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Kürbiskopf und Rübennase

Oktober 2010 Draußen wird es dunkel, der Wind pfeift um das Haus: Am 31. Oktober ist Halloween – Zeit für Gespenster, Grusel, Gänsehaut.


Kürbiskopf und Rübennase
© Lentner, Christian
Kürbiskopf und Rübennase
An Halloween, so sagt die Legende, ziehen die Gespenster um die Häuser. Um sie fern zu halten, stellt man eine Laterne mit gruseliger Fratze vor die Tür. Wir erklären euch hier, wie man einen wirklich schaurigen Kürbiskopf selbst macht. Übrigens funktioniert das auch mit einer Rübe – so haben es früher die Kelten gemacht.



nach obenGrusel-Kürbisse

Kürbisse sind ganz schön hart. Um sie auszuhöhlen braucht man viel Geschick und sehr scharfes Schnitzwerkzeug – wir haben den Dremel 300 verwendet. Damit sich niemand verletzt, sollte man das Schnitzen und Aushöhlen lieber einem Erwachsenen überlassen. Außerdem macht es doch viel mehr Spaß, wenn die ganze Familie beim Kürbisschnitzen hilft!

Du brauchst

  • Kürbis
  • Schnitzmesser oder Multifunktionsgerät zum Fräsen und Schnitzen
  • Filzstift
  • Esslöffel
  • Teelicht

So gehts

  1. © Dremel
    Mal ein Gesicht oder ein gruseliges Motiv auf deinen Kürbis.
  2. © Dremel
    Nun sind die Erwachsenen gefragt: Vom Kürbis wird oben ein möglichst gleichmäßig runder Deckel abgeschnitten.
  3. Durch die Öffnung kannst du mit einem Esslöffel die Kerne und einen Teil des Fruchtfleischs aus dem Innern des Kürbisses kratzen. Doch Vorsicht, die Außenhaut der Frucht darf nicht beschädigt werden.
  4. © Dremel
    Jetzt endlich geht es ans Ausschneiden der Dekore, wieder mit dem Hochgeschwindigkeits-Fräsmesser. Besonders bei runden Schnitten und in den Ecken ist eine ruhige Hand gefragt.
  5. © Dremel
    Ins Innere des fertig dekorierten Kürbisses kommt als Lichtquelle ein Teelicht. Droht die Nacht windig zu werden, schützt ein gläsernes Windlicht die Flamme. Richtig gruselige Effekte erzeugen auch verschiedenfarbige Glas-Windlichter als Einsatz. Nach dem Entzünden der Kerze wird der Kürbisdeckel wieder aufgesetzt, und schon funkelt es gruselig vor deiner Tür!

nach obenWoher stammt Halloween?

Jeder denkt, Halloween kommt aus Amerika, weil es dort so groß gefeiert wird. Vermutlich aber stammt der Brauch aus Europa, genauer gesagt aus Irland: Der Legende nach feierten die heidnischen Kelten, die vor rund 5.000 Jahren in Teilen des heutigen Europas lebten, das Jahresende am 31. Oktober. Damals hieß das Fest noch Samhain. Etwa um 800 n. Chr. versuchte die katholische Kirche, das heidnische Fest abzuschaffen und es durch Allerheiligen zu ersetzen – das Fest, an dem man auch heute noch der Verstorbenen gedenkt. Im Englischen heißt dieser Tag übrigens "All Hollow´s Eve" (wörtlich übersetzt: Allerheiligenabend) und daher leitet sich schließlich auch das Wort "Halloween" ab. Heute ist das fest vor allem in den USA sehr populär. Bei uns feiert man es erst seit den 1990er Jahren. Eine größere Tradition hat in Deutschland eigentlich das Sankt-Martins-Fest im November.

Buh! Gruseln macht Spaß! Aber unten in meinem Bau wird es so langsam empfindlich kalt. Da koche ich mir doch gleich mal eine leckere Kürbis-Kartoffelsuppe mit den Resten von der Laternen-Schnitzerei. Kocht sie doch mit euren Eltern gemeinsam. Bis bald, Euer Wühlfried vom Untergrund
© Familienheim und Garten, Lentner
Buh! Gruseln macht Spaß! Aber unten in meinem Bau wird es so langsam empfindlich kalt. Da koche ich mir doch gleich mal eine leckere Kürbis-Kartoffelsuppe mit den Resten von der Laternen-Schnitzerei. Kocht sie doch mit euren Eltern gemeinsam. Bis bald, Euer Wühlfried vom Untergrund

nach obenWarum Kürbisfratzen?

