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Schutz vor der Kastanienminiermotte

August 2019 Die Kastanienminiermotte liebt Rosskastanien und ist sehr hartnäckig, da sie dreimal im Jahr auftreten kann.


Entwicklung der Kastanienminiermotte und mögliche Gegenmaßnahmen
© Margarete Griegel. Aus dem Buch „Mein gesunder Ziergarten“
Entwicklung der Kastanienminiermotte und mögliche Gegenmaßnahmen

nach obenSo entwickelt sich der Schädling

Die Kastanienminiermotte bildet im Jahr bis zu drei Generationen. Die Puppe überwintert in den abgefallenen Blättern 1. Während der Kastanienblüte im Mai fliegen die Falter der ersten Generation 2. Sie sind orangebräunlich mit weiß-schwarzer Querbänderung der Vorderflügel und etwa 5 mm groß. Die Weibchen legen ihre weißlichen, ovalen, etwa 0,4 mm großen Eier einzeln auf der Blattoberseite meist entlang der Seitenadern ab 3. Nach rund zwei Wochen schlüpfen die Räupchen, die mit ihrem Minierfraß beginnen. Der Fraß dauert etwa drei Wochen. Die ausgewachsene Raupe verpuppt sich im Fraßgang (der Mine). Die Puppe ist braun, etwa 3–4 mm lang und verbirgt sich in der Mine unter einem weißen Gespinst – der Puppenwiege 6. Die Falter der zweiten Generation fliegen Ende Juni und im Juli und legen wieder ihre Eier an den Blattoberseiten ab 7. Von September bis Oktober kommt es meistens zum Flug und zur Eiablage der dritten Generation 8. Die oft frühzeitig abgeworfenen Blätter verbergen die Puppen, die dort überwintern 9.

nach obenSchaderreger und Schadbild

Im Juni werden unter der Haut der Blattoberseiten, meistens begrenzt durch die Seitenadern der Blätter, mehrere Fraßgänge festgestellt 4. Darin sind 3–4 mm lange, gelbliche, mit dunklen Querstreifen versehene Räupchen zu finden 5. Bei einem starken Befall und drei Generationen im Jahr kann das Blattwerk der Bäume total zerstört werden. Wenn eine solche Schädigung mehrere Jahre nacheinander zustande kommt und zusätzlich eine Infektion der Blätter durch die Blattbräune hinzukommt, ist mit einer starken Schwächung, die im extremen Fall zum Absterben des Baumes führen kann, zu rechnen.

nach obenVorbeugung und Bekämpfung

Bei Neupflanzungen sollten die eher widerstandsfähigen, rotblühenden Sorten bevorzugt werden. Regelmäßiges Entfernen der einzelnen befallenen Blätter, bevor sie von den Faltern verlassen worden sind, und gründliches Absammeln und Vernichten des Falllaubes im Herbst bringen nur dann gute Erfolge, wenn es bei allen Rosskastanienbäumen in der Nähe genauso gehandhabt wird (der blaue Balken).

Die Räupchen werden durch Schlupfwespen parasitiert, der praktische Erfolg nach deren Einsatz ist zurzeit aber unzureichend.

Die besten Erfolge bei der chemischen Bekämpfung (der rote Balken) erreicht man bis jetzt mit entwicklungshemmenden Präparaten, die das Ausschlüpfen aus dem Ei verhindern. Die zzt. in Gartenprogrammen der Hersteller zur Verfügung stehenden, ins Blatt eindringenden Bekämpfungsmittel haben praktisch nur gegen die jungen, ihre Fraßtätigkeit beginnenden Räupchen eine ausreichende Wirkung. (Neem: COMPO Bio Insekten-frei, Solabiol Bio-Schädlingsfrei, Naturen BioSchädlingsfrei)

Da der Schädling bis zu drei Generationen pro Jahr bildet, sind mehrere Spritzbehandlungen jährlich notwendig um einen signifikanten Schutz der Bäume zu garantieren.

nach obenBuch-Tipp

Weitere Informationen finden Sie in dem Buch "Mein gesunder Ziergarten: Großer Krankheits- und Schädlingskalender" von Adalbert Griegel.

Adalbert Griegel
Mein gesunder Ziergarten: Großer Krankheits- und Schädlingskalender
224 Seiten
Preis: 19,90 Euro
ISBN: 3930384108
Verlag: Griegel

Erhältlich im Buchhandel oder bei Amazon.de.

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Schlagworte dieser Seite:

Bekämpfung, Kastanienminiermotte, Schaderreger, Schädling, Schädlingsbefall, Vorbeugung

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