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Cranberry – noch nicht gekannt?

Die zierliche Blüte lässt mit ein wenig Phantasie den Kopf eines Kranichs erkennen. Aus dem amerikanischen "Crane" entstand der Name "Cranberry".
© Dierking
Die zierliche Blüte lässt mit ein wenig Phantasie den Kopf eines Kranichs erkennen. Aus dem amerikanischen "Crane" entstand der Name "Cranberry".

April 2002 Der Name klingt amerikanisch. Es ist eine der drei Obstarten, die Nordamerika für seine Ureinwohner hatte. Aber zugleich eine der wichtigsten: Die Beeren waren unter einfachsten Bedingungen sehr lange aufzubewahren, ließen sich trocknen und gut verarbeiten. Der hohe Gehalt an Vitamin C war wertvoll für die langen Winter, die die Indianer zu überstehen hatten. Den Namen erhielt diese Obstart aber erst von den Pilgrims, die in der imposanten kleinen Blüte dieser Pflanze den Kopf des Kranichs erkannten, also eigentlich Kranichbeere.


Eine gut entwickelte Pflanze, die bereits im Topf Beeren tragen kann.
© Dierking
Eine gut entwickelte Pflanze, die bereits im Topf Beeren tragen kann.
Als unscheinbare kleine Pflanze wächst sie am liebsten auf saurem lockerem Boden. Sandböden sind ideal, aber auch auf torfangereicherten Standorten gedeiht sie gut. An die Nährstoffversorgung stellt sie keine hohen Ansprüche. Wichtig ist allerdings, dass sie keine starkwachsenden Unkräuter verträgt. Cranberries lieben sonnige Flächen, aber auch als Unterpflanzung von Sträuchern, solange diese nicht zuviel Schatten werfen. Sie passen wunderbar zu Heidelbeerensträuchern, Rhododendren, Azaleen und Eriken. Sie verwandeln Uferböschungen in grüne Bänder und bedecken die Wasserränder ideal. Selbst zeitweises Untertauchen der Triebe schadet ihnen nicht.

So sieht ein mehrjähriger Strauch zur Erntezeit aus. Pro Quadratmeter werden etwa fünf Pflanzen benötigt.
© Dierking
So sieht ein mehrjähriger Strauch zur Erntezeit aus. Pro Quadratmeter werden etwa fünf Pflanzen benötigt.
Es handelt sich hier um ein Zwerggehölz der Familie der Heidegewächse, das anfänglich nur wenige Zentimeter hoch ist. Aber nach mehreren Jahren nehmen die Polster an Stärke zu. Die Jungpflanzen erhält man als Topfballen aus Torf- oder Torfersatzsubstrat. Die dünnen und beweglichen Triebe lassen sich beliebig biegen, so dass sie bedenkenlos raumsparend verschickt werden können. Auf diese Art herangezogene Pflanzen können ganzjährig in den frostfreien Boden gesetzt werden. Gegen Unkräuter kann die Fläche mit einer geeigneten Folie abgedeckt werden, deren Ränder einige Zentimeter in den Boden eingelassen werden.

Im Herbst reifen die glänzenden roten, manchmal hell bedufteten Beeren an den langen dünnen am Boden liegenden Zweigen. Größe und Farbe sind nach Sorte unterschiedlich, zwischen 10 und 20 mm. An haardünnen Stielen hängend lassen sie sich leicht pflücken. Von den etwa zwei Dutzend Sorten haben sich bei uns nur drei herauskristallisiert, die auch im Handel bzw. in den speziellen Baumschulen zu bekommen sind.

Wozu Cranberries? Können Sie sich vorstellen, Cranberry-Kompott mit etwas Stangenzimt und geriebener Zitronenschale? Oder eine Kaltschale mit Apfelstücken? Eingekocht wie Preiselbeeren zu Fleischgerichten? Vielleicht sollten Sie es einmal ausprobieren, wenn Sie auf dem Markt amerikanische Importe finden. Die Firma Wilhelm Dierking Beerenobst, Telefon: 05071/2932, http://www.dierking.de , hat mehr als ein Dutzend interessante Rezepte auf vielen Reisen und internationalen Meetings zusammengestellt und gibt diese an Interessierte ab.

Für den botanisch Interessierten: Vaccinium macrocarpon, Großfruchtige Moosbeere, Heidekrautgewächse. Heimische Verwandte sind die Moosbeere (die nach eigenen Erfahrungen genau so gut schmeckt, nur viel kleiner ist), die Preiselbeere, die Heidelbeere und die Rauschbeere. Wir sollten sicher nicht alles den Amerikanern nachmachen, aber es wird uns niemand das Recht nehmen, Gutes aus anderen Kulturen zu übernehmen.

Außerdem bieten im süddeutschen Raum die KÖLLE GARTENCENTER zur Pflanzzeit Cranberries an. In den Hagebaumärkten sind Cranberries bundesweit im Frühjahr 2002 erhältlich (im Zuge einer Aktion gemeinsam mit Heidelbeere, Preiselbeer- und Waldheidelbeerpflanzen).

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Bild 1: Kultursorten der Amerikanischen Heidelbeere werden mannshoch und lassen sich daher leicht bepflücken.
Diese Beeren mögen’s sauer!
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