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Gemüse für Einsteiger

März 2020 Gemüse selber anbauen ist nicht schwer – diese fünf Arten eignen sich auch für Anfänger und versprechen eine reiche und leckere Ernte. Probieren Sie es aus!


nach oben1. Knackige Radieschen

Radieschen wachsen besonders schnell.
© Stein
Radieschen wachsen besonders schnell.
Besonders schnell und einfach wachsen Radieschen. Bereits nach fünf bis neun Wochen sind die kleinen, pikant-würzigen Knollen erntereif. Sie gedeihen an sonniger Stelle.

Die Freilandsorten können Sie von März bis Anfang Oktober aussäen. Im Gewächshaus oder auf der Fensterbank bei Keimtemperaturen von 10 bis 25 °C erstreckt sich die Aussaatzeit sogar von Januar bis Anfang November.

Säen Sie in Reihen (Abstand 20 bis 25 cm) alle 1 bis 2 cm möglichst nur ein Korn und achten Sie auf eine flache Saattiefe (1 bis 1,5 cm). Mit etwas Erde abdecken und gut angießen. Bis zum Aufgang feucht halten und regelmäßig gießen. Der Lichtbedarf von Radieschen ist hoch, daher dürfen sie nicht zu eng stehen und sollten, nachdem sich die ersten zarten Pflänzchen zeigen, auf 3 bis 5 cm Abstand vereinzelt werden. Lassen Sie dazu die stärksten Pflanzen stehen und ziehen Sie die schwächeren zwischen dem gewünschten Abstand heraus. Als Düngung reicht den genügsamen Radieschen eine Kompostgabe von 4 bis 5 Liter/m2.

Es gibt Sorten für jede Jahreszeit, wobei Sie für Frühling und Herbst die gleichen verwenden können (zum Beispiel ‘Rudi‘, ‘Saxa 2‘ – beide rund und rot – oder eine bunte Radieschen-Kombination mit weißen, gelben und violetten Knollen). Sommersorten werden größer und lassen sich länger in zartem Zustand ernten (zum Beispiel ‘Riesenbutter‘, ‘Stoplite‘, ‘Parat‘, ‘Sora‘).

nach oben2. Frischer Pflücksalat

Bunte Vielfalt und stetige Ernten bringen Salate.
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Bunte Vielfalt und stetige Ernten bringen Salate.
Salat lässt sich einfach anbauen. Kopf- und Eissalate sind zwar aus dem Supermarkt bekannt. Viel schneller, einfacher und länger können Sie jedoch Pflück-, Schnitt- und Blattsalate ernten. Dabei schneiden Sie nicht auf einmal den ganzen Kopf, sondern immer nur die jungen Blätter 2 bis 3 cm über dem Herzen der Pflanze ab. Oder Sie entfernen nur die äußeren Blätter. Die Pflanze bleibt so erhalten und neue Blätter wachsen rasch wieder nach. Eine bunte Vielfalt haben Sie gleich in Mischungen verschiedener buntblättriger Salate (zum Beispiel ‘Babyleaf‘- oder ‘Salatwiese‘-Mischungen).

Säen Sie Salat ab März an einem sonnigen Standort dünn verteilt in Reihen von etwa 30 cm Abstand in lockeren, humosen Boden. Er gedeiht ebenso prima im Balkonkasten oder in Töpfen. Salatsamen sind sehr fein und für ungeübte Hände schwierig dünn und gleichmäßig auszusäen. Einfacher geht es daher mit einem Saatband. Hier liegen die Samen gleich im richtigen Abstand zwischen dünnem Papier. Legen Sie das Saatband in die Saatrille und gießen Sie es einmal an. Dann mit wenig Erde bedecken, andrücken und anschließend gut wässern. Schon nach wenigen Wochen lockt die erste Ernte.

Wer die Aussaat scheut, kann Jungpflanzen von verschiedenen Salaten aus der Gärtnerei oder dem Gartencenter kaufen und diese im Abstand von etwa 25 cm ins Beet setzen.

nach oben3. Schön bunt: Möhren

Möhren sind vitaminreich, lecker und gedeihen gut – selbst im Hochbeet. Im Trend liegen farbige Sorten.
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Möhren sind vitaminreich, lecker und gedeihen gut – selbst im Hochbeet. Im Trend liegen farbige Sorten.
Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Möhrensorten in allen Regenbogenfarben – neben dem klassischen Orange gibt es sie in Weiß, Gelb und sogar Lila (zum Beispiel im bunten ‘Harlekin F1-Mix‘). Besonders gut kommt die „Urmöhre“ ‘Purple Haze‘ an. Sie enthält viel vom gesunden Farbstoff Anthocyan, das ihre auffällige violett-schwarze Außenhaut ausmacht. Im Inneren aber ist sie dunkelorange und schmeckt sehr süß.

