielsweise Wildblumen wachsen oder ihren Mähroboter bequem um einen neu aufgestellten Pool oder Sandkasten mähen lassen. Der entsprechende Mähbereich wird dafür über die Automower Connect App ausgespart, sodass die Automower Mähroboter die Stelle fortan umgehen. Das ermöglicht auch individuelle Einstellungen für spezielle Bereiche im Garten, wie Schattenplätze des Rasens, die seltener gemäht werden müssen.

Auch Kress bietet mit seiner „Mega“-Serie ein außergewöhnliches Mähroboter-Konzept an, welches einen ersten Blick in die nahe Profi-Zukunft erlaubt. Basis ist ein neu entwickelter Mäher mit frei schwingendem Mähdeck, zwei Messertellern, 35 cm Schnittbreite sowie einem bürstenlosen Motor. Seine Side-Trim-Technologie lässt den Mega randgenau mähen. Durch seine OAS Ultraschallsensoren umfährt er Hindernisse ohne dagegen zu stoßen. Dies macht den Mäher höchst effizient. Mit seinem einzigartigen In-Rad-Antrieb und den Off-Road-Geländereifen schafft er Steigungen bis zu 45 %. Die elektronische Schnitthöhenverstellung erlaubt Rasenlängen von 30 bis 60 mm. Die Mega-Serie ist Kress‘ Vorstufe zur zukünftigen RTK-Technologie, bei der Kress ohne Leitkabel auskommt.

Die Kombination aus RTK-GPS und Stigas AGS vermeidet Mähausfälle.
© Stiga
Die Kombination aus RTK-GPS und Stigas AGS vermeidet Mähausfälle.
Stigas autonomer Mäher „Stig-A“ vereint moderne Technologie mit präziser Mähleistung und schont so den Rasen. Einige Mähroboter mit RTK-GPS-Basisstation kommunizieren wichtige Kursdaten per Funksignal. Hindernisse wie Grundstücksmauern, Häuser und Gartenlaub können dieses Signal stören und der Mäher verliert die Verbindung. Daher findet beim Stig-A die Kommunikation per 4G-Signal statt. Die Hochfrequenzmikrowellen sorgen für eine stabile Datenübertragung, die keine ununterbrochene Sichtlinie erfordert. Dazu kommt das eigens von Stiga entwickelte Active Guidance System (AGS), ein Algorithmus, der mit prädiktiver Technologie für ein aktives Leitsystem sorgt. Die Kombination aus RTK-GPS und Stigas AGS vermeidet Mähausfälle und gewährleistet Mähpräzision.

Bosch mit „LogiCut“-Navigationssystem
© Bosch
Bosch mit „LogiCut“-Navigationssystem

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Komfortable, autonome Rasenpflege für mittlere und große Gärten – dafür bietet Bosch jetzt den Roboter-Mäher „Indego M 700“ und den vernetzten „Indego M+ 700“ für Flächen mit bis zu 700 m2 an. Als einer der ersten Roboter-Mäher im Markt nutzt der Indego Sensoren und Software, um den Garten zu kartieren und die Rasenfläche genau zu messen. Das intelligente „LogiCut“-Navigationssystem ermöglicht auf Basis der gesammelten Daten das systematische Mähen in parallelen Bahnen. Indego M 700 und Indego M+ 700 mähen damit bis zu 40 % schneller als Roboter-Mäher mit Zufallsprinzip. Dank „LogiCut“ wissen die Mäher, welche Bereiche sie bereits gemäht haben und welche noch gemäht werden müssen. Das spart Energie und schont den Rasen, da das wiederholte Überfahren eines Bereiches nach dem Zufallsprinzip auf Dauer zu Beschädigungen führen kann.

Gardena Sileno mit Lona-Technologie
© Gardena
Gardena Sileno mit Lona-Technologie
Mit der neuen Generation von smart „Sileno city“ und „smart Sileno life“ hält auch die zukunftsweisende Lona-Technologie (Localisation & Navigation) 2022 in das Gardena-Sortiment Einzug. Sie bringt zahlreiche Möglichkeiten mit sich, den Mähroboter ganz individuell zu konfigurieren. Der Schlüssel dazu ist die Gardena smart App. Darin lässt sich jede Bewegung des Mähroboters in Echtzeit verfolgen. Mähbereiche und -zeiten können schnell und einfach eingestellt und auf die automatische Bewässerung innerhalb des Smart Systems abgestimmt werden. Der Mähroboter weiß genau wo er sich befindet. Dank Lona™ ist er in der Lage, den kompletten Garten zu erfassen, eine Karte zu erstellen und diese für seine Mäh-Aktivitäten zu nutzen. Diese Karte wird in der Gardena smart system App abgebildet, so dass der Nutzer hier zahlreiche weitere Einstellungen vornehmen kann.

Dank der intelligenten Lona™-Technologie lassen sich in der virtuellen Karte des Gartens beispielsweise verschiedene Zonen definieren. Für diese können dann die Mähintensität und die Frequenz, wie oft der Mähroboter hier zum Einsatz kommt, individuell festgelegt werden. So können schattige Bereiche, in denen das Gras langsamer wächst, weniger häufig gemäht oder auch komplett ausgespart werden. Die neue GPS-gestützte Technologie wird kontinuierlich weiterentwickelt. Das Gardena smart system verbindet Rasenpflege und intelligente Bewässerung im Garten und ermöglicht schnell und einfach die Einbindung in Smart-Home-Ökosysteme.

Worx mit „Save-the-Hedgehog“-Modus
© Worx
Worx mit „Save-the-Hedgehog“-Modus

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Die Gartensaison beginnt und die Stiftung Warentest hat bereits acht Mähroboter getestet. Dabei hat sie festgestellt, dass der Worx „Landroid M700 Plus (WR167E)“ in der gewünschten Kernkompetenz, dem Mähen, am besten abschneidet. Die versprochenen Maximalleistungen (Fläche, Steigung) schaffte neben dem Worx Landroid M700 Plus WR167E (800 Euro) nur ein weiterer Mäher. Der kostet aber mehr als das Doppelte. Dass der Worx Landroid ein ausgezeichneter Mähroboter ist, wurde ihm aktuell mehrfach bestätigt. So erhielt er gerade die Auszeichnung ‚Deutschland-Favorit’ vor allem unter Sicherheits-Gesichtspunkten, bestätigt durch die europäische Kommission, die ihn für seine intelligenten Lösungen für einen sicheren Garten mit der Silbermedaille auszeichnete. Und von der Test-Bild wurde er als ,Top Marke Garten’ mit dem ersten Platz und fünf Sternen für Umwelt und Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine neue Ultraschallsensortechnologie eingeführt, die den Roboter automatisch von Hindernissen weglenkt. Und einen „Save-the-Hedgehog“-Modus: eine Funktion, die den Betrieb nur auf Tageslicht beschränkt, wenn die kleinen, nachtaktiven Säugetiere in ihren Unterkünften schlafen.

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Beschädigungen, Gartenlaub, Gartensaison, Installationsaufwand, Künstliche Intelligenz, Mähroboter, Nachhaltigkeit, Rasen, Schnittbreite
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