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Gartengedanken: Baumpflege

Baumpflege
© Neudorff
Baumpflege

Februar 2002 Im altrömischen Kalender war der Februar der zwölfte Monat im Jahresablauf. Das Jahr wurde begonnen mit dem Frühling. Deshalb war der Februar der Monat der Besinnung und Reinigung. Februar kommt von februare = reinigen. Jetzt ist auch wieder die Zeit, um die Obstgehölze und Beerensträucher in den Hausgärten zu "reinigen".


In den Gemeinschaften der Landesverbände sind – vornehm ausgedrückt – Obstbaumschnittseminare im Beratungsangebot. Interessant ist dabei, mit welchen Schnittwerkzeugen die Gartenfreunde antreten. Der eine hat gute Erfahrungen mit Schere und Säge eines Lebensmitteldiscounters gemacht. Ein anderer erscheint mit einer professionellen Rollgriffrebschere und einer klappbaren Baumsäge.

Tipp: Werkzeug-Auswahl

  • Wählen Sie einen Scherentyp, der auf Ihren Hausgarten abgestimmt ist. Der eine hat einen großen Obstgarten, ein anderer viele Ziersträucher und Staudengewächse.
  • Es gibt Gartenfreunde, die haben große oder kleine Hände, sind Rechts- oder Linkshänder.
  • Klappbare Baumsägen für ziehenden Schnitt und mit konischem Sägeblatt sind heute den alten verstellbaren Bügelsägen vorzuziehen.

Alle diese Werkzeuge verursachen Wunden an Gehölzen und Sträuchern. Sicherlich kann man heute mit Wundverschlussmitteln und Baumwachsen oder wie früher mit Ölfarbresten der Natur helfen, die Wundbehandlung ist damit aber nicht erklärt.

nach obenWundbehandlung

Auftragen eines Wundverschlussmittels.
© Neudorff
Auftragen eines Wundverschlussmittels.
Verschlossene Wunde mit beginnender Überwallung.
© Neudorff
Verschlossene Wunde mit beginnender Überwallung.
Jeder Baum ist bestrebt, seine Wunden zu schließen. Der Heilungsprozess geht um so schneller, je kleiner und glatter die Wundfläche und je weniger die Wundränder beschädigt oder gerissen sind. Eine Wunde verheilt vom rechten und linken Außenrand sowie vom unteren Wundrand zur Mitte gleichstark. Die Heilung vom oberen Wundrand her ist besonders bei großen Wundflächen schwächer. Begünstigt wird der Heilungsprozess, in dem die obere Astansatzstelle kurz, d. h. schräg durch den Astring, abgesägt wird. Der untere Teil des Astringes sollte stehen bleiben.

Die Sägewunden ab zwei Zentimeter Durchmesser sollten zur schnelleren Verheilung vom Rand her bis leicht ins Splintholz mit einer scharfen Messerhippe glattgeschnitten werden, ohne die Kanten der Wunde zu brechen.

Wunden an Gehölzen, die nicht auf Schnitt- und Sägeeingriffe zurückzuführen sind, wie z. B. Krebswunden, Wildfraßwunden, gebrochene Äste und Zweige durch Schneedruck oder Frostrisse müssen ebenfalls jetzt behandelt werden. Günstige Heilerfolge erzielt man dabei mit Baumwachs.

Abschließend möchte ich noch auf viele Gartenfreunde hinweisen, die ihre Schnitt- und Pflegemaßnahmen über den Mondkalender steuern.

Ihr Bundesgartenfachberater
Axel Ackermann

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