Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Gartenberatung > Gartenberatung: Garten-Experten antworten
← vorheriger BeitragRettet den Vorgarten!

Gartenberatung: Garten-Experten antworten

Juni 2017 Im vergangenen Winter/Frühjahr haben sich wieder viele Leser von gartenberatung.de mit ihren Fragen an die Gartenberater des Verbands Wohneigentum gewandt. Wir stellen hier eine Auswahl der Fragen und unsere Antworten vor.


Bild 1
© Claus Brück-Dyckhoff
Bild 1
Unsere Hecke besteht aus etwa 100 Kirschlorbeer-Pflanzen, die im Frühjahr 2016 gepflanzt wurden. Im Winter 2016/2017 kam es zu starker Frosttrocknis und in der Folge zu einer Braunfärbung der Blätter 1. Was sollen wir tun?

GB: Die Pflanzen haben sicher eine Schädigung durch die Frosteinwirkung im Januar bekommen. Genau wie Sie das beschrieben haben, handelt es sich meist um ein Vertrocknen der Pflanzen. Wichtig ist es, immergrüne Pflanzen bei Trockenheit auch im Herbst/Winter zu wässern. Trotzdem kann es bei tiefem Bodenfrost und Sonneneinstrahlung zu diesen Schädigungen kommen. Die Pflanzen sollten im Frühjahr bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden, auch wenn dies ziemlich bodennah ist. Mit diesem Rückschnitt kann man warten, bis man sieht, ab wo die Pflanzen wieder austreiben. Dann können Sie die Pflanzen auf einen frischen Austrieb zurück schneiden.

Bild 2
© Claus Brück-Dyckhoff
Bild 2
Ich habe ein Problem mit meinen Apfelbäumen. Wie Sie auf den Fotos sehen können, haben zwei ca. zehn Jahre alte Bäume richtige Löcher im Stamm 2. Was soll ich tun?

GB: Die Wunden an den Bäumen entstehen häufig durch Anfahrschäden zum Beispiel mit dem Rasenmäher, durch einen Astabschnitt oder durch Wildverbiss. Es bilden sich Faulstellen und in der Folge größere Löcher im Stamm. Bei jungen Bäumen können Sie versuchen, die ausgefranzten Wundränder nachzuschneiden, um so den Überwallungsprozess zu fördern. Bei zu großen Wunden ist oft eine Neupflanzung sinnvoller. Bei älteren Bäumen muss man darauf achten, dass die Stabilität gewährleistet ist und eventuell einen Rückschnitt zur Entlastung vornehmen. Direkt an der Wundstelle sollten Sie nichts unternehmen. Früher hat man diese Stellen oft mit Beton ausgegossen. Dies bringt aber nichts für die Stabilität und die Fäulnis wird oft noch beschleunigt, da die Faulstelle hinter dem Beton nicht mehr abtrocknen kann.

Ich habe eine Frage zum Thema Kompost. Meine Gartenerde ist sehr kalkhaltig, sollte ich dann überhaupt mit eigenem Kompost düngen?

GB: Gartenkomposte bewegen sich meist in einem Bereich zwischen pH 7 und pH 8 − also neutral bis schwach alkalisch. Das hängt jedoch sehr von den Bestandteilen und der Verrottung ab. Aufschluss darüber kann nur eine pH-Analyse, sowohl für den Kompost als auch für die Gartenerde, geben. Dies geschieht durch eine Bodenprobe/Kompostprobe oder mit einem elektrischen pH-Messgerät. Wenn sich durch eine Kompostgabe der pH-Wert weiter erhöhen würde, sollten Sie davon absehen.

Wir haben ungefähr acht Jahre alte Zypressen an unserer Grenze stehen, die inzwischen um die 7 m hoch sind. Wir überlegen, diese zu kürzen. Ist das ratsam und welches Risiko besteht, dass sie dabei kaputt gehen? Wann wäre dafür eine günstige Zeit?
GB: Generell ist es möglich, die Zypressen zurückzuschneiden. Allerdings treiben diese oben aus dem Stamm meist nicht mehr aus, Seitenäste wachsen dann nach oben und bilden eine neue Spitze. Ob ein Rückschnitt der Pflanze schadet, hängt von der Stärke des Rückschnitts ab. Schnittwunden sollten maximal einen Durchmesser von 5 bis 10 cm haben. Sonst besteht die Gefahr, dass sich an den Schnittstellen Fäulnis bildet. Ebenso können bei zu starkem Rückschnitt Wurzeln absterben, da sie nicht mehr richtig versorgt werden. Ein starker Rückschnitt sollte nur in der Zeit, in der keine Vögel brüten, also zwischen Oktober und Ende Februar, durchgeführt werden.

Ich bin auf der Suche nach einem duftenden Rosenstrauch. Der Standort ist im Halbschatten, kann man da auch noch Rosen pflanzen?

GB: Rosen gedeihen natürlich immer am Besten im vollsonnigen Bereich. Wenn sie halbschattig stehen, sollten sie trotzdem vier bis fünf Stunden Sonne am Tag abbekommen, sonst gibt es nur wenige Blüten und die Pflanze entwickeln lange Triebe. Auch die Krankheitsanfälligkeit nimmt zu. Deshalb empfiehlt es sich für schattige Standorte geeignete Sorten zu wählen. Im direkten Schatten sollten Sie keine Rosen pflanzen, sondern schattenverträgliche Gehölze und Stauden.

← vorheriger BeitragRettet den Vorgarten!
Eine für Insekten attraktive Staude ist die Glattblatt-Aster ­?(Aster novi-belgii), die im September und Oktober blüht.
Grüne Tipps im September
Wasserlandschaft
Hanggärten reizvoll gestalten
Sobald die Sonnenbraut (Helenium × cultorum) verblüht ist, lohnt ein starker Rückschnitt, um sie zu einem neuen Blütenflor anzuregen.
Grüne Tipps im Juli

Schlagworte dieser Seite:

Braunfärbung, Frosttrocknis, Garten-Experten, Gartenerde, Halbschatten, Hecke, Kompost, Rosenstrauch, Rückschnitt, Trockenheit, Wunde, Zypresse

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2019

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de