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Zwetschgenernte über drei Monate

Ein fruchtbehangener Ast der Sorte 'Cacaks Beste'.
© von Soosten
Ein fruchtbehangener Ast der Sorte 'Cacaks Beste'.

Dezember 2001 In den vergangenen Jahren sind neue Zwetschgensorten erschienen, von denen nun Erfahrungen vorliegen. Durch die jetzt entstehende Vielfalt stellt sich die Frage, welche nun zu pflanzen seien. Hierbei spielt die Reifezeit ein wichtige Rolle. Die folgende Aufzählung zeigt ein Sortiment, das sowohl ältere als auch neuere Sorte enthält.


  • 'Herman': Die aus Schweden stammende Sorte hat sich in den letzten Jahren als eine ganz frühe Sorte durchsetzen können. Bei mittlerem Wuchs baut der Baum eine lockere Krone auf. Die gutgefärbten Früchte erreichen mittlere Größe.

Früchte der Sorte 'Sanctus Hubertus' in 500 g-Schale.
© von Soosten
Früchte der Sorte 'Sanctus Hubertus' in 500 g-Schale.
  • 'Sanctus Hubertus', in Belgien gezüchtet und erst seit etwa 20 Jahren in Deutschland verbreitet. Das anfänglich starke Wachstum wird durch den früh einsetzenden Behang gebremst. Der Behang kann sehr üppig sein, und die Folge in nassen Jahren ist dann oft Moniliabefall. Korrekter Schnitt und Ausdünnung sind notwendig.

    Fruchtgröße und Geschmack sind bei normalem Behang sehr gut.

  • 'Opal', in Schweden entstanden, ist eine runde Frucht rötlich-violetter Farbe. Sie eignet sich für den Frischverzehr und für Kompott. Ausgewogenes Zucker-Säure-Aroma-Verhältnis. Der Baum wächst sperrig, ist ertragreich und neigt zur Alternanz.

  • 'Cacaks Schöne' wurde 1961 in Jugoslawien gezüchtet. Die wunderbar blaugefärbten und bedufteten großen Früchte sind erst zwei Wochen nach der optischen Reife zu pflücken. Das führt immer wieder zu enttäuschten Gesichtern, weil sie zu früh gepflückt werden. Der Baum bildet eine lockere Krone und beginnt recht früh mit dem Ertrag.

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  • 'Hanita' gehört zu den neueren deutschen Sorten. Der Baum wächst anfänglich stark und aufrecht und sollte deswegen frühzeitig gebunden werden. Die Früchte sind mittelgroß mit tiefgelbem Fruchtfleisch und beinhalten ein intensives Aroma.

  • 'Schönberger', eine wenig bekannte Sorte mit guten Wuchseigenschaften und erstaunlichem Ertrag. Die recht großen Früchte sind dunkelblau und hell beduftet. Sehr gut in der Küche geeignet.

  • 'Cacaks Fruchtbare', ebenfalls aus Jugoslawien stammend. Eine überreich tragende Sorte, die deswegen durch ständigen Schnitt zum Wachsen angereizt werden muss. Die Fruchtfarbe reicht bis ins Blauviolett hinein. Bei starkem Behang lassen Geschmack und Ausfärbung nach.

  • 'Ortenauer', auch 'Borsumer' genannt. Seit vielen Jahrzehnten eine deutsche Standardsorte der späteren Reifezeit. Die nur mittelgroße Frucht ist blau, bei starkem Behang nur violett, leicht geduftet und im Fruchtfleisch grünlichgelb. Eine der ertragreichsten Sorten. Der Baum wächst nur mittelstark, leicht überhängend und sollte durch Schnittmaßnahmen zum Neutrieb angereizt werden. Wegen der hervorragenden Verwertungseigenschaften eine wertvolle Sorte.

  • 'Hauszwetschge', eine der ältesten in Deutschland angebauten Sorten. Aus ihr ist eine Reihe wertvoller Selektionen entstanden, deren Wert über der Muttersorte liegt. Der Wert dieser Standardsorte bleibt unangetastet. Doch hat sie Nachteile, die nicht übersehen werden sollten. Die Anfälligkeit für die gefürchtete Scharkakrankheit ist sehr hoch und die Größe der Früchte fällt im Vergleich mit neueren Sorten ab. Das anfangs steile Wachstum und der spät einsetzende Ertrag passt nicht in den Liebhaberanbau.

  • 'Top': Diese in Geisenheim gezüchtete Zwetschgensorte ist die späteste der zur Zeit angebauten Sorten. Sie reift einige Tage nach der Hauszwetschge. Im Gegensatz zu ihr beginnt sie sehr früh mit dem Ertrag. Dadurch lässt das Anfangswachstum rasch nach. Die Früchte sind nur mittelgroß, fest und sehr schwer. Sie eignen sich für alle Formen der Verwendung. Die gelbfleischige Frucht hat ein sehr gutes Aroma und hohe Zuckerwerte. Sie könnte wegen des früh einsetzenden Ertrags eine Alternative zur Hauszwetschge werden.

Diese Aufstellung soll zeigen, dass durch die neuen Sorten eine kontinuierliche Folge reifender Zwetschgen gegeben ist. Die Lücken zwischen den Frühsorten und dem Hauptsortiment sind kleiner geworden oder gar verschwunden. Beobachtet wird das Abweichen der Reifezeit im Zusammenhang mit der Witterung. So wurde die 'Top' im Jahr 2001 mit der 'Borsumer' gepflückt.

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Diesen Artikel kommentieren (2)

1
|
7. August 2010

Zwetschgi

Ich habe die Zwetschgen sogar schon eingemacht!
Aber der beste Tipp: Frisch essen spart Arbeit!
Lg, Zwetschgi

2
|
23. August 2010

Pflaumi

Pflaumen sind bei weitem besser!
Lg, Pflaumi

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