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Stallmist und andere organische Dünger

April 2001 Eine gewisse Menge an organischer Substanz (Humus) im Boden des Gemüsegartens und die regelmäßige Zufuhr organischer Dünger (z. B. Stallmist, Gründüngung, Ernterückstände, Kompost) sind zwar für die Pflanzen nicht lebensnotwendig, aber doch absolut empfehlenswert, denn Humus sorgt für eine Verbesserung der physikalischen sowie chemischen Eigenschaften des Bodens und ist eine wichtige Voraussetzung seiner hohen Fruchtbarkeit.


Ohne laufende organische Düngung geriete sein Gehalt unter einen "kritischen Wert". Wer aber glaubt, eine solche in gleichmäßigen Zeitabständen aufs Beet gebracht, sei bis zum nächsten "Fälligkeitstermin" restlos abgebaut, verbraucht, der irrt.

Humus-Reste einer organischen Düngung nach … Jahren.
Humus-Reste einer organischen Düngung nach … Jahren.
Ein Teil jeder Gabe wird zwar innerhalb eines verhältnismäßig kurzen Zeitraumes durch die Mikroorganismen zersetzt, humifiziert und mineralisiert – er macht den sog. Nährhumus (= Nährstofflieferant für Bodenlebewesen und Pflanzen) aus. Je mehr Nährhumus geliefert wird, desto besser entwickeln sich die Kleinlebewesen und desto aktiver ist der Boden.

Der Rest aber wird nach verschiedenen Umwandlungen zu Dauerhumus, zu einem schwer oder nicht zersetzbaren Rückstand, der Jahrzehnte erhalten bleibt. Das Diagramm zeigt das beispielhaft an drei organischen Düngern. Dem raschen Abbau im ersten Jahr folgt ein steter, allerdings stark gedrosselter Kurvenverlauf. Und die jeweiligen Überbleibsel wirken sich ("addiert") nachhaltig sehr positiv auf den Boden aus.

Auch wenn er andere Bezeichnungen wählt, stellt M. Evers (Groenten en Fruit 35/2000) nachfolgend eine Reihe wesentlicher Aufgaben zusammen, die Nähr- und Dauerhumus erfüllen:

nach oben"Junge" organische Substanz

  • Verbesserung der Wasserhaltefähigkeit in leichten Böden
  • Verringerung der Erosions-(Abtrags-)anfälligkeit durch Wasser und Wind
  • Stimulierung des Bodenlebens
  • Freisetzung von relativ viel Pflanzennährstoffen

nach oben"Alte" organische Substanz

  • Verbesserung der Entwässerung schwerer Böden
  • Steigerung der Wasserhaltekraft leichterer Böden
  • Besserung des Lufthaushaltes
  • Erhöhung der Nährstoffspeicherfähigkeit
  • Stimulans des allgemeinen Bodenlebens
  • Pflanzennährstoff-Lieferung in relativ kleinen Mengen
  • Schädlingsabwehr?

Ergänzend sollte zumindest noch – wegen der dunklen Humusfarbe – die Erhöhung der Wärmeaufnahmefähigkeit des Bodens hervorgehoben werden. Vorteile seiner durch Humus zunehmenden, sicht- bzw. fühlbaren Krümelstruktur sind in der Auflistung genannt.

Zur Erhaltung und leichten Steigerung des Humusgehaltes werden im Gemüsegarten gemeinhin z. B. alle zwei Jahre 2 bis 4 kg Stalldünger bzw. jährlich 3 bis 5 l (= 0,3 bis 0,5 cm Auflageschicht) Kompost je Quadratmeter empfohlen.

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Düngung, Gemüse, Humus, Organischer Dünger

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