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Löffelblättriger Feldsalat

April 2002 Für die Beurteilung der Feldsalat-Sorten ist u. a. die Blattform von Bedeutung. Glatt soll sie sein! Die sogenannte Löffelblättrigkeit ist heute nicht mehr "in", ja, sie gilt sogar als negatives Qualitätsmerkmal. Deshalb wird in Katalogen verschiedentlich darauf hingewiesen, dass die Blätter der Sorte 'XY' nicht so veranlagt sind oder nur wenig Neigung zur Verformung in dieser Richtung, auch beim älteren Laub, erkennen lassen.


Die Löffelblättrigkeit beim Feldsalat ist unerwünscht, glatt soll das Laub sein.
© Titze
Die Löffelblättrigkeit beim Feldsalat ist unerwünscht, glatt soll das Laub sein.
"Vor allem bei bestimmten Sorten (Louviers-Typen) rollen sich die Blätter nach oben. Meist werden später wieder normale Blätter gebildet …" beschreibt Crüger (1991‌) das "Schadbild" in seinem Buch "Pflanzenschutz im Gemüsebau". 'Louviers' – diese Kulturvarietät wird heute in der "Beschreibenden Sortenliste" des Bundessortenamtes (BSA; 1997) nicht mehr geführt. Das schließt aber nicht aus, dass sie noch im Europäischen Sortenkatalog enthalten zu sein scheint und somit verkehrsfähig, also im Handel ist. Sie war (ist) besonders charakterisiert durch aufgewölbte, stark glänzende Blätter.

Diese Sorte lebt teilweise auch in neuen Züchtungen weiter. So ist beispielsweise die aktuelle 'Valentin' nach Katalogangaben eine glattblättrige Kreuzung aus 'Louviers' und 'Verte de Cambrai'. Sie wurde allerdings in Langfördener Versuchen (besonders unter Folie und Glas) gleichermaßen als sehr zur Löffelgestalt neigend beurteilt – ein "Louviers-Typ" eben!

Die in der o. g. BSA-Liste gleichfalls nicht mehr präsente Kulturvarietät 'Löffelblättriger' verriet ihre Blattbeschaffenheit allein schon durch den Namen. Sie hinterlässt in eventuellen "Blutmischungen" möglicherweise ebenso hier und dort die unerwünschte Veranlagung.

nach obenEinflussfaktor Temperatur

Begünstigt oder ausgelöst wird die Erscheinung auch durch zu hohe Temperaturen – um die 25 °C und darüber. Im Kleingewächshaus, im Frühbeetkasten und unter Folie sind die Pflanzen, besonders bei unzureichender Lüftung, diesbezüglich sehr gefährdet. Im Sommer ist der Anbau bei entsprechenden Wärmegraden aber auch auf Freilandbeeten in dieser Hinsicht recht problematisch.

nach obenSorten

Feldsalatröschen
© Titze
Feldsalatröschen
In der Versuchsanstalt Langförden z. B. wurde das Symptom 1995 und 1996 im Mittel mehrerer Anbausätze (Mai bis August; Freilandanbau) mit Abstufungen, aber insgesamt ziemlich stark ausgeprägt, bei den Sorten 'Valentin', 'Elan', 'Jade', 'Gala', 'Vit', 'Progres', 'Dante', und 'Verte de Cambrai' bonitiert, fast gar nicht dagegen bei 'Medaillon'; in Heidelberg trat es u. a. bei 'Kermit' und 'Dunkelgrüner Vollherziger' besonders zutage.

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Feldsalat, Löffelblättrigkeit

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Diesen Artikel kommentieren (1)

1
|
1. November 2015

Karl Saalmüller

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihr Artikel hat mir sehr gut geholfen.
Das oben abgebildete Feldsalatröschen trifft
genau die Problematik.
Herzlichen Dank!

KS

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