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Laub – Schrittmacher des Fruchtwachstums

Januar 2002 Nach dem fortwährend wiederholten Rauf und Runter von DAX, NEMAX, DOW JONES und … im abendlichen Fernsehen sowie in der Presse ist für den Freizeit-Gemüsebauer "die Zeit gekommen", sich auch einmal andere Wellenbewegungen anzuschauen.


Die Formel ist einfach: Zu wenig Blattmasse (Assimilationsfläche)  = zu wenig Fruchternte.
Die Formel ist einfach: Zu wenig Blattmasse (Assimilationsfläche) = zu wenig Fruchternte.
So zeigt hier z. B. eine niederländische Untersuchung an Gewächshaus-Tomaten deutlich den Zusammenhang zwischen dem Wachstum des Laubes (Assimilationsfläche) und der Entwicklung der Früchte. Maßstab ist in beiden Fällen die Zunahme der Trockensubstanz* je Tag und Pflanze als objektive Größe (Groenten en Fruit 18/1992). Im Freiland dürfte dieses Abhängigkeitsverhältnis grundsätzlich nicht viel anders aussehen. Es macht offenkundig: Erst die Assimilationsfläche, dann mit zeitlichem Verzug – aber weitgehend parallel und etwa 1,2- bis 4-fach so stark – der Anstieg des Fruchtwachstums. Das Auf und Ab der Kurven resultiert aus der unterschiedlichen Lichtintensität und damit aus der ungleichmäßigen Fotosyntheseleistung (Fotosynthese = Ausnutzung von Licht durch die grüne Pflanze für die Umwandlung des Kohlendioxids der Luft in Kohlenhydrate = Substanzproduktion).

Tomatenpflanzen
© Titze
Tomatenpflanzen
Bedarf es eines noch deutlicheren Beweises für die Notwendigkeit einer großen Laubfläche und der möglichst langen, gesunden Blatterhaltung bei Tomatenpflanzen? Andere Fruchtgemüsearten (Gurken, Paprika, Auberginen, Zucchini u. a.) werden vermutlich kaum mit prinzipiellen Unterschieden reagieren. Infolgedessen benötigen sie ebenfalls über einen ausgedehnten Zeitraum genügend intakte Blattfläche – wie alle anderen Gemüsepflanzen auch!


* Trockensubstanz: die beim Trocknen organischer Substanz (hier Blätter und Früchte) bei 105 °C zurückbleibende wasserfreie Substanzmenge

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