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Süßkirschen im Garten interessant

Oktober 2001 Die Früchte entfalten ihr volles Aroma wenn sie am Baum ausreifen und schmecken frisch gepflückt besonders köstlich. Studiert man auf den Märkten die Verkaufspreise für Süßkirschen, stellt man fest, dass sie sich in enorme Höhen entwickelt haben. Die Ursachen sind nicht zuletzt bei den schwierigen pflanzenschutzlichen Problemen dieser Obstart zu suchen.


Der beste Vogelschutz ist bei Süßkirschen das Übernetzen der Bäume.
© Wirth
Der beste Vogelschutz ist bei Süßkirschen das Übernetzen der Bäume.
Hinsichtlich der Anbauform gibt es die bekannten zwei Möglichkeiten: Entweder man entscheidet sich für großkronige langlebige Bäume oder tendiert zu kleinen spindelartigen Gehölzen mit kurzer Anlaufzeit, aber stark eingeschränkter Lebenserwartung.

Gegenüber früher fallen heute die Gartenflächen begrenzter aus, so dass der Vorzug wohl den kleinbleibenden Baumformen gegeben wird, zumal sie große Vorteile in der Anbautechnik bieten, wie Vogelschutz, Abwehrmöglichkeiten vom Regen, um das Platzen von Kirschen zur Reifezeit zu verhindern sowie Durchführung von Schnitt- und Pflanzenschutzmaßnahmen vom Boden aus.

nach obenGroße Baumform

Süßkirschen als Hoch-oder Halbstamm auf starkwüchsiger Unterlage sind für den kleinen Gartenraum nicht geeignet.
© May
Süßkirschen als Hoch-oder Halbstamm auf starkwüchsiger Unterlage sind für den kleinen Gartenraum nicht geeignet.
Große Baumformen, wie Hoch- und Halbstämme, sind auf starkwüchsigen Unterlagen (Vogelkirsche u. a.) veredelt und benötigen viel Platz (Pflanzabstand etwa 8 × 6 m). Erst nach sechs bis zehn Jahren Standzeit ist mit nennenswerten Erträgen zu rechnen, die Ernte ist größtenteils nur mit Hilfe einer Leiter durchzuführen. Schutzmaßnahmen gegen Vogelfraß, Kirschplatzen, Hagel usw. sind kaum oder gar nicht zu verwirklichen. Hinzu kommt die schwierige Befruchtungsbiologie bei Süßkirschen. Sehr viele Sorten sind untereinander steril (selbstunfruchtbar). Man muss nach geeigneten Pollenspendern Ausschau halten, was z. B. bei kleineren Bäumen auf der Unterlage Gisela 5 (Pflanzabstand 4,50 × 3,00 m) leichter zu bewältigen ist. Auch in Weihenstephan und in Belgien wurden schwächer wachsende Unterlagen gezüchtet.

nach obenKleine Baumform

Süßkirschenspindel auf der Unterlage Gisela 5.
© Wirth
Süßkirschenspindel auf der Unterlage Gisela 5.
Die Weihenstephaner Unterlagen "Weiroot 10, 13, 53 und 158", letztere sehr schwachwachsend, kommen besonders für wärmere Lagen in Betracht. Die belgischen Selektionen Damil, Camil und Jumil reduzieren ebenfalls in unterschiedlichem Maße das Wachstum der Süßkirschenbäume. Welche Unterlage für den betreffenden Standort geeignet ist, klärt man am besten durch ein Gespräch mit dem zuständigen Fachberater, der auch Empfehlungen für den optimalen Pflanzabstand geben kann.

Hat man sich erst einmal für die kleinen Baumformen entschieden, wird man ihre Vorteile nicht mehr missen wollen. Vogelfraß und Fruchtplatzen lassen sich mit vertretbaren Maßnahmen ausschalten und auch die Ernte ist gegenüber Hochstämmen ein "Kinderspiel".

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