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Gartengedanken: Hecken

September 2001 Am 23. September ist der kalendarische Herbstanfang. "Herbstzeit ist Pflanzzeit” steht auf Plakaten, die in Baumärkten, Gartencentern und Baumschulen aushängen.


Auffallend sind jetzt wieder die Sonderangebote für immergrüne Heckenpflanzen, so genannten Koniferen wie Lebensbäume (Thuja), Scheinzypressen (Chamaecyparis) oder Wacholder (Juniperus).

Wegen ihres geringen Platzbedarfs werden diese Koniferen gerne von jungen Gartenbesitzern gekauft und oft als Grenzbepflanzung zum Nachbarn gestalterisch genutzt.

nach obenDennoch müssen u. a. einige Punkte beachtet werden

  • Koniferen sollten bereits im August/September gepflanzt werden um eine gute Einwurzelung vor der Frostperiode zu ermöglichen. Nur so können sie die Verdunstungsverluste ausgleichen und sind vor Vertrocknungserscheinungen im Winter geschützt.
  • Bei der Bodenvorbereitung sollte mit Komposterde und Rindenhumus gearbeitet werden. Stark verwurzelte sogenannte verfilzte Wurzelballen müssen aufgerissen und mit einer scharfen Schere zurückgeschnitten werden. So werden neue Wurzelhaarzonen gefördert.
  • Verdichtete Böden, wie sie gerade in Neubaugebieten sehr häufig auftreten, müssen tiefgründig aufgelockert werden. Teilweise muss unbedingt eine Dränageschicht mit Kies, Split o. ä. eingebracht werden.
  • Im Spätsommer treten oft verbräunte Triebspitzen auf. Abgestorbene Triebteile sind scharf vom gesunden Trieb abgegrenzt.

    Bei näherer Betrachtung lassen sich Miniergänge in den Trieben erkennen. Schädlinge sind die Thuja-Miniermotte und die Wacholder-Miniermotte. Vögel wie z. B. der Zaunkönig vertilgen die Raupen, die Motten fallen verschiedenen Spinnenarten zum Opfer.

Nun sind solche immergrünen Hecken sicherlich eine Bereicherung für den Garten. Gestalterisch sind sie allerdings nur als Grenz-, Sicht- und Windschutz geeignet. Kritiker sprechen von einer sogenannten "Bau- und Gartenmarktgestaltung”.

nach obenBei der Planung einer Hecke sind u. a. einige Punkte zu beachten

  • Größe der Gartenfläche
  • Angaben über Höhen und Arten im Bebauungsplan
  • Abgrenzung zur freien Landschaft

Nun, wenn man gedanklich in die Heckengestaltung der 50er und 60er Jahre zurückblickt, war dies alles ganz einfach. Liguster, Hainbuche und die berüchtigte Berberitze standen zur Auswahl.

nach obenÜbrigens

Die Berberitze, als stachelige Heckenpflanze von Gartenbesitzern geliebt und gehasst, hat z. T. einen sehr reichen Fruchtbehang. Bei einem Beratungsgespräch in meinem DSB-Landesverband Baden-Württemberg sagte mir eine Mitgliedsfamilie, dass im Iran die Früchte getrocknet in Beuteln verkauft und zu Reisspeisen verwendet werden.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Pflücken!

Ihr Bundesgartenfachberater
Axel Ackermann

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