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Bodenproben ziehen

November 2017 Jeder Gartenliebhaber weiß, dass Pflanzen für ein gesundes Wachstum neben Licht und Wasser auch Nährstoffe benötigen. Doch wieviel muss man düngen, damit die Pflanzen optimal versorgt werden und nebenbei die Umwelt möglichst wenig belastet wird?


Bild 1
© Verband Wohneigentum e. V.
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Bodenprobenuntersuchen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Flächen im Garten sehr unterschiedlich versorgt sind. Während der Gemüsegarten oftmals extrem überversorgt ist, herrscht im Ziergarten und vor allem im Rasen meist Nährstoff-Notstand. Beides tut den Pflanzen nicht gut – sie wachsen schlecht und sind anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Zudem können überschüssige Nährstoffe ausgewaschen werden und somit das Grundwasser belasten. Auskunft über das, was unter der Bodenoberfläche Bild 1 an Nährstoffen vorhanden ist, gibt die Untersuchung eine Bodenprobe. Herbst und zeitiges Frühjahr sind der richtige Zeitpunkt, eine solche zu ziehen. Wichtig ist, dass vor der Entnahme weder Kompost noch Dünger auf der Fläche verteilt wurden.

nach obenBodenproben entnehmen

Bild 2
© Verband Wohneigentum e. V.
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Experten empfehlen, den Boden alle 3–5 Jahre untersuchen zu lassen. Die Entnahme wird am besten mit einem Bohrstock durchgeführt Bild 2, alternativ kann die Probe auch mit einem Spaten entnommen werden. Auf einer einheitlich genutzten Fläche (Rasen, Ziergarten, Gemüsebeet oder Obstgehölze) werden mindestens 10 Proben entnommen, wobei die Tiefe der Einstiche im Rasen ca. 10­–15 cm, bei den anderen Fläche 25–30 cm beträgt. Die Erde mischt man sorgfältig in einem Eimer, entfernt Pflanzen- und Wurzelreste, füllt ca. 300–400g in einen Plastikbeutel und beschriftet ihn von außen. Mit einem Begleitschreiben oder einem speziellen Formular schicken Sie die Probe an ein Bodenuntersuchungslabor. In einigen Landesverbänden des Verband Wohneigentum bestehen Kooperation mit solchen Labors, am besten fragen Sie Ihren Gartenberater.

In der Regel werden bei einer solchen Untersuchung die Gehalte der Hauptnährstoffe Phosphor, Kalium und Magnesium sowie der pH-Wert festgestellt. Darüber hinaus kann man auch den Humusgehalt oder Stickstoffgehalt bestimmen lassen, wobei für letzteres die Probe gekühlt ins Labor gelangen muss. Hierbei sollten eventuelle Hinweise des Labors beachtet werden. Zwar benötigen Ihre Pflanzen auch eine Reihe von Spurenelementen, u.a. Eisen, Mangan Schwefel, allerdings ist der Untersuchungsaufwand deutlich höher und eine regelmäßige Kompostgabe reicht zur Versorgung aus.

nach obenEine Bodenanalyse zeigt, was unter der Oberfläche steckt

Bild 3
© Verband Wohneigentum e. V.
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Nach der Untersuchung erhalten Sie Informationen bzgl. der Bodenart und der Nährstoffgehalte und des pH-Wertes (je nach Auftrag auch weitere Werte) zusammen mit dem für Ihren Boden/Ihre Anbaufläche gewünschten Sollwert. Diese Angaben sind Grundlage für eine Düngeempfehlung, die meist in g/m² Reinnährstoff angegeben werden. Sinnvoll ist es, wenn zu diesem Ergebnis handelsübliche Dünger mit der entsprechenden Aufwandmenge aufgelistet sind. Ist dies nicht der Fall, können Sie sich wieder an Ihren Gartenberater wenden. Danach steht einer bedarfsgerechten Düngung und somit einer gesunden Entwicklung der Pflanzen nichts mehr im Wege Bild 3.

Mehr zum Thema Boden und Kompost finden Sie unter ­gartenberatung.de.

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An die gleiche Stelle sollte nicht erneut ein Obstgehölze und auch keine Ziergehölze gepflanzt werden.
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Im Garten steht ein Baum

Schlagworte dieser Seite:

Bodenoberfläche, Bodenprobe, Bohrstock, Gartenberatung

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