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Blattfallkrankheit in Schach halten!

Juni 2001 Diese gefährliche Pilzkrankheit bevorzugt Rote sowie Schwarze Johannisbeersorten und auch Stachelbeeren. Zur Zeit der Beerenreife zeigen sich auf der Blattoberseite zahlreiche rundliche unregelmäßige ein bis drei Millimeter große Flecken, die von dunklen Höfen umgeben sind. Die verfärbten Blätter rollen sich nach oben ein und fallen vorzeitig ab, sodass die Beerensträucher schon im August völlig entlaubt dastehen.


Ähnliche Symptome, allerdings ohne Blattflecken, zeigt Kalkmangel an, deshalb können Verwechslungen auftreten. Der frühe Laubfall verhindert eine Holzausreife und wirkt sich negativ auf die Erträge der kommenden Jahre aus. Auch die Beerengröße lässt bereits im Befallsjahr zu wünschen übrig. Der Pilz (Pseudopeziza ribis) überwintert in kranken abgefallenen Blättern. Das Junglaub wird durch Wintersporen infiziert. Im Sommer entstehen Sommersporen, die sich auf der Oberseite der Flecken entwickeln und für die Verbreitung der Krankheit während der Vegetationszeit sorgen. Auch feuchte Witterung fördert die Ausbreitung. Befinden sich in der Nachbarschaft befallene Sträucher (Stämmchen), so tritt die Blattfallkrankheit immer wieder auf. Mehrjähriger Befall sollte nicht geduldet werden, da er zum Verkümmern der Pflanzen führt.

nach obenBekämpfung

Folgende Maßnahmen sind empfehlenswert:
  1. Anbau widerstandsfähiger Sorten
  2. gezielte chemische Behandlung befallener Kulturen. Eine mechanische Bekämpfung des Pilzes ist nur unvollkommen

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!

Anbau widerstandsfähiger Sorten

Rote JohannisbeersortenStachelbeersorten
widerstandsfähiganfälliganfällig
  • 'Hönings Früheste'
  • 'Gelbe Triumphbeere'
  • 'Weiße Volltragende'

Chemische Behandlung befallener Kulturen

Wer anfällige Sorten besitzt, dürfte um eine chemische Bekämpfung nicht herumkommen. Die früher üblichen Kupferpräparate wurden z. B. durch das nützlingsschonende Euparen ersetzt (Florfliegen, Marienkäfer werden nicht, Schlupfwespen und Raubmilben kaum geschädigt).

Schadbild der Viruserkrankung: Brennesselblättrigkeit. Dieser Strauch trägt keine Früchte!
© May
Schadbild der Viruserkrankung: Brennesselblättrigkeit. Dieser Strauch trägt keine Früchte!
Zunächst versucht man, die Krankheit durch eine Spritzung unmittelbar nach der Ernte in Griff zu bekommen, indem das Präparat nach Gebrauchsanweisung eingesetzt wird. Bei sehr starkem Befall helfen auch schon Behandlungen im Juni (nach der Blüte).

Beim Einsatz von Euparen werden auch evtl. vorhandene Grauschimmelfäule und Brennfleckenkrankheit miterfasst. Um bei starkem Auftreten die pilzlichen Erkrankungen in Griff zu bekommen, ist es ratsam, dass die Bekämpfung großflächig als Gemeinschaftsaktion zum gleichen Termin durchführt wird. Diese Maßnahme hilft leider nicht bei allen Pflanzenkrankheiten, insbesondere wenn Virusbefall (Brennesselblättrigkeit) vorliegt.

Abgetragenes Holz entfernen und brauchbares junges erhalten.
Johannisbeeren auslichten und verjüngen
Säulenrost auf Schwarzer Johannisbeere. Hellgelbe bis orangefarbene Sporenlager auf der Blattunterseite.
Blattfallkrankheit und Säulenrost termingerecht bekämpfen!
Beispiele guter Pflanzware.
Schwarze Johannisbeeren

Schlagworte dieser Seite:

Blattfallkrankheit, Johannisbeere, Rote Johannisbeere, Schwarze Johannisbeere, Stachelbeere

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