Auch der Brauch, gruselige Fratzen in Kürbisse zu schnitzen und sie an Halloween aufzustellen, stammt aus Irland. Hier und in allen anderen englischsprachigen Ländern nennt man die beleuchteten Kürbisköpfe "Jack O’Lantern", was so viel bedeutet wie "Jack mit der Laterne".

Der Legende nach lebte in Irland der böse Hufschmied Jack Oldfield. An einem Abend vor Allerheiligen saß er allein in einem Wirtshaus, als plötzlich der Teufel auftauchte, um ihn zu holen. Jack bot ihm seine Seele an, wenn ihm dafür der Teufel ein letztes Glas Alkohol ausgab. Der Teufel war einverstanden. Da er aber kein Geld hatte, verwandelte sich der Teufel kurzerhand in eine Münze, um das Getränk zu bezahlen. Jack zögerte nicht lange, steckte die Münze in seinen Geldbeutel und verschloss ihn. Da sich in dem Geldbeutel auch ein silbernes Kreuz befand, konnte sich der Teufel nicht selbst befreien. Schließlich ließ Jack den Teufel frei, nachdem dieser ihm versprach, dass er noch 10 Jahre weiterleben dürfe.

Als der Teufel ihn nach 10 Jahren – wieder in der Nacht vor Allerheiligen – holen wollte, bat Jack ihn wieder um einen Gefallen: Seine letzte Mahlzeit sollte ein Apfel sein, den der Teufel selbst gepflückt hatte. Also kletterte der Teufel auf den Baum, um den Apfel zu holen. Schnell zückte Jack sein Messer und schnitzte ein Kreuz in die Rinde. Wieder war der Teufel gefangen. Nachdem der Teufel ihm versprochen hatte, seine Seele für alle Ewigkeit in Frieden zu lassen, entfernte Jack das Kreuz.

Als Jack nach einem langen Leben schließlich starb, verwehrte ihm der Himmel den Einlass, denn er war nie ein guter Mensch gewesen. Doch auch die Höllentore blieben ihm verschlossen, da der Teufel ja versprochen hatte, Jacks Seele für immer in Ruhe zu lassen. Der Teufel schickte Jack wieder dahin zurück, woher er gekommen war. Da der Weg aber weit, dunkel und kalt war, hatte der Teufel Mitleid und schenkte Jack ein Stück glühender Kohle aus dem Höllenfeuer. Jack steckte die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe und seitdem wandert seine Seele mit der Laterne durch die dunkle Nacht vor Allerheiligen.

Heute stellt man die Kürbisfratzen vor die Haustür, um die umherirrenden Seelen abzuschrecken. Sie sollen glauben, dass in dem Haus bereits ein Geist wohnt und weiterziehen.

Kürbissuppe
© Thommy Weiss / PIXELIO, www.pixelio.de
Kürbissuppe
Kürbissuppe
© Grethe Bjerring / PIXELIO, www.pixelio.de
Kürbissuppe

nach obenCremige Kürbis-Kartoffelsuppe

Zutaten:
(für 4 Personen)

400 g Kürbisfleisch
4 bis 6 mehlige Kartoffeln
2 Möhren
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
30 g Butter
100 ml Apfelsaft
800 ml Gemüsebrühe
150 g Sahne
Muskat
Pfeffer
Salz
Zubereitung:
  • Den Kürbis schälen, von Kernen und Gewebe befreien und in Würfel schneiden.
  • Kartoffeln waschen, schälen und ebenfalls würfeln.
  • Möhren waschen, schälen und in Scheiben schneiden.
  • Zwiebeln und Knoblauchzehe schälen, fein würfeln und in der Butter in einem großen Topf glasig dünsten.
  • Kürbis, Möhren und Kartoffeln dazugeben, 5 Minuten unter Rühren anschwitzen und mit Apfelsaft und Gemüsebrühe ablöschen.
  • Aufkochen und bei geringer Hitze mit geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten köcheln lassen.
  • Suppe pürieren, Sahne dazugeben und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken.

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Grusel-Aliens kannst du ganz einfach selber machen.
10/19: Ganz schön gruselig: Kürbis-Aliens für HallowEEEEEn ...
10/16: Gruselige Gestalten
Lass dir bei den Schneide- und Schnitzarbeiten von einem Erwachsenen helfen. Denn so ein Kürbis ist eine echt "harte Nuss". Der fertige Flaschenkühler ist übrigens innerhalb einer Stunde kühlbereit. Gänsehaut garantiert!
10/15: Cooler Kürbis

Schlagworte dieser Seite:

Halloween, Kelten, Kübissuppe, Kürbis, Wühlfried vom Untergrund

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