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Unsere Rosen – Was sich Rosen wünschen

Rosen im Herbst
Rosen im Herbst

Februar 2001 Grundsätzlich sagt Rosen unser Klima zu. Das Kleinklima des einzelnen Gartens verdient trotzdem große Beachtung, denn es beeinflusst maßgeblich die Entwicklung und Gesundheit der Pflanzen. Sie sind zweifellos Sonnenkinder.


Rosen möchten Sonne in Verbindung mit Luftbewegung, aber keinen heißen, trockenen Platz. Völlig unbekömmlich ist geschlossene, feuchte Lage, wo kein Windzug nach Regen die Blätter schnell trocknet. Ganz lichter Schatten wird eben noch vertragen, aber die Pflanzen entwickeln sich dann weniger gut. Auch der Tropfenfall höherer Gehölze stört Rosen beträchtlich.

Der Boden sei möglichst tiefgründig, denn Rosen bilden mit der Zeit lange Wurzeln. Auf keinen Fall darf der Boden verdichtet sein (Baustellen!) oder stauend nass. Wichtig ist ausreichender Kalkgehalt in der Erde mit einem erstrebenswerten pH-Wert von 6,5 bis 6,9. Im übrigen taugt jeder durchschnittlich gepflegte, ausreichend mit Humus und Nährstoffen versorgte Gartenboden für diese Pflanzen.

nach obenAuswahl von Rosen

Rosen pflanzt man für viele Jahre. Darum nimmt man sich genügend Zeit, gut auszuwählen nach Art, Sorte, Wuchsform, vorteilhaft anhand von Katalogen spezieller Rosenbaumschulen. Zwar macht das umfangreiche Angebot eventuell zunächst ein bisschen unsicher, aber andererseits geben solche Kataloge wertvolle Ratschläge, unter anderem mit der Kenntlichmachung von Rosensorten als ADR-Rose. So heißen Sorten, die sich bei mehrjährigen Prüfungen als gesund, reich- und dauerblühend erwiesen haben. ADR ist Abkürzung für "Anerkannte Deutsche Rose". Die damit gekennzeichneten Sorten geben einige Gewissheit, dass man Freude an ihnen haben wird.

Hat man sich nach reiflicher Überlegung entschieden, wird als nächstes geklärt, wieviel Pflanzen es denn sein sollen. Der durchschnittliche Abstand beträgt für Buschrosen (Edelrosen und vielblütige Beetrosen einschließlich Zwergrosen) 30-50-60 cm, in Ausnahmefällen auch 70 bis 80 cm, je nach Wüchsigkeit der Sorte, für dauerblühende Strauchrosen in Dreiergruppen 40 bis 50 cm, für Park- und Wildrosen mindestens 1 m, für Kletterrosen 2 bis 3 m, für Stammrosen in einer Reihe 1,20 bis 3 m, für Bodendeckerrosen je nach Wüchsigkeit.

Man soll eher weiter auseinander pflanzen als enger, denn es muss zwischen den Pflanzen genügend Platz sein, um sie zu pflegen und zur Bodenbearbeitung.

nach obenRosen als Pflanzware

Wer Rosen kauft, hat die Wahl zwischen Pflanzen mit sogenannten nackten Wurzeln, wie sie früher ausnahmslos gang und gäbe waren, und Exemplaren in Containern oder mit Drahtballierung beziehungsweise entsprechenden anderen Vorrichtungen. Für Rosen mit nackten Wurzeln sind die besten Pflanzzeiten im Herbst ab Ende Oktober bis Ende November oder im Nachwinter sowie der Boden offen ist bis kurz vor Austrieb. Ähnliche Pflanzzeiten gelten für drahtballierte Pflanzware.

Dagegen können Rosen in Containern praktisch während der ganzen Zeit zwischen Nachwinter und Ende November gepflanzt werden, auch in blühendem Zustand. Das muss allerdings sehr sorgfältig geschehen, denn der Verpflanzstress ist dann doch ziemlich hoch. Wer sich in Pflanzen einzufühlen versteht, wird sicherlich nach wie vor entweder im Frühjahr vor Austrieb oder im November pflanzen.

nach obenSo wird gepflanzt

Alle Rosen, egal ob mit "nackten" Wurzeln, mit Drahtballen wie hier oder im Container, werden vor dem Pflanzen mehrere Stunden tief in Wasser gestellt.
Alle Rosen, egal ob mit "nackten" Wurzeln, mit Drahtballen wie hier oder im Container, werden vor dem Pflanzen mehrere Stunden tief in Wasser gestellt.
Pflanzlöcher für Buschrosen müssen so tief sein, dass die Veredlungsstelle am Wurzelhals noch mindestens 5 cm mit Erde bedeckt ist.
Pflanzlöcher für Buschrosen müssen so tief sein, dass die Veredlungsstelle am Wurzelhals noch mindestens 5 cm mit Erde bedeckt ist.
Rechtzeitig wird die Erde Stelle mindestens zwei Spatenstich tief gelockert oder gar drei, falls nötig, am besten 3 bis 4 Wochen vor dem Pflanztermin, damit sich die Erde bis zur Pflanzung wieder genügend setzt. Sind die bestellten Rosen da, müssen nackte Wurzeln auf 20 bis 25 cm gekürzt werden. Außerdem entfernt man schwache Triebe ganz und schneidet starke etwas zurück, was jedoch meist schon in der Baumschule geschehen ist.

Die derart vorbereiteten Rosen stellt man für einige Stunden tief in Wasser, ebenso Rosen mit ballierten Wurzeln. Rosen in Containern kommen mit Gefäß ins Wasser. Die Wurzeln dieser Pflanzen bleiben gewöhnlich ungeschnitten. Die Pflanzlöcher werden so breit ausgehoben, dass alle Wurzeln gut Platz haben, und so tief, dass die Veredlungsstelle am Wurzelhals veredelter Rosen ungefähr 5 cm in der Erde steckt.

Kletterrosen, Parkrosen und Wildrosen vertragen noch tieferes Pflanzen. Die gepflanzten Rosen vorsichtig fest antreten, gründlich angießen und sofort 20 cm hoch anhäufeln, damit der Wurzelhals mitsamt Veredlungsstelle gut geschützt ist gegen mögliches Austrocknen nach Frühjahrs- beziehungsweise Sommerpflanzung oder vor Frostschäden nach Herbstpflanzung.

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