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Obstgehölze vor Wintereinwirkungen schützen!

Durch Weißen gegen Frosteinwirkung geschützte Stämme und Äste.
© May
Durch Weißen gegen Frosteinwirkung geschützte Stämme und Äste.

Dezember 2000 Die Obstbäume sind in der vegetationslosen Zeit durch sehr tiefe Temperaturen gefährdet. An oberirdischen Baumteilen können an Ästen und Zweigen Frostplatten und am Stamm Frostrisse, aber ebenso Rindenfraß durch Nager entstehen.


Starkwachsende Baumformen (Viertel-, Halb-, Hochstämme) schützt man gegen Frostrisse rechtzeitig im Frühwinter durch Weißen der Stämme. Ein bewährtes Schutzmittel ist die Farbe Concolan weiß, die gut haftet und witterungsbeständig ist. Sie wird im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnt und kann mit der Rückenspritze ausgebracht werden. Gebrauchsanweisung beachten!

Reicht diese Maßnahme nicht aus (vornehmlich in Gebirgsgegenden), müssen die Stämme mit Schilf oder Stroh dachziegelförmig eingebunden werden. Das Abdeckmaterial ist anfangs des Frühjahres zu entfernen, damit sich darunter keine Schaderreger ansiedeln können. Borkige Stämme sind mit einem Spezialgerät sauber zu kratzen.

Kleinbleibende Baumformen benötigen im Winter als Stammschutz eine engmaschige Drahthose. Kaninchen und Hasen können vom Benagen der Stämme abgelenkt werden, indem man ihnen im November/Dezember die beim Winterschnitt anfallenden Zweige als "Futter" unter den Bäumen zur Verfügung stellt.

Auch die Wurzelregion leidet unter sehr niedrigen Temperaturen. Das Abdecken der Baumscheibe mit Torf oder Mist – kurz vor dem Einsetzen stärkerer Fröste – ist eine hilfreiche Aktion.

Wühlmausfraß ist durch das Auslegen von Johannisbrotködern in haustiersicheren Dränrohren (siehe Gebrauchsanweisung) zu begegnen. Unter der Baumscheibenabdeckung hat sich ein Ausbringen von Ködern gegen Feldmäuse bewährt.

Der Zeitpunkt des Winterschnittes hat ebenso Einfluss auf die Frostwiderstandsfähigkeit der Kronenteile. Wird z. B. 'Cox-Orangenrenette' im November geschnitten, muss mit negativen Auswirkungen gerechnet werden. Gehölze mit solchen Sorten sind deshalb erst Ende Februar/Anfang März zu schneiden.

Werfen wir noch einen Blick auf das Beerenobst. Schwarze und Rote Johannisbeeren sind – wie Kulturheidelbeeren – wenig oder gar nicht Witterungseinwirkungen ausgesetzt. Anders sieht es bei Erdbeerkulturen aus. 'Elsanta' und auch andere Sorten sind besonders für Barfröste empfänglich, so dass ggfs. die Pflanzen vertrocknen und große Schäden entstehen. Ein Abdecken der Kulturen mit Strohhäcksel, der im Frühjahr rechtzeitig entfernt werden muss, verhindert Ausfälle.

Brombeerpflanzen sind stets frostempfindlich und müssen sachgemäß eingewintert werden. Auswirkungen aufgrund von Wintereinflüssen zeigen sich an zögerndem und völligen Ausbleiben des Frühjahrsaustriebes.

Bei starken Wühlmausschäden kann man den Baum leicht aus dem Boden ziehen. Auch enorme Stammschäden durch Frostrisse und -platten führen häufig zum Totalverlust. Werden die empfohlenen vorbeugenden Maßnahmen sachgemäß durchgeführt, sind die Ernteeinbußen gering.

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