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Schädlich aber genießbar

Schwefelporling
© Neumann
Schwefelporling

September 2001 Manche Schaderreger signalisieren ihr Treiben erst dann, wenn sie ihren "Wirt" geschädigt haben. So z. B. der Schwefelporling. Dieser vorwiegend Kernholz der Laubgehölze zerstörende Pilz ist zwischen Mai und Oktober kaum zu übersehen. Dafür sorgt sein großer Fruchtkörper am Baumstamm oder Ast.


Dieser Schmarotzer befällt u. a. Apfel, Birne, Kirsche (Foto), Pflaume und Walnuss. Seine konsolenförmig wachsenden Fruchtkörper erscheinen in Schwefelgelb.

Lange Zeit vor Ausbilden des Fruchtkörpers durchwuchert und zerstört sein Myzel (Fadengeflecht der Pilze) das Kernholz. Diesen Prozess führt die Rotfäule weiter. Das Holz vermodert und zerfällt. So geschädigte Bäume brechen zu gegebener Zeit bei starkem Wind oder reichem Fruchtbehang an der Befallsstelle.

Erfahrene Siedlerfreunde beugen dem Auftreten dieses Schmarotzers an den Bäumen vor. Sie vermeiden Rindenverletzungen und treiben gewissenhaft Wundpflege.

Ganz junge Fruchtkörper des Schwefelporling gelten als genießbar. In dünne Scheiben geschnitten, kurz abgebrüht und gebraten, sind selbige schmackhaft. Manche Freunde von Pilzgerichten mögen auch Bratklopse, die sie aus im Salzwasser gekochter, abgetropfter, feingewiegter Pilzmasse bereiten.

Siegfried Neumann
Gartenfachberater des Landesverbandes Sachsen

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