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Brombeeren sind beliebt

Beginnender Befall durch die Brombeergallmilbe. Zunächst reifen erste Früchte nicht vollständig. Bei starkem Befall verbleiben die Früchte im halbreifen Zustand.
© May
Brombeeren

November 2000 Brombeeren sind weniger wegen des Rohgenusses, sondern aufgrund ihrer Verwertungsmöglichkeiten dem Gartenfreund willkommen. Sie können als rankenbildende Pflanzen am Gerüst erzogen werden. Die rankenlosen Sorten, die wie Himbeeren angebaut werden, haben eine geringe Bedeutung, so dass sie bei den anschließenden Betrachtungen unberücksichtigt bleiben.


Brombeerkulturen sind genügsam und wurzeln tief, sie kommen deshalb auch mit geringeren Böden zurecht; optimale Ergebnisse in bezug auf Fruchtqualität und Ertrag werden allerdings nur auf besten Böden (sandiger Lehm) erreicht. Schwere Tonböden lassen die Ruten schlecht ausreifen, so dass sie oft Opfer früher Bodenfröste werden.

Die Masse der Früchte reift erst im Laufe des Septembers. Infolgedessen liegt in unserem Klimaraum die Anbaugrenze bei 500 m Meeresspiegelhöhe. Für die Pflanzung eignen sich zweijährige Setzlinge, die ein bis zwei gut entwickelte Triebknospen aufweisen sollten. Aufgrund des Frostrisikos ist die Frühjahrs- der Herbstpflanzung vorzuziehen. Die Pflanzen werden nur so tief gesetzt, dass die Knospen etwa 5 cm mit Erde bedeckt sind, die Ruten werden auf 25 cm zurückgeschnitten.

Der Pflanzabstand sollte 2,50 × 3,00 m betragen, schwachwüchsige Sorten ('Thornless Evergreen') kommen mit 2,00 × 1,25 m aus. Nach der Pflanzung angießen und den Boden in einer Breite von 1,00 m (seitlich jeweils 0,50 m) mit Torf oder anderem Mulchmaterial abdecken.

nach obenGerüst

Es muss während des ersten Standjahres errichtet werden und sollte aus Stützpfählen mit einem Durchmesser von 10 cm bestehen, die im Abstand von 6 bis 10 m 70 cm tief in den Boden zu schlagen sind; die Endhöhe sollte 1,8O bis 2,00 m betragen. Anschließend werden zwei bis drei Zinkdrähte (2,8 mm stark) gespannt.

nach obenFächererziehung

Je Pflanze werden sechs Ruten belassen, die fächerförmig verteilt senkrecht am Gerüst anzubinden sind. Überstehende Rutenteile werden abgeschnitten. Die gleiche Anzahl Jungruten, die im folgenden Jahr fruchten soll, wird nach oben geführt und befestigt. Alle überzähligen sind direkt nach ihrer Entstehung dicht über dem Boden wegzunehmen.

nach obenDüngung

In schweren Böden ist ein pH-Wert von 6,5 anzustreben. Der Boden ist humusreich und locker zu halten; das Mulchen mit Strohhäcksel hat sich bewährt.

nach obenNährstoffansprüche

1 kg Stickstoff je 100 m² brombeerbestandener Fläche ist angebracht, das sind etwa 7 kg Volldünger blau je Kulturjahr. Davon werden zwei Drittel im zeitigen Frühjahr verabfolgt, der Rest direkt nach der Blüte. Der genaue Nährstoffbedarf ist durch eine Bodenuntersuchung zu ermitteln.

nach obenBlüte und Befruchtung

Die Blütendifferenzierung erfolgt erst im Tragjahr und nicht wie bei Himbeeren im Jahr zuvor. Die Blüte liegt in der frostsicheren Zeit um Ende Mai. Brombeeren sind selbstfruchtbar. Für die Bestäubung sind Bienen und Hummeln zuständig.

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