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Gemüse für's Hochbeet

© Stein

April 2016 Klein, aber fein - Hochbeete sind ideal für alle, die auf kleinem Raum frisches Gemüse anziehen möchten und sich mühsames Bücken ersparen wollen. Dabei eignen sie sich prächtig für Mischkulturen, denn alle Dimensionen können genutzt werden.


Wer Rückenprobleme hat oder wem das gebückte Arbeiten am Boden schwer fällt, ist schnell begeistert von Hochbeeten. Aussäen, Pikieren oder die Pflege lassen sich bequem im Stehen erledigen. Doch auch junge Familien mit kleinen Gärten stehen auf den neuen Trend. Die eigene Anzucht von Gemüsen und Kräutern darin braucht nur wenig Platz, ist überschaubar und auch für Laien kein Problem. Auch Kinder lieben das bequeme Ernten im Stehen.

Musste man sich das Hochbeet früher noch selber bauen, so ist die Auswahl im Handel mittlerweile riesengