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Gartengedanken: Ökosystem Gartenboden

Dezember 2000 Freizeitgärtner tauschen freundschaflich ihre Erfahrungen bei der Anzucht von Pflanzen aus, wetteifern im friedlichen Wettstreit um den schwersten Kürbis und feiern gemeinschaftlich das Erntedankfest.

Aber bei der herbstlichen Bodenbearbeitung hört die Freundschaft auf. Immer wieder bekommt der Gartenfachberater die Frage gestellt: Umgraben – ja oder nein?


Jede Bearbeitung unseres Gartenbodens ist ein Eingriff in das Ökosystem Gartenboden! Es wäre aber verkehrt, aus diesem Grunde die Bearbeitung ganz einzustellen. Genauso verkehrt ist eine Übertreibung der Bearbeitung.

nach obenTiefe Bodenbearbeitung

Das Bearbeiten unseres Gartenbodens mit der Grabegabel erfolgt im Herbst vor Eintritt des Frostes in groben Schollen. Kalk, Kompost oder Stallmist wird erst im Frühjahr eingearbeitet!

nach obenFlache Bodenbearbeitung

Zwei Ziele werden dabei verfolgt: Einmal die Feinkrümelung des Gartenbodens zur Erzielung saat- und pflanzenfertiger Flächen. Das zweite Ziel ist, Bodenverkrustungen zu brechen um die Wasserverdunstung zu mindern ("Hacken ist halb Gießen") und den Bodenlufthaushalt zu verbessern.

nach obenAbdeckung des Gartenbodens (Mulchen)

Viele geeignete Stoffe fallen im Laufe eines Gartenjahres an, um ein Abdecken des Gartenbodens zu ermöglichen. Bei Himbeeren beispielsweise wirkt sich eine Abdeckung vorteilhaft auf das Pflanzenwachstum aus. Eine Bodenbearbeitung nehmen uns die Himbeeren hingegen sehr übel.

nach obenGründüngung

Eine alte gartenbauliche Regel sagt: Bei Kulturpausen von über 6 Wochen ist eine Aussaat mit Zwischenfrüchten auszubringen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Beschattung des Gartenbodens
  • Anreicherung mit organischer Substanz
  • Lockerung tieferer Bodenschichten u. v. m.

Abgefrorene Pflanzenteile können kompostiert oder als Abdeckung des Gartenbodens verwendet werden.

nach obenBodenuntersuchungen

Hier kann die örtliche Siedlergemeinschaft ihren Mitgliedern durch gezielte Bodenuntersuchungsaktionen und einem Ausspracheabend mit den untersuchten Ergebnissen Ratschläge und Tipps zur richtigen Düngung des Ökosystems Gartenboden geben.

nach obenUntersuchungsanstalten

Faxabruf-Service von Familienheim und Garten unter 0190 – 66 96 30 103. Zum Schluss noch eine Definition zum Thema Mulchen, die ich vor kurzem in die Hände bekam:

Mulch = Material, mit dem man den Gartenboden rund um die Kulturpflanze abdeckt, um sie feucht und warm zu halten. Holzspäne, Strohhäcksel, Laub, alte Zeitungen und sonstiges nutzloses, bedrucktes Papier kann auch zu diesem Zweck verwendet werden.

Ihr Bundesgartenfachberater
Axel Ackermann

Schlagworte dieser Seite

Bodenbearbeitung, Gartengedanken, Gründüngung, Mulch, Mulchen
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