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Gartengedanken: Blatt und Laub

November 2001 War der Oktober in alten Zeiten als Monat der vergilbenden Blätter (Gilbhard) beschrieben, so ist der November der Monat des Nebels und des Windes. Blätter und Wind passen jetzt gut zusammen.


© Ackermann
Berge von Blattmassen sammeln eifrige Hobbygärtner mit dem Laubsauger und entfernen es aus dem Gartenkreislauf. Andere ärgern sich über die Blätter der Nachbargrundstücke und suchen im Nachbarrecht ihres jeweiligen Bundeslandes Recht und Schutz, oder auch im Bürgerlichen Gesetzbuch Artikel 906 "Einwirkungen vom Nachbargrundstück”. Dies sind alles die berühmten Ausnahmen.

Die Hobbygärtner und Gartenfachberater beschäftigen sich mit dem Blatt als meist flächenhaft ausgebildetes Grundorgan der höheren Pflanzen viel intensiver. Der Name "Blatt” gibt vielen Dingen im Garten ihren Namen, so zum Beispiel Blattanalyse, Blattbräune, Blattdornen, Blattdürre, Blattfall (Laubfall), Blattgemüse, Blattgrün, Blattknospen, Blattläuse, Blattnerv, Blattranke, Blattstecklinge, Blattstiel, Blattwanzen und Blattwespen. Beschäftigen wir uns nun einmal mit den Blättern und nennen es Laub.

nach obenLaubfärbung

Die Blätter zeigen die verschiedensten grünen Farbtönungen. Interessant sind die Formen, die vom Austrieb bis zum Herbst gleich stark gefärbt sind. Gelblaubige Gehölze sind zum Teil beim Austrieb sehr empfindlich gegen Sonnenbrand. Silbrige Färbungen werden durch Behaarung hervorgerufen.

nach obenLaubfall

Hier kann folgende Unterscheidung getroffen werden.
  • Herbstlaub leitet den Ruhezustand der Gehölze ein.
  • Sommerlaub erscheint, wenn während des Sommers die Laubblätter aus dem Inneren der Laubkrone abgeworfen werden. Sie erhalten zu wenig Licht, die Assimilation erfolgt nicht.
  • Hitzelaub entsteht bei sehr starker Besonnung durch Trockenheit und Hitze. Die äußeren Blätter sterben ab.
  • Frostlaub ist das zerstörte ausgebildete Laubblatt durch Spät- oder Frühfrost.

© Ackermann

nach obenLaubkompost

Tipps zur Herstellung

Wohin mit dem wertvollen Laub im Herbst? Diese Frage stellen sich viele Hobbygärtner und Familienheimbesitzer mit Garten.

Im Wald bleiben Fallaub und Nadeln unter Bäumen und Sträuchern liegen und bilden eine wertvolle Humusschicht. Auch im Hausgarten sollten die welken Blätter liegen bleiben oder oberflächig eingearbeitet werden.

Nur die Zierrasenfläche sollte laubfrei gehalten werden, um Pilzerkrankungen der Ziergräser zu vermeiden und die Blattgrünbildung zu erhalten.

Tipps

  • Die Laubschicht führt dem Gartenboden organische Masse und Nährstoffe zu, fördert das Bodenleben, schützt vor Bodenerosion und bietet vielen Tieren einen optimalen Winterschutz.
  • Fällt seht viel Laub an, hat man die Möglichkeit, Laubkompost herzustellen. Unterschiedliche Laubarten, die im Hausgarten anfallen, werden gemischt.
  • Leicht verrottbare Laubarten:
    Ahorn, Birke, Buche, Erle, Esche, Hartriegel, Haselnuss, Kletterpflanzenlaub, Linde, Obstlaub, Ulme, Weide.
  • Schwer verrottbare Laubarten mit hohem Gerbstoffanteil:
    Eiche, Kastanie, Pappel, Platane, Walnuss.
  • Angetrocknetes Falllaub sollte mit Komposterde und gehäckseltem Reisig vermischt werden. Die Rotte verläuft gut, wenn stickstoffhaltiges Material wie Kleintierstreu, Pferdemist, Hornspäne und Hornmehl mit untergemischt wird.
  • Der aufgesetzte Laubkompost als Kompostmiete wird mit Gartenerde abgedeckt. Die erste Umsetzung erfolgt im Frühjahr unter Verwendung eines Wurfsiebes, um überwinternde Schadinsekten (z. B. Engerlinge) zu entdecken.
  • Je nach Reifeprozess ist ein erster Einsatz im Herbst bei Neu- und Umpflanzung von Bäumen und Sträuchern möglich.

© Ackermann

nach obenLaubpackung

Das Packen von Frühbeetkästchen ist heute fast Nostalgie. Früher war es üblich, den Frühbeetkasten auszuheben und mit Pferdemist und Laub zu packen. Dies hatte den Vorteil, dass der Abbau verlangsamt wurde; die Wärmewirkung war gegenüber der reinen Mistpackung wesentlich länger.

nach obenLaubhaufen

In großen wie in kleinen Hausgärten sollte immer ein Laubhaufen aufgebaut werden. Die vielseitige Tierwelt im Garten nimmt es dankbar an.

Ich hoffe, dass meine Gartengedanken den Ärger über den Laubabfall gestoppt und das Interesse an der Verwendung von Laub im Garten geweckt hat.

Ihr Bundesgartenfachberater
Axel Ackermann

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Blatt, Gartengedanken, Laub, Laubfall, Laubfärbung, Laubhaufen, Laubkompost, Laubpackung

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