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Baumpfähle und -bänder stets überprüfen

Juli 2001 Die im Garten angesiedelten Obstbäume sind in der Regel auf unterschiedlichen Unterlagen veredelt. Große Baumformen, wie Viertel-, Halb- und Hochstämme, sind auf starkwüchsigen Unterlagen angezogen und einige Jahre nach der Pflanzung standfest. Um so mehr muss die Aufmerksamkeit den kleinbleibenden Baumformen zugewandt werden.


Sie stehen fast ausnahmslos auf schwachen Unterlagen (Apfel M9, M26), die sehr brüchige Wurzeln besitzen. Solche Bäume benötigen während ihrer gesamten Standzeit einen Pfahl. Damit er eine möglichst lange Lebensdauer erreicht, sollte er vollimprägniert sein, d. h. das Imprägnierungsmittel muss bis in die Mitte des Holzes eindringen (Vakuum-Kesseldruckverfahren). Es ist keineswegs egal, aus welchem Holz ein Pfahl besteht, Kiefernholz ist am besten geeignet.

Im Garten dürften vorwiegend Schlanke Spindeln angepflanzt werden. Sie benötigen jeweils einen 2,50 m langen Pfahl mit einer Zopfstärke von 7 cm (oberer Durchmesser), der mindestens 2 m aus dem Boden ragen soll und 50 cm tief eingegraben wird, damit er gut verankert ist.

Dennoch ist die Lebenserwartung solcher Pfähle nicht unbegrenzt. Die empfindlichste Bruchstelle liegt direkt unter der oberen Bodenfläche. Deshalb ist es ratsam, von Zeit zu Zeit die Standfestigkeit durch sanftes Hin- und Herbewegen zu überprüfen. Gut imprägnierte Pfähle halten 15 bis 20 Jahre.

Kleinbleibende, auf schwach wachsenden Unterlagen veredelte Bäume müssen an die bis in 2 m Höhe ragenden Baumpfähle mehrere Male befestigt werden.
Kleinbleibende, auf schwach wachsenden Unterlagen veredelte Bäume müssen an die bis in 2 m Höhe ragenden Baumpfähle mehrere Male befestigt werden.
Ein guter Halt des Baumes steht und fällt mit einer sorgfältigen Auswahl der Baumbänder. Bewährt hat sich die im Handel erhältliche Schlauchfolie. Je größer die Krone, um so mehr Angriffsfläche bietet sie, vor allem im belaubten Zustand des Baumes mit vollem Fruchtbehang.

Die Bänder müssen nach der Pflanzung der Bäume exakt in Form einer losen Acht, möglichst in Astwinkeln, angelegt werden, damit sich die Obstgehölze nicht aufhängen können, weil der Boden erfahrungsgemäß um etwa 10 % nachsackt. Ausgewachsene etwa 2,50 m hohe Spindeln müssen mindestens zweimal, besser dreimal in Abständen von 50 bis 60 cm an den Pfählen angebunden werden.

Ein exaktes Baumband schließt ein Einwachsen in die Rinde fast aus.
© Wirth
Ein exaktes Baumband schließt ein Einwachsen in die Rinde fast aus.
Während der Vegetation ist darauf zu achten, dass die Baumbänder nicht in die Rinde einwachsen, anderenfalls sind Rindenbeschädigungen die Folge und die Schlauchfolie muss erneut angelegt werden.

Umgestürzte Bäume (z. B. durch Gewitterstürme) sind schnellstens wieder aufzurichten und mit einem neuen Pfahl sowie Bändern zu versehen. Falls die Wurzeln restlos abgebrochen sind, wie es häufig bei der Apfelunterlage M9 vorkommt, hilft nur noch das Roden und Neupflanzung auf einer stärkeren Unterlage.

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Baumband, Baumpfahl

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