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Erdbeeren im Garten

März 2001 Die beliebten vielseitigen Früchte dürften wohl in den meisten Gärten zu finden sein. Nicht immer sind die Gartenbesitzer mit den Kulturergebnissen zufrieden, da unterschiedliche Einflüsse die Freude an Erdbeeren verderben können.


Ein guter Anbauerfolg ist nur dann zu erwarten, wenn nachstehend aufgeführte Regeln beachtet werden:
  1. Fruchtfolge einhalten.
  2. Sorgfältige Jungpflanzenbeschaffung.
  3. Gezielter Pflanzenschutz.
  4. Optimale Bodenpflege.

nach obenFruchtfolge

Wurzelfäule ist meist Ursache für den Zusammenbruch, wie hier sichtbar die „Schwarze Wurzelfäule.
© May
Wurzelfäule ist meist Ursache für den Zusammenbruch, wie hier sichtbar die „Schwarze Wurzelfäule".
Ursache für das Absterben der Pflanzen sind Wurzelfäulen, da sich die Kultur länger als zwei Jahre auf gleicher Anbaufläche befindet. Solche Planzen sind sofort zu entfernen.
© May
Ursache für das Absterben der Pflanzen sind Wurzelfäulen, da sich die Kultur länger als zwei Jahre auf gleicher Anbaufläche befindet. Solche Planzen sind sofort zu entfernen.
Erdbeeren sind – wie viele Nutzpflanzen – im Nachbau empfindlich. Nach ein- bis zweijährigem Anbau muss die betreffende Fläche mindestens fünf Jahre mit anderen Pflanzen kultiviert werden, ehe man wieder an die Anpflanzung von Gartenerdbeeren denken kann. Zu dichte Fruchtfolge der gleichen Obstart führt zu einem verstärkten Auftreten von Schädlingen und Krankheiten.

nach obenJungpflanzenbeschaffung

Frigopflanzen (kühl gelagerte Pflanzen) werden ohne Laub, allerdings mit einer kräftigen Herzknospe ausgestattet, angeliefert.
© May
Frigopflanzen (kühl gelagerte Pflanzen) werden ohne Laub, allerdings mit einer kräftigen Herzknospe ausgestattet, angeliefert.
Eine Jungpflanzengewinnung stets "aus eigener Vermehrung" führt häufig zu Misserfolgen, so dass Ware aus einem anerkannten Zuchtbetrieb vorzuziehen ist. Wer größere Flächen anbauen möchte, kann die erworbenen Jungpflanzen, wie in dieser Zeitschrift bereits ausführlich geschildert, zur Anlage eines Mutterbeetes verwenden.

Erdbeerpflanzen werden von Zuchtbetrieben in drei Formen angeboten, und zwar als
  • Grünpflanzen
  • Frigopflanzen und
  • sprossspitzenvermehrte Pflanzen.

Grünpflanzen sind am gebräuchlichsten, verlangen aber einen exakt eingehaltenen Pflanztermin um Ende Juli; bei einem späteren Setzen, sei es auch nur um einige Tage, müssen im Folgejahr erhebliche Ertragsverluste in Kauf genommen werden. Als Pflanzabstand wählt man 40 × 30 cm und entfernt nach der ersten Ernte jede zweite Reihe, so dass der Abstand dann 80 × 30 cm beträgt und für ein weiteres Kulturjahr ausreicht.

Erdbeeren sollten, wie oben bemerkt, nicht über drei Jahre auf dem gleichen Areal angebaut werden, ggfs. ist das Risiko aufgrund der Zunahme von Schädlingen, Krankheiten und Kleinfrüchtigkeit zu groß.

nach obenPflanzenschutz

Nach der Blüte wird der Boden mit Strohhäcksel oder ähnlichem Material abgedeckt.
© May
Nach der Blüte wird der Boden mit Strohhäcksel oder ähnlichem Material abgedeckt.
Nach der Blüte werden die bestandenen Beete mit Strohhäcksel versehen, um das Verschmutzen der Früchte und eine eventuell entstandene Grauschimmelfäule in Grenzen zu halten.

Neben den vorbeugenden Arbeiten wie Strohunterlage, Abdeckung im Winter bei Barfrösten, hat sich als weitere Maßnahme gegen gefürchtete Wurzelfäulen die "Dammkultur" bewährt. Hier stehen die Pflanzen nicht auf einem ebenen Beet, sondern, wie Kartoffeln, auf etwa 20 cm hohen Erddämmen mit dem Unterschied, dass die Dämme nicht nachträglich durch Anhäufeln der Pflanzen entstehen, sondern sie werden direkt auf die Wälle gepflanzt. Bei leichten Böden ist allerdings im Sommer darauf zu achten, dass Wurzeln und Pflanzen nicht austrocknen und welken.

Lesen Sie auch:
Erdbeeren im Garten April 2001
Neben den in der letzten Ausgabe vorgestellten Grünpflanzen sind die sogenannten Frigopflanzen von nicht unerheblicher Bedeutung. Sie sind aus einer Notsituation entstanden. Im heißen Kalifornien sowie auch in den südeuropäischen Ländern fehlt die erforderliche Kälte (zwischen 0 und +7 °C), um die Blütenbildung in Gang zu setzen. Deshalb wurde durch künstliche Kühlung eine winterliche Temperatur herbeigeführt und die Pflanzen in Beuteln bei −29 °C und hoher Luftfeuchtgkeit gelagert, damit sie in der kalten trockenen Luft nicht verwelken.
Erdbeeren im Garten Mai 2001
Für einen erfolgreichen Erdbeeranbau sollten nachstehend genannte Voraussetzungen erfüllt werden:
  1. Gute Boden- und Pflanzenpflege
  2. Rechtzeitige Pflanzenschutzmaßnahmen
  3. Gezielte Nährstoffversorgung

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Verticilliumwelke bei Erdbeeren: Es beginnt oft mit dem Welken der äußeren Blätter.
Verticilliumwelke - Welkepilz mit zunehmender Bedeutung
Kulturstand optimal mit Nährstoffen versorgter Erdbeeren. Links: zweijähriger - rechts einjähriger Bestand. Die Abdeckung mit Häckselstroh erfolgt sofort nach der Blüte.
Erdbeeren im Garten
In feuchten Jahren werden auch reifende Früchte von der Grauschimmelfäule befallen.
Grauschimmel- und Lederfäule an Erdbeeren nicht unterschätzen

Schlagworte dieser Seite:

Bodenpflege, Dammkultur, Erdbeere, Fruchtfolge, Grauschimmelfäule, Pflanzenschutz, Wurzelfäule

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