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Kamelien, Alpenveilchen und mehr ...

Dezember 2000 Das Wohnen und der Umgang mit Blatt- oder Blütenpflanzen vermittelt außer einer angenehmen räumlichen Atmosphäre gute Impulse für den einzelnen. Pflanzliche Schönheiten sind Wunschvorstellungen, die an südliches Flair und sommerlichen Urlaub erinnern. Maßgebend für die Wahl sind die Wohnverhältnisse – auch für die erfolgreiche Pflege. Mitbestimmend noch die Vorliebe des Pflegers für diese oder jene Schmuckpflanze.


nach obenStandortwahl – Himmelsrichtung

Vergleicht man den unterschiedlichen Lichteinfall im häuslichen Bereich, ist festzustellen, dass Südlagen sich nachteilig auf die Entwicklung auswirken. Grund: Zu hohe Sonnenwirkung. Schäden: Durch Luft- und Ballentrockenheit. Schattengaben unumgänglich.

Ostseiten: Bieten milde Morgensonne; nachteilig: kälteempfindlich.

Westseiten: Pflanzen mit hohen Licht- und Wärmeansprüchen.

So stehen für die behandelten Pflanzen die Nordseiten zur Verfügung, die Schatten gewährleisten und für schattenliebende Pfleglinge sich als ideal erwiesen haben. Keine Verbrennungen, keine Kulturfehler (übermäßiges Gießen). Nachteilig: Unterkühlung.

nach obenTemperaturen für Zimmerpflanzen

Im allgemeinen stammen sie aus tropischen Ländern und sind in der Pflege unterschiedlich. Nach den Lebensansprüchen ihrer Heimat ergeben sich abweichende Klimaansprüche. Nach Gärtnerwissen haben sich gewisse Richtlinien und Erfahrungswerte herausgestellt.

Kalthauspflanzen beanspruchen einen kühlen Raum von 8 bis 12 °C. Im Lauwarmhaus wird eine temperierte Luft von 12 bis 18 °C vorausgesetzt. Letztlich das Warmhaus 18 bis 22 °C, das Tropenpflanzen aufnimmt.

nach obenDankbare Winterblüher

Ist draußen im Jahresrhythmus durch Nachlassen des Wachstums die Ruhezeit eingetreten, erfreut sich der Pflanzenfreund alljährlich aufs neue, wenn sich am Fensterbrett die ersten Blüher ihr Stelldichein geben.

nach obenAlpenveilchen (Cyclamen persicum)

Für den Erwerbsgärtner bedeutet es die Topfplanze Nummer eins. In der Form erinnert es an die wildwachsende Ursprungsart Cyclamen hederilolium aus dem Mittelmeergebiet. Eingeführt wurde das persische Alpenveilchen 1625. Um 1880 nahm die Zahl der Zuchtbetriebe zu und brachte viele Sorten auf den Markt. Ihr Ziel war die Verbesserung der Blütenform, des Farbenspiels wie der Blattzeichnung.

Pflege

Temperatur zur Blütezeit 10 bis 12 °C bei lichtem Schatten. Ein sonniger Platz im warmen Raum sagt ihm nicht zu. Ideal ist eine nach Norden gelegene Räumlichkeit. In Gebäuden mit Doppelfenstern und in schmalen Töpfen findet es die erforderlichen Klimaansprüche. Gießen mit nicht zu hartem Wasser. Der pH-Wert liegt bei 5/6. Verblühtes, braune Blätter am Stengelgrund auszupfen. Fruchtansatz vermeiden, obgleich ein herabgekrümmter Fruchtstiel eine Beobachtung wert ist. Bei Einhaltung der Ruhezeit nach der Blüte können sie über 60 Jahre alt werden.

nach obenKamelie (Camellia japonica)

Kamelie
© v.E.
Kamelie
Ihren Namen erhielt sie nach G. J. Kamel, Apotheker der Mährischen Bruder-Mission. Nach seinem Tod kam die erste Kamelie nach England. Im 19. Jhr. war das Teegewächs als Modeblume sehr geschätzt. Seitdem fand die Kultur internationale Bedeutung. In den 30er Jahren lagen in dem Gebiet um Dresden bedeutsame Anzuchtstätten. Die Blütezeit fällt in die Monate Januar bis April.

Pflege

Sommertags mäßig warm, luftig, schattig bei 18 bis 20 °C. Auf Sonnenbrand achten! Die weitere Kultur verläuft wie bei der des Alpenveilchens. Wahrend des Blühens wärmer halten bei etwa 10 bis 12 °C und hoher Luftfeuchte. Empfindlich gegen Temperaturschwankungen (Zugluft). Leicht Knospenfall. Umstellen der Töpfe vermeiden.

Neben den Topf-Kamelien gibt es seit Jahren die winterharten Sorten, denen jedoch ein gegen Ostwinde geschützter Platz einzuräumen ist.

nach obenAzalee, Läuseblume und Zimmertanne

Azalee
© v.E.
Azalee
Cinerarie
© v.E.
Cinerarie
Den kühlen Raum beanspruchen ebenso die Azaleen (Rhododendron) sowie die "Läuseblumen", früher Cineraria, heute Pericallis-Hybr.

Araukarie
© v.E.
Araukarie
Gleichfalls beliebt die Zimmertanne (Araucaria heterophylla). Ihr bizarrer symmetrischer Kronenbau wurde im 19. Jhr. sehr geschätzt und sie fand Eingang in die Wohnungen der Bürger. Durch Einbau der Zentralheizungen ging der Absatz stark zurück, ebenso die Zahl Spezialkulturen im sächsischen Raum.

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Winterliche Pflege gängiger Zimmerpflanzen

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Alpenveilchen, Azalee, Kamelie, Läuseblume, Zimmerpflanze, Zimmertanne

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