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Gartengedanken: Schalenobst

Nüsse
© Böker
Nüsse

Dezember 2001 Edelkastanie (Esskastanie, Maronen), Haselnuss, Mandel und Walnuss sind jetzt im Weihnachtsmonat Dezember beliebte Zutaten für Speisen und Leckereien. Manch ein Nussknacker aus dem Erzgebirge kommt in diesen Tagen in die häusliche Umgebung, um Haselnüsse und Walnüsse aufzubrechen. Übrigens soll die Nussknackerfigur aus dem 17. Jahrhundert stammen. Die Obrigkeit führte damals ein strenges Regiment, unter dem die arme Bevölkerung litt. Ein sächsischer Drechsler erlaubte sich mit der Figur des Nussknackers eine kleine Revanche gegenüber Königen, Wachmännern und Husaren. Wenn schon nicht die echten, lebendigen, so mussten sich doch wenigstens die hölzernen Vertreter der Obrigkeit mit den Problemen des Volkes auseinandersetzen.


Während Edelkastanie und Mandel in Weinanbaugebieten teilweise in größeren Beständen vorkommen, ist die Haselnuss, aber auch die Walnuss in allen Haus- und Kleingärten vertreten.

nach obenHaselnuss

Der Haselstrauch ist ein Flachwurzler, liebt dennoch einen tiefgründigen, humusreichen und feuchten Boden. Die Frosthärte des Holzes ist bekannt.

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Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!
Alle Sorten sind selbstunfruchtbar und daher auf Fremdbefruchtung angewiesen. Die Pollenübertragung erfolgt durch Wind oder Insekten. Wildformen sind die Waldhaselnuss (Corylus avellana) und die Türkische Baumhasel (Corylus colurna). Die angebotenen Kulturformen stammen aus Kreuzungen mit der Bezeichnung Zellerhybride oder Lambertshybride.

Sorten

  • 'Halle’sche Riesen' (Zellerhybride)
  • 'Nottinghams Fruchtbare' (Lambertshybride)
  • 'Römische Zellernuss' (Zellerhybride)
  • 'Rotblättrige Lambertsnuss' (Lambertshybride)

nach obenWalnuss

Sind die Wildformen der Haselnuss in ganz Europa, Kleinasien und den USA verbreitet, manche Pflanzenbestände bis ins Hochgebirge, so ist die Herkunft der Walnuss nur in warmen Gebieten der Erde nachweisbar. In Europa sind Frankreich und Italien Hauptanbaugebiete. Konkurrenz kommt aus den USA mit den Staaten Kalifornien, Oregon und Washington.

In unseren Hausgärten sollten keine Sämlingsnussbäume gepflanzt werden. Zum einen sind sie oft minderwertige Fruchtträger, zum anderen sind die Sämlingsunterlagen von Walnüssen, die ECHTE Walnuss (Juglans regia) mit einem Kronendurchmesser bis 30 m und die Schwarznuss (Juglans nigra) mit einer kleinere Krone bis 20 m zu großwüchsig für den Hausgarten.

Bäume aus Spezial-Anzuchtbetrieben für Walnussveredelungen sind empfehlenswert!

nach obenSchädlinge, Tiere und Krankheiten

Junge Haselmaus
© Geiger (aid)
Junge Haselmaus

Haselnussbohrer

Früchte haben kleine, runde Löcher, im Inneren sitzt eine kleine Larve, die den Kern frisst.

Wühlmäuse

Die Walnusswurzeln werden nicht gefressen.

Eichhörnchen und Haselmäuse

Sammler von Früchten

Walnussblattsterben

Auch als Marssonia bezeichnet, tritt meist in nassen Sommern auf. Blätter und Früchte haben dunkelbraune, unregelmäßige Flecken.

Meine Gartengedanken werden hoffentlich die Qualität der Nussplätzchen und Walnusstorten zur Weihnachtszeit nicht beeinträchtigen. Möge Ihnen alles so gelingen, wie das Bilderbuchwetter im Spätsommer und Herbst war, nämlich wunderbar.

Jetzt fehlt zu den Nussleckereien noch ein richtiger Winter mit folgender Bauernregel:

Herrscht im Advent recht strenge Kält’,
sie volle achtzehn Wochen hält.


In dieser Hoffnung wünsche ich Ihnen gesegnete Weihnachten 2001

Ihr Bundesgartenfachberater
Axel Ackermann

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Bild 1: Haselnuss
Harte Schale, feiner Kern
Treue Begleiter in der dunklen Jahreszeit sind die leuchtenden Laternen der Lampionstaude (Physalis alkekengi var. franchetii).
Grüne Tipps im Dezember
Eierlikör-Brownies
Zu Gast beim Osterhasen

Schlagworte dieser Seite:

Gartengedanken, Haselnuss, Schalenobst, Walnuss

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