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Korkwurzelkrankheit

Februar 2000 Tomaten werden des öfteren am selben Standort angebaut. Das gilt sowohl für den Kleingewächshausanbau als auch für besonders geschützte Stellen im Freiland. Diese Handhabung führt dann gelegentlich zum zeitweiligen Welken der Pflanzen ab etwa der 4./5. Traube und einer ungewöhnlichen Aufhellung des Laubes.


Unveredelte, korkwurzelkranke Tomaten (links) und veredelte Pflanzen (rechts)
© Titze
Unveredelte, korkwurzelkranke Tomaten (links) und veredelte Pflanzen (rechts)
Nimmt man solche Pflanzen aus dem Boden, dann bemerkt man das Fehlen der Faserwurzeln, während die dickeren Wurzeln gebräunt, vermorscht und durch rissige Korkleisten verdickt sind. Die Verkorkungsschichten lösen sich vom Zentralzylinder und lassen sich meist ganz abstreifen. Bei dieser Krankheit, die auch Paprikapflanzen befallen kann, handelt es sich um die sogenannte Korkwurzelkrankheit, die durch einen Pilz verursacht wird.

Im Hobbygartenbereich begegnet man ihr durch das Entfernen möglichst aller Pflanzenrückstände, einer Verbesserung der Bodenstruktur, Fruchtwechsel, öfteres Angießen der kranken Pflanzen (besonders im Kleingewächshaus und auf regengeschützten Freilandflächen) und wohl auch durch ein rechtzeitiges Anhäufeln. Bei der Jungpflanzenanzucht ist nur "gesunde" Erde in möglichst größeren Töpfen (zum Pflanzzeitpunkt = größere Ballen!) zu verwenden.

Es gibt einige tolerante Sorten, ob sie allerdings dem Freizeitgärtner immer erreichbar sind, ist fraglich. Am sichersten aber geht derjenige, der seine Pflanzen auf entsprechend widerstandsfähige Unterlagen* veredelt, noch einfacher: wer veredelte Jungpflanzen erwirbt. Der sehr beträchtliche Wuchs- und Farb-Unterschied zwischen versuchsweise nebeneinander stehenden kranken, unveredelten (links im Bild) und veredelten Tomatenpflanzen im Gewächshaus eines Erwerbsgemüsebaubetriebes wird auf dem Foto deutlich.

Es muss aber nicht unbedingt immer die Korkwurzelkrankheit schuld an der schlechten Entwicklung der Tomaten sein, diese kann auch auf das Konto von Nematoden oder anderen vom Boden ausgehenden Krankheiten gehen. Der wiederholte Anbau der Gemüseart ohne ausreichenden Fruchtwechsel vermag deshalb Beeinträchtigungen von Wüchsigkeit, Fruchtgröße und Ertrag nach sich zu ziehen. Die Veredlung, auch wenn sie eine etwas später einsetzende Ernte zur Folge hat, zahlt sich in der Regel aus.

"Die höheren Erträge durch die Veredlung auf eine stark wachsende Unterlage sind nicht grundsätzlich auf Toleranzen/Resistenzen gegenüber bestimmten Bodenkrankheiten zurückzuführen, sondern auch auf die Auswirkungen der ausgeprägt intensiveren Durchwurzelung der Unterlage. So kann die positive Ertragsbeeinflussung selbst auf jungfräulichen Standorten erklärt werden" – das ist der Teilkommentar zum Ergebnis eines positiv ausgefallenen Veredlungsversuches in der Landes-Lehr- und Forschungsanstalt Neustadt-Schifferstadt.


*Die Widerstandsfähigkeit der "Unterlagen" gegen … wird in Buchstaben angegeben, z. B.
K = Korkwurzel
N = Nematoden (Älchen)
F = Fusarium u. a. m.

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Korkwurzelkrankheit, Paprika, Tomate

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