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Gerüstet für's neue Jahr?

Januar 2000 Licht, Temperatur ("Wärme"), Wasser, Luft (CO2= Kohlendioxid, O2= Sauerstoff) und Nährstoffe (13 notwendige mineralische, davon 6 Haupt- (Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Calcium (Ca), Magnesium (Mg) und Schwefel (S)) und 7 Spuren-Nährelemente (Chlor (Cl), Bor (B), Molybdän (Mo), Eisen (Fe), Mangan (Mn), Zink (Zn) und Kupfer (Cu))) sind von außen wirkende Wachstumsfaktoren, die die Entwicklung und damit schließlich den Ertrag unserer Pflanzen bestimmen. (Die "inneren" Wachstumsfaktoren, wie Erbanlagen, Wuchs- und Wirkstoffe usw. sollen hier nicht weiter behandelt werden). Geraten einer oder mehrere dieser Faktoren über mehr oder weniger enge Optimal-Grenzen hinaus in niedrigere (Minimum-) oder höhere (Maximum-) Bereiche, bleibt das nicht ohne negative Folgen für die Pflanze.


nach obenMinimumgesetz

So besagt das "Gesetz vom Minimum" (Liebig): Die Pflanze kann nur so gut wachsen bzw. der Ertrag kann nur so hoch sein, wie es der Nährstoff, mit dem sie am schlechtesten versorgt ist, ermöglicht. Das heißt: Die Entwicklung in jedem Abschnitt ihres Lebens hängt von dem in unzureichender Dosis vorhandenen Nährstoff ab, da für das Ausmaß ihrer Entfaltung die Nährelemente in einem bestimmten Verhältnis verfügbar sein müssen. Der in geringster Menge vorhandene Stoff – der Minimumfaktor – drückt also auch auf die Aufnahmefähigkeit für die anderen. Wenn die Bodenuntersuchung für eine bestimmte Bodenart z. B. 3 mg pflanzenverfügbares Kalium (K2O) je 100 g Boden ausweist, aber 21 bis 30 mg attestieren sollte, so kann auch bei Steigerung aller anderen Nährelemente durch Düngung die Ertrags-Höhe nur so ausfallen, wie sie die Kalium-Menge des Bodens hergibt.

Natürlich gilt das Minimum-Gesetz gleichermaßen für die anderen (auch inneren) Wachstumsfaktoren. Mögen alle Nährstoffe reichlich und in einem günstigen Verhältnis vorhanden sein, wenn das Beet stark beschattet ist, das Licht also zum Minimumfaktor wird, oder ständiger Wassermangel (Wasser = Minimumfaktor) für die Pflanzen herrscht, kann keine optimale Entwicklung erfolgen. Über die Temperaturansprüche der Gemüsearten wurde ausführlicher im Mai-Heft des vergangenen Jahres berichtet. Darin sind u. a. die Minimum-Temperatur-Bereiche aufgezeigt worden. Können diese nicht eingehalten werden, dann klappt's eben nicht recht mit dem Wachstum.

Will man diese Gesetzmäßigkeit jemandem plausibler vor Augen führen, dann gibt es dafür zwei gängige, anschauliche Erklärungsmodelle: die "Minimum-Tonne" und die Kette mit unterschiedlich starken Gliedern. In einem Falle wird der Ertrag bildlich mit dem Fass-Inhalt gleichgesetzt, im anderen mit der Zugkraft, die auf die Kette bis zu deren Reißen einwirken kann. Die kürzeste Daube des Gefäßes bzw. das schwächste Glied der Kette begrenzen mithin den "Ertrag".

nach obenWachstumsfaktoren im Übermaß können schaden

Ein Zuviel kann ebenso schädlich sein. Das Übermaß bestimmter Nährstoffe vermag "Verbrennungen" der Wurzeln und Blätter oder das Absterben ganzer Pflanzen hervorzurufen, zu viel Licht, zu wenig Lüftung im Kleingewächshaus (= zu viel Wärme!) kann die Gewächse ebenfalls verbrennen lassen, stagnierendes Wasser (z. B. fehlende oder verstopfte Dränage) lässt Pflanzenwurzeln durch Sauerstoffmangel absterben usw.

nach obenFit für das kommende Jahr?

  • Beschattet kein Obstbaum die Gemüsebeete (wesentlich)?
  • Braucht nicht mehr ausgelichtet zu werden?
  • Ist eine Bodenuntersuchung veranlasst worden: Sind der Kalkgehalt (pH-Wert) und die Nährstoff-Versorgung in Ordnung? Muss ggf. der eine oder andere Nährstoff durch betonte Düngung "ins Gleichgewicht" gebracht werden?
  • Ist die zusätzliche wassersparende Bewässerung gesichert (Regentonne!)?
  • Läuft die Dränage?
  • Ist die Bodenstruktur annähernd optimal (herrschen günstige Luft- und Wasserverhältnisse im Boden)?
  • Ist der Boden ausreichend tief gelockert, damit die Pflanzenwurzel ein genügend großes Boden-Volumen für die Nährstoff-Aufnahme vorfindet?

Das sind einige Beispiele. Der Fragen-Katalog ließe sich natürlich noch erweitern.

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Eisenmangel lässt die Blattfläche vergilben, wobei die Blattadern grün bleiben.
Im Frühjahr auf Nährstoffmangelschäden achten!
Abb.1: Die Optimumkurve; vorne "grün", hinten "rot" (s.Text)
Die zwei Seiten des Spiegels
Meist werden Mäher oder Rasentraktoren mittels Mulchkit oder einfach nur mit einem Stopfen im Auswurfkanal zum Mulchen umgerüstet. Eventuell muss aber auch ein spezielles Messer eingebaut werden, das in der Lage ist, hochgewirbeltes Rasenschnittgut mehrfach klein zu schneiden.
Rasenpflege: übers Mulchen

Schlagworte dieser Seite:

Düngung, Minimumgesetz, Nährelemente, Nährstoff, Pflanzenernähung

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