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Windschutzpflanzungen für Kernobst

Hohe Windhecken aus Fichten und Tannen
© Wilhelm
Hohe Windhecken aus Fichten und Tannen

November 2001 Der Anbau von Äpfeln und Birnen ist in starken Windlagen problematisch. Nicht nur deshalb, weil Früchte vorzeitig abgeworfen werden, sondern auch Schäden an Trieben und Knospen entstehen. Das beeinträchtigt die Blütenbildung genauso wie den Bienenflug. Die größten Verluste entstehen sowohl bei Fruchtansatz als auch beim vorzeitigen Abwerfen noch unreifer Früchte.


Durch Windschutzhecken, vor allem an der Hauptwindseite, meist in Norden und Osten des Grundstücks, erhält der Gartenbesitzer ein gutes Mittel zur Ausschaltung stärkerer Windschäden und damit gleichzeitig zur Ertragssteigerung. Allgemein beträgt die Schutzwirkung einer Hecke in ebenem Gelände bis zum 15-fachen der Heckenhöhe, d. h. eine 4 m hohe Hecke bietet bis 60 m weit ausreichend Windschutz. In völlig offenen Windlagen darf allerdings nur eine Schutzwirkung erwartet werden, die der zehn- bis fünffachen Höhe der Schutzpflanzung entspricht.

nach obenGeeignete Windschutzpflanzen

Da Windschutzpflanzungen den Boden stark ausbeuten, ist es zweckmäßig und wirtschaftlich, an erster Stelle Obstbäume für den Windschutz zu verwenden. Geeignet sind Sauerkirschen auf leichteren Böden und Hauszwetschen auf feuchten, schwereren Böden. Gepflanzt wird mit 4 m Abstand, abwechselnd als Niederstamm und als Hochstamm. Auf mittelschweren Böden lassen sich beide Obstarten verwenden. Jede wird für sich gepflanzt, um die Befruchtungsverhältnisse zu verbessern. Kirschbäume kommen mit weniger Wasser aus als Pflaumenbäume.

Andere Windschutzgehölze sind Robinie, Kirschpflaume, Vogelbeere, Hainbuche, aber auch Fichte, Tanne und Kiefer. Für sehr hohe Pflanzungen kommen frühaustreibende Pappeln in Betracht, besonders Populus × berolinensis. Allerdings zehren sie den Boden sehr stark aus. Sinnvoll ist es, Windschutzhecken schon einige Jahre vor der Obstbaumpflanzung anzulegen.

Zu beachten ist auch das Nachbarrecht; denn zu starke Beschattung seines Gartens braucht der Nachbar nicht hinzunehmen. Man muss dann von der Grenze größeren Abstand halten. Fragen Sie den Gartenfachberater Ihres Landesverbandes. Der November lässt sich als Pflanzzeit noch gut nutzen.

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Apfel, Birne, Kernobst, Windschutzhecke, Windschutzpflanzungen
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