Die Aussaatzeit für frühe Sorten beginnt bereits ab Februar (zum Beispiel ‘Laguna F1‘, Ernte von Juni bis August), von März bis Mai für mittelfrühe wie ‘Nantaise 2‘ (Ernte von Juli bis September) oder ‘Flyaway F1‘ (resistent gegen die Möhrenfliege) und von April bis Mitte Mai für späte Lagersorten wie ‘Lange rote stumpfe ohne Herz‘ oder ‘Rothild‘ (Ernte zum Einlagern ab September).

Säen Sie den feinen Samen sehr dünn verteilt (auch hier ist die Aussaat im Saatband zu empfehlen) an einem sonnigen Standort in lockere, gut durchlässige Erde. Ideal ist eine 2 cm tiefe Saatrille bei 25 bis 30 cm Reihenabstand. Ziehen Sie die Rillen dann mit der Harke zu, so dass wenig Erde über dem Saatband oder dem Saatkorn liegt und drücken Sie sie mit dem Harkenrücken an. Nun das Angießen nicht vergessen! Dann heißt es warten, denn zwei bis vier lange Wochen dauert die Keimzeit. Wichtig: Vereinzeln Sie zu dicht stehende Pflänzchen auf 3 bis 5 cm Abstand zueinander, sonst werden die Möhren krüppelig.

Tipp: Gute Mischkulturpartner zu Möhren sind Zwiebeln und Lauch. Diese vertreiben die schädliche Möhrenfliege.

nach oben4. Lecker: Erbsen!

Frisch aus dem Garten schmecken sie am besten: Erbsen.
© Stein
Frisch aus dem Garten schmecken sie am besten: Erbsen.
Wie wunderbar süß Erbsen schmecken, können Sie nur im eigenen Garten erfahren. Denn schon kurz nach der Ernte wandelt sich ihr Traubenzucker in fade Stärke um.

Säen Sie die Erbsen von Ende März bis Anfang Juli an sonniger Stelle in 3 bis 4 cm tiefe Rillen (Abstand zur nächsten Reihe etwa 40 cm). Achten Sie darauf, die großen Körner möglichst einzeln im Abstand von 3 bis 5 cm abzulegen. Anschließend die Rillen mit Erde zudecken, andrücken und angießen. Sobald die jungen Pflanzen handhoch sind, leicht mit Erde anhäufeln. Das erhöht ihre Standfestigkeit und sie bilden mehr Wurzeln. Erbsen sind Rankpflanzen und erreichen je nach Sorte bis zu 120 cm Höhe. Stecken Sie daher kräftige Zweige oder ein Gitter aus Holz oder Metall als Rankhilfe zwischen zwei Reihen in den Boden.

Die Ernte erfolgt je nach Sorte von Juli bis September. Ertragreich sind stärkereiche Palerbsen, die Sie getrocknet zu Suppe verarbeiten können. Zum Frischverzehr oder Einfrieren eignen sich eher die süßeren Markerbsen. Mitsamt Hülse genießen Sie Zuckererbsen (Kaiserschoten), bei denen Sie sich das Auspulen sparen können (Sorten ‘Zuccola‘ oder ‘Delikata‘).

nach oben5. Ertragreich: Zucchini

Zucchini bringen üppige Ernten. Auch hier sind farbige Sorten keine Seltenheit mehr.
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Zucchini bringen üppige Ernten. Auch hier sind farbige Sorten keine Seltenheit mehr.
Zucchini sind dankbare, leicht zu kultivierende und äußerst ertragreiche Gemüse.

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z. B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!
Wichtig bei den üppig gedeihenden Zucchini ist ein genügend großer Abstand von 70 bis 80 cm zu anderen Pflanzen. Säen Sie Ende Mai bis Anfang Juni an einem sonnigen Platz drei Samen pro Stelle direkt in die Erde oder zur Vorkultur im warmen Gewächshaus oder auf der Fensterbank ab April drei Samen in Töpfe. Nach dem Aufgang in etwa 15 bis 18 Tagen werden die zwei schwächsten Sämlinge entfernt. Der Nährstoffbedarf von Zucchini ist groß. Düngen Sie daher regelmäßig und geben Sie immer ausreichend Wasser. Dann kann der Ernte etwa ab Juli bis zum Frost nichts mehr im Wege stehen.

Wie bei anderen Gemüsen, ist vor allem die Sortenfrage wichtig. Neben den grünen Standardsorten wie ‘Diamant‘ lohnt es sich, farbige Züchtungen zu probieren, zum Beispiel die gelbe Sorte ‘Gold Rush‘, die gestreifte ‘Striato d´Italia‘ oder die hellgrüne ‘Ismalia F1‘. Beliebt sind auch runde Früchte wie ‘Floridor‘ oder ‘Eight Ball‘ oder platzsparende kletternde Sorten wie ‘Quine‘.

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Schlagworte dieser Seite:

Anbau, Erbsen, Möhren, Pflücksalat, Radieschen, Zucchini

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