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Erdbeeren im Garten

Mai 2001 Für einen erfolgreichen Erdbeeranbau sollten nachstehend genannte Voraussetzungen erfüllt werden:

  1. Gute Boden- und Pflanzenpflege
  2. Rechtzeitige Pflanzenschutzmaßnahmen
  3. Gezielte Nährstoffversorgung


nach obenBoden- und Pflanzenpflege

Kulturstand optimal mit Nährstoffen versorgter Erdbeeren. Links: zweijähriger - rechts einjähriger Bestand. Die Abdeckung mit Häckselstroh erfolgt sofort nach der Blüte.
Kulturstand optimal mit Nährstoffen versorgter Erdbeeren. Links: zweijähriger - rechts einjähriger Bestand. Die Abdeckung mit Häckselstroh erfolgt sofort nach der Blüte.
Zwischen Pflanzen und Reihen muss der Boden fast während des gesamten Jahres durch flaches Hacken offengehalten werden, da jegliche Unkrautkonkurrenz der Entwicklung und dem Ertrag der Erdbeeren Schaden zufügt. Die bodennahe Blüte (Anfang bis Mitte Mai) ist besonders spätfrostgefärdet und sollte, falls notwendig aufgrund zu erwartender Frostgefahr, durch Strohabdeckung (besser sind Folientunnel) geschützt werden. Anschließend muss die in einem vorausgegangenen Beitrag angesprochene Strohhäckselabdeckung in den einzelnen Reihen erfolgen. Diese Maßnahme darf nicht vor der Blüte geschehen, sie würde dann die Wärmeausstrahlung des Bodens unterbrechen und das Blütenfrostrisiko steigern.

Nach beendeter Blüte beginnt das Stadium der Langtage, d. h. für die in unserem Klimaraum meist angebauten Sorten erfolgt nun die vegetative Phase in der zahlreiche Ausläufer entstehen, die so früh wie möglich von den Pflanzen zu entfernen sind, damit sie den Ertrag nicht schmälern. Erst mit Eintritt der Kurztagsphase (Mitte August) wird die Ausläuferbildung eingestellt, weil dann die Blütenknospendifferenzierung beginnt.

nach obenPflanzenschutzmaßnahmen

Die wichtigsten Erdbeerkrankheiten sind Grauschimmelfäule und Lederfäule, die die Früchte vernichten. Außerdem treten noch tierische Schädlinge wie Schnecken, Spinnmilben, Stengel- und Blütenstecher auf, um die wichtigsten zu nennen, die in unseren Breiten aber nicht die Bedeutung der sogenannten pilzlichen Erkrankungen erreichen. Sie müssen durch gezielte Spritzungen während der Blüte z. B. mit Euparen und Ronilan im Wechsel, nach Gebrauchsanweisung, "in Schach" gehalten werden, anderenfalls besteht Resistenzgefahr. Gegen Schnecken und Mäuse können im Handel erhältliche Köder eingesetzt werden.

nach obenNährstoffversorgung

In gut mit organischem Material (Mist, Kompost) versorgten Böden spielt eine gezielte Düngung gegenüber anderen weniger optimalen Standorten nicht die Hauptrolle. Starkzehrer sind Erdbeerkulturen nicht, sie sind aber dankbar, wenn ihnen zur Zeit der Blütenknospenbildung (September bis November) genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Das ist zu erreichen, wenn zwei Wochen nach der Ernte 2 bis 4 kg Blaukorn/100 m2 Erdbeerfläche auf den halb verrotteten Strohhäcksel gestreut und flach eingehackt werden.

Im folgenden Frühjahr wird nur in Ausnahmefällen, evtl. nach Rücksprache mit dem Fachberater, gedüngt, insbesondere wenn der Bestand schlecht steht. Sehr nachteilig wirkt sich auf die Pflanzen eine Überdüngung aus. Sie entwickeln sich dann mastig, bringen weniger Ansatz und sind sehr anfällig für pilzliche Erkrankungen, vor allem Grauschimmelfäule.

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Schlagworte dieser Seite:

Erdbeere, Grauschimmelfäule, Lederfäule

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