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Pflanzenschutz: Die Zwiebelfliege

Mai 2020


Zwiebelfliege
© Margarete Griegel aus dem Buch „Mein gesunder Gemüsegarten“
Zwiebelfliege

nach obenSchaderreger und Schadbild

Die Zwiebelfliege ist nicht nur der gefährlichste Schädling der Zwiebelpflanzen. Befallen werden außerdem Porree, Knoblauch, Schalotte, Tulpe und manchmal auch Salat. Ähnliche Schäden werden an Kohlpflanzen durch die Kohlfliege und an Möhren durch die Möhrenfliege verursacht. Gegen Ende Mai kann man das Welken der jungen Zwiebelpflanzen, das oft mehrere nebeneinander wachsende Pflanzen umfasst, beobachten 4. Die von den Wurzeln abgenagten Herzblätter oder die ganzen Pflänzchen lassen sich leicht aus dem Boden herausziehen. Später werden die Zwiebeln von einer oder mehreren, weißlichen, 8 bis 10 mm langen Maden von innen zerfressen 7. Das etwa 6,5 mm große Insekt ähnelt einer Stubenfliege, ist aber schlanker und heller 2.

nach obenSchädlingsentwicklung

Alle drei Gemüsefliegenarten überwintern in Form einer braunen, etwa 6 mm langen Tönnchen-Puppe im Boden 1. Etwa Anfang Mai, zur Zeit der Löwenzahnblüte, schlüpfen die Fliegen, die anschließend, je nach Witterungsverlauf, 7 bis 12 Tage lang ihren Reifungsfraß ausüben 2. Sie ernähren sich dabei von Nektar und Pollen des Löwenzahns und des Wiesenkerbels. Nach dem Erreichen der Sexualreife legen die Weibchen je 40 bis 60 Stück 1 mm lange, helle ovale Eier in Gelegen von 4 bis 9 Stück in die Erde, unmittelbar an die Zwiebelpflänzchen, ab 3.

Nach 3 bis 8 Tagen schlüpfen die Maden. Sie bohren sich in die jungen Pflänzchen ein und zerfressen ihr „Herz“ 4. Dann kriechen sie zu den benachbarten Pflanzen. Während der 2 bis 3 Wochen andauernden Fraßtätigkeit kann eine Made mehrere junge Zwiebeln anfressen und sie dadurch zum Absterben bringen. Anschließend verpuppt sich die Made einige Zentimeter tief im Boden 5. Die Puppenruhe dauert 8 bis 14 Tage, bei kühlem Wetter sogar bis zu drei Wochen. Im Juli/August schlüpfen die Fliegen der 2. Generation, die ihre Eier an die heranwachsenden Zwiebeln oder an Porree ablegen. Die ausgeschlüpften Maden bohren sich in die Zwiebel ein und beschädigen sie. Obwohl oft in einer Zwiebel mehrere Maden „tätig“ sind 7, werden die Pflanzen nicht zum Absterben gebracht. In manchen warmen Jahren kommt es noch zur Bildung einer 3. Generation des Schädlings. Die Puppen der letzten Generation überwintern einige Zentimeter tief im Boden.

nach obenVorbeugung und Bekämpfung

Ein rechtzeitiges (zu Beginn der Löwenzahnblüte) seitlich dichtes Abdecken der Beete mit einem Schädlingsschutz-Netz verhindert die Zuwanderung des Schädlings und beugt sehr zuverlässig dem Schaden vor (der blaue Balken).

Diese mechanische Schutzmaßnahme ist übrigens auch gegen die Kohlfliege, Möhrenfliege und viele anderen Schädlinge auf den Gemüsebeeten sehr zu empfehlen.

nach obenBuch-Tipp


Weitere Informationen finden Sie in:
Adalbert Griegel
Mein gesunder Gemüsegarten:
Großer Krankheits- und Schädlingskalender

Verlag Griegel
240 Seiten, 19,90 Euro
ISBN 978-3-9303-84158-1

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Schlagworte dieser Seite:

Bekämpfung, Kohlfliege, Möhrenfliege, Schutzmaßnahme, Schädlingsentwicklung, Vorbeugung, Zwiebelfliege

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