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Schrotschusskrankheit kurzhalten!

Juli 2001 Diese gefährliche Pilzkrankheit tritt vorwiegend an Kirschen und Pflaumen, aber auch an anderen Steinobstarten auf. Das Schadbild präsentiert sich im Frühjahr mit roten Flecken auf den Blättern. Das abgestorbene Fleckengewebe fällt später heraus, so dass aufgrund der vielen Löcher im Laub der Eindruck entsteht, als habe jemand mit einer Schrotflinte einen Schuss in den betreffenden Baum abgegeben.


nach obenSchadbild

Die rötlich-braunen Flecken der Schrotschusskrankheit. Nachdem das abgestorbene Gewebe herausgefallen ist zeigt das Blatt eine schrotschussähnliche Durchlöcherung.
Die rötlich-braunen Flecken der Schrotschusskrankheit. Nachdem das abgestorbene Gewebe herausgefallen ist zeigt das Blatt eine schrotschussähnliche Durchlöcherung.
Durch starken Befall kann die Blattfläche erheblich verringert werden.
Durch starken Befall kann die Blattfläche erheblich verringert werden.
Neben diesen Schäden kann man an Jungtrieben langgestreckte braune rot umränderte Streifen festellen. Auf den Früchten von Kirschen und Pfirsichen zeigen sich ebenso rot umrandete eingesunkene Flecken. Später verkrüppelt das Obst und vertrocknet. Häufig wird an befallenen Trieben auch Gummifluss beobachtet. Im Hochsommer zeigt sich die obere Kronenpartie bis auf wenige Blätter vollständig entlaubt.

Die geschilderten Schäden treten vornehmlich in Gebieten mit starken Frühjahrsniederschlägen auf. Die Folge ist ein fast völliger Ernteverlust. Auch der Blütenansatz für das Folgejahr ist erheblich eingeschränkt. Ein mehrjähriger Befall darf nicht geduldet werden, er würde die Bäume erheblich schwächen.

nach obenErreger

Der Pilz überwintert sowohl an verbliebenen Früchten im Baum als auch in Zweigwunden. Hier entsteht ein Mycel (Pilzgeflecht), auf dem sich Sporen bilden, die nicht durch den Wind, sondern mit Hilfe des Regens die Krankheit weiterverbreiten so dass ein Befall in Richtung der unteren Kronenpartien erfolgt. Der Pilz besitzt nur eine Sporenform. Am stärksten gefährdet sind Bäume in Gebieten mit kräftiger Nebelbildung (Mittelgebirge). Die einzelnen Steinobstarten sind recht unterschiedlich für die Krankheit empfänglich. Vollständig widerstandsfähige Sorten sind bisher nicht bekannt.

nach obenBekämpfung

Stark heimgesuchte Bäume müssen kräftig ausgelichtet und zurückgeschnitten werden. Wurde eine Erkrankung im Vorjahr festgestellt, kann eine Kupferoxydchloridspritzung nach Gebrauchsanweisung, kurz vor Knospenaufbruch helfen. Bei starkem Befall sind im Zuge der weiteren Blattentwicklung nach der Blüte einige Behandlungen mit Polyram WG in Pflaumen- und Zwetschen- sowie Delan SC 750 in Kirschkulturen ratsam.

Wer bereits gegen andere Erkrankungen, wie Monilia oder Sprühfleckenkrankheit, in seinen Steinabstbäumen vorgehen muss, sollte berücksichtigen, dass diese Spritzungen auch gegen Schrotschuss wirksam sind.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Schrotschusskrankheit zwar gefährliche wirtschaftliche Schäden verursachen kann, aber bei sorgfältiger Einhaltung der angeführten Bekämpfungsmethoden sicherlich in den Griff zu bekommen ist.

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Schlagworte dieser Seite:

Kirsche, Pflaume, Schrotschusskrankheit

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