Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Gemüse > Gemüse - Pflanzenschutz > Raupenfraß – Muss das sein?
nächster Beitrag → Läuseresistenter Salat

Raupenfraß – Muss das sein?

Radikaler Raupenfraß
Radikaler Raupenfraß

Mai 2001 Ein trauriger Anblick. Wer solche Pflanzen in seinem Garten vorfindet, hat nicht aufgepasst, hat umsonst die erforderlichen Vorbereitungen getroffen, das Pflanzen und eventuelle Pflegearbeiten ausgeführt.


Er hat vergebens das Saatgut oder die Pflanzen gekauft und seine Erntebegierden zu früh geweckt. Natürlich fallen manchmal Schädlinge (z. B. die bis zu 4 cm langen, gelblichgrünen, schwarz gefleckten Raupen des Großen Kohlweißlings – besonders jene der zweiten Generation ab Juli bis September –, die 4 bis 5 cm langen, von grün zu grau oder braun wechselnden Raupen der Kohleule oder zuweilen diejenigen der Rübenblattwespe [letztere namentlich beim Chinakohl]) plötzlich "wie die Hunnen" über einzelne Kulturen her. Deshalb wehret den Anfängen!

Kohlweißling
Kohlweißling
Zunächst ist auf den Kohlweißlingsflug zu achten. Er ist bereits ein Warnsignal! Aber auch unabhängig davon sind Kohlpflanzen ab Mai-Juni regelmäßig auf die Eiablage und die ersten Raupen zu kontrollieren. Auf beide ist der Wilhelm Busch’sche Vers konsequent anzuwenden. Dadurch können normalerweise größere Ausfälle verhindert werden.

Wem das zu aufwendig oder zuwider ist, sollte schnellstens(!) z. B. mit dem Neudorff’schen Raupenspritzmittel oder Dipel ES arbeiten. Zum einen reagieren junge Räupchen empfindlicher auf die Präparate als alte, zum anderen muss verhindert werden, dass sich die Raupen des Kleinen Kohlweißlings und der Kohleule tief in das Innere der Köpfe bohren und dann nicht mehr abzutöten sind.

Die Weibchen des Großen Kohlweißlings und der Kohleule legen im Normalfall ihre Eier gruppenweise an den Blattunterseiten der Wirtspflanzen ab. Diejenigen des erstgenannten Schädlings sind stumpf-kegelförmig, längsgerippt, zunächst grün dann gelb, die des anderen halbkugelig, anfangs weißlichgelb, später grau/braun.

Der Kleine Kohlweißling legt sie dort einzeln ab; seine Raupen sind grün mit schwachen gelblichen Seiten- und Rückenstreifen. Die Larven der Kohlrübenblattwespe – Eiablage in den Blättern – sind zunächst grünlich, später schwarz.

Ob die empfohlenen Mischkulturen von Kohlarten mit Tomaten, Sellerie, Spinat, Kopfsalat, Lauch oder Zwiebeln wirklich ernstzunehmende Vorbeugemaßnahmen gegen den Befall darstellen? Sicherer fährt man in jedem Fall mit Gemüsefliegen-Netzen, die zeitig genug über die Kulturen zu ziehen und etwa vier Wochen vor der Ernte wieder abzunehmen sind.

nächster Beitrag → Läuseresistenter Salat
Verschiedene Formen des „Randens“ lassen sich beim Kopfsalat beobachten, aber nicht immer ganz eindeutig abgrenzen.
Blattrandschäden an Kopfsalat und Kohl
Rotkohl
Rot und weiß: Power-Kohl
Grünkohl schmeckt erst richtig gut, wenn er längere Zeit der Kälte ausgesetzt war.
Fit für den Winter

Schlagworte dieser Seite:

Chinakohl, Großer Kohlweißling, Kleiner Kohlweißling, Kohl, Kohleule, Kohlrübenblattwespe, Raupenfraß, Rübenblattwespe

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de