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Pflanzenschutz: Die Gemeine Spinnmilbe

September 2020 Die Gemeine Spinnmilbe ist eine Spinnmilbenart, die an über 100 Gemüse-, Zier- und Obstarten ihre Saugschäden anrichten kann. In erster Linie werden aber Bohnen, Gurken und Rosen befallen.


Gemeine Spinnmilbe
© Margarete Griegel aus dem Buch „Mein gesunder Gemüsegarten“
Gemeine Spinnmilbe

nach obenSchaderreger und Schadbild

Die stärksten Saugschäden an Bohnen werden ab Juni sichtbar, da meistens erst die zweite Generation des Schädlings die Bohnen besiedelt. Etwa ab Ende Mai erscheinen auf den Blättern einzelne kleine, weißlich gelbe Aufhellungen. Mit zunehmendem Befall rücken die punktförmigen Saugstellen aneinander, so dass die ganze Blattfläche, bis auf schmale Streifen entlang der Blattadern, bleichgrau bis bronzefarbig wird 3. Die Blätter werden mit einem feinen Gespinst überzogen. Auf der Blattunterseite sind kugelige, glasklare, gelbliche bis später orangefarbige Eier, gelbgrüne Larven und bis zu 0,5 mm kleine, erwachsene Milben zu finden 4. Je nach Entwicklungsstadium und Nahrung sind die erwachsenen Schädlinge gelbgrün bis rot. Stark befallene Blätter vertrocknen und fallen ab. Die beschädigten Hülsen verkrüppeln.

nach obenSchädlingsentwicklung

Im Gegensatz zu der Roten Obstbaumspinnmilbe überwintern bei der Gemeinen Spinnmilbe die zinnoberroten Weibchen. Sie verstecken sich überwiegend unter versponnenen Blättern am Boden 1. Im Frühjahr befallen die ausgehungerten Weibchen in erster Linie Brennnesselpflanzen und andere Unkräuter 2, wo sie auch ihre Eier ablegen. Aus den Eiern entwickelt sich aufgrund der noch niedrigen Temperaturen erst nach etwa 3 bis 4 Wochen die nächste Generation. Da durch die sommerlichen warmen Temperaturen die Entwicklung einer Generation bis auf 6 Tage verkürzt werden kann, werden durchschnittlich sechs bis neun Generationen im Jahr gebildet. Und weil ein Weibchen 60 bis 120 Eier ablegen kann, führt eine „kettenreaktionsartige“ Vermehrung in warmen, trockenen Vegetationsperioden zu erheblichen Saugschäden. Im Herbst verstecken sich die Weibchen in Baumritzen, unter der Borke, in Mauerritzen, in Erdlöchern unter dem abgefallenen Laub, oft in „ganzen Klumpen“ zusammen versponnen 5 und überwintern.

nach obenVorbeugung und Bekämpfung

Eine ausgewogene Ernährung und ein ausgewogener Wasserhaushalt stärken die Pflanzen und reduzieren die Folgen des Befalls.

Die Entfernung von allen Pflanzenresten im Herbst und tiefes Umgraben der Beete reduzieren das Befallsrisiko im Frühjahr (der blaue Balken).

Brennnessel und andere Unkräuter sind als Zwischenwirte für die erste Generation der Spinnmilben zu sehen, und deshalb sollten sie noch vor dem Keimen der Bohnen und Gurken entfernt werden.

Durch die genaue, regelmäßige Beobachtung der Blattunterseiten und bei Bedarf gewissenhaft durchgeführte Spritzmaßnahmen, sollten die Schädlinge direkt bekämpft werden, bevor sie sich übermäßig vermehren können (der rote Balken). Die Raubmilben schonenden Spritzmittel sollten dabei bevorzugt werden. Direkt zugelassen im Garten sind etwa Neudosan Neu Blattlausfrei von Neudorff, Compo Nativert Blattlausfrei, Naturen Schädlingsfrei von Celaflor. Im Gewächshaus können auch Raubmilben ausgesetzt werden.

nach obenBuch-Tipp

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Schlagworte dieser Seite:

Bekämpfung, Buch-Tipp, Pflanzenschutz, Schadbild, Spinnmilbe

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