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Auswahl der Apfelsorten (Teil 1/2)

Apfel
© May

März 2001 Der Apfel ist wohl die beliebteste Gartenfrucht. Eine ungeschmälerte Freude wird der Hobbygärtner aber nur empfinden können, wenn er in Bezug auf die Sortenwahl "ins Schwarze" getroffen hat.


Bevor gepflanzt wird, sollten diese Punkte geklärt werden:
  1. Verwendungszweck der betreffenden Sorte.
  2. Pflegeintensität.
  3. Anbauform.

nach obenVerwendungszweck

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Viel Spaß beim Gärtnern!
Extensive Anbauformen verlangen weitere Standräume, wie an diesem Buschbaum erkennbar ist.
© May
Extensive Anbauformen verlangen weitere Standräume, wie an diesem Buschbaum erkennbar ist.
Es sind hochintensive Tafelsorten, weniger anspruchsvolle, die noch für den Rohgenuss verwendbar sind und nur für die Verwertung geeignete Sorten zu unterscheiden. 'Cox-Orangenrenette', 'Holsteiner Cox', 'Golden Delicious', 'Berlepsch', 'Goldparmäne' und viele andere sind sehr pflegeintensive Sorten, während 'Ontario', 'Winterrambour' usw. geringere Ansprüche stellen.

Wer sich von vornherein auf den Standpunkt stellt, intensive Sorten verlangen zuviel Pflege, kann auf extensive, die ausschließlich der Verwertung dienen, ausweichen und erspart sich viel Mühe; denn nichts ist unangenehmer, als beobachten zu müssen, dass wertvolle Edelsorten nach reichem Fruchtansatz nach und nach eine Beute der zahlreichen Schädlinge und Krankheiten werden.

nach obenPflegeintensität

Halb- und Hochstämme dürften für heutige Grundstücke meist zu groß sein.
© May
Halb- und Hochstämme dürften für heutige Grundstücke meist zu groß sein.
Die Pflegeintensität hängt auch mit Punkt 3, der Anbauform, unmittelbar zusammen. Möchte man den Schwerpunkt auf Verwertungs- und Wirtschaftssorten legen, kommen extensive Anbauformen wie Buschbäume, Viertel-, Halb- oder Hochstämme in Betracht; letztere bieten unter den Baumkronen noch Freiräume.

Wer zu Edelsorten mit hohen Ansprüchen tendiert, sollte unbedingt kleine Baumformen, wie Schlanke Spindeln, auf schwachwüchsigen Unterlagen (Äpfel: M9, M26) anpflanzen, die dem Gartenbesitzer eine intensive Pflege, insbesondere bezüglich des mechanischen Pflanzenschutzes, ermöglichen. Diese Bäume benötigen während der gesamten Standzeit einen Pfahl aus vollimprägniertem Kiefernholz, der 2,00 bis 2,20 m über dem Boden stehen sollte.

Extensive Sorten begnügen sich mit starkwüchsigen Unterlagen wie A2, M11 und Sämling. Leider kann man auf diesen Unterlagen nur Bäume mit Gerüstaufbau erziehen, die eine längere ertragslose Zeit haben als Schlanke Spindeln. Der Nachteil wird allerdings durch höhere Einzelbaumerträge und erheblich längere Standzeiten ausgeglichen.

Das Fallobst spielt bei Verwertungssorten ohnehin eine geringere Rolle, weil es nicht gelagert sondern direkt verbraucht wird (Saft, Mus, Apfel scheiben, Einfrosten usw.).

Für beide Gruppen, d. h. sowohl Edelsorten als auch solche, die ausschließlich der Verwertung dienen, gibt es eine große Anzahl anbauwürdiger Vertreter. In der nächsten Ausgabe werden einige bewährte und exquisite Sorten vorgestellt. Im Zweifelsfalle ist eine Rücksprache vor Ort mit dem zuständigen Fachberater von größtem Nutzen.

Lesen Sie auch:
Auswahl der Apfelsorten (Teil 2/2) April 2001
Wie in vorausgegangenen Betrachtungen betont, ist das Apfelsortenangebot recht groß, weil Apfelkulturen in allen fünf Erdteilen angebaut werden. Die guten alten Tafelsorten wie Goldparmäne, Cox-Orangenrenette, Golden Delicious, Berlepsch, Rubinette, Ananasrenette u. v. a. haben eines gemeinsam: Sie sind sehr empfänglich für Schädlinge, aber vor allem auch pilzliche Erkrankungen, besonders der Schorf spielt hier eine dominierende Rolle.

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