Inhalt

Qualitätsmängel bei Radieschen

November 2000 Glasige, wässerige Stellen und die sogenannte Pelzigkeit sind zwei Qualitätsmängel, die man immer wieder bei Radies (und Rettich) beobachten kann.


nach obenGlasigkeit

Qualitätsbeeinträchtigungen bei Radieschen: Glasigkeit
© Titze
Qualitätsbeeinträchtigungen bei Radieschen: Glasigkeit
Die Ursache der Glasigkeit ist wohl noch nicht endgültig geklärt. Sie wird aber allgemein auf Bormangel zurückgeführt. Bor (B), ein Spurenelement, gehört zu den 13 lebensnotwendigen mineralischen Nährstoffen der Pflanze. Ist es für sie in manchen Fällen nicht in ausreichender Dosis präsent, treten bei den Gemüsekulturen Mangelsymptome auf, u. a. das soeben erwähnte. So können zu hohe Boden-pH-Werte (= zu viel Kalk) eine unzureichende Bor-Pflanzenverfügbarkeit verursachen. Bodentrockenheit verringert das Angebot in der Regel noch mehr.

Allenfalls eine auf die jeweilige Bodenart abgestimmte Kalkmenge – aber nur wenn sie sich aufgrund einer vorangegangenen Bodenuntersuchung als wirklich notwendig erweist (!) –, die Verwendung eines Mehrnährstoffdüngers mit Spurenelementen (auf Bor achten!) zur Grunddüngung vor der Aussaat und die regelmäßige Bewässerung müssten das Schadbild deshalb auf gefährdeten Beeten weitgehend verhindern.

nach obenPelzigkeit

Qualitätsbeeinträchtigungen bei Radieschen: Pelzigkeit
© Titze
Qualitätsbeeinträchtigungen bei Radieschen: Pelzigkeit
Pelzige Radieschen besitzen ein schwammiges Gewebe und einen faden Geschmack. "Mit zunehmendem Alter und Übergang in die generative (= Blüh-) Phase bilden sich Holzzellen und Hohlräume im Knolleninneren. Die Wasser- und Nährstoffzufuhr bricht ab, das umliegende Zellgewebe stirbt ab, während sich die Hohlräume mit Luft füllen. Die Knolle wird pelzig.

Das Pelzigwerden entsteht aber auch durch Umwelteinflüsse, insbesondere durch Hitze und Trockenheit" (Vogel 1996), vorwiegend bei ungleichmäßiger Bodenfeuchtigkeit, aber auch bei Nährstoffmangel.

Die Tendenz zur Pelzigkeit ist zugleich sortenbedingt. Der Beginn dieses Symptoms nach Erntereife kann bei den verschiedenen Sorten früh bis sehr spät einsetzen. Ähnlich wie bei der Glasigkeit kann dieser Qualitätsmangel durch eine ausgeglichene Bewässerung, darüber hinaus durch richtige Sortenwahl verringert werden.

Schlagworte dieser Seite

Glasigkeit, Pelzigkeit, Radies, Radieschen, Rettich
Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Diese Seite nutzt ausschließlich Session-Cookies. Permanente Cookies werden nicht verwendet!
Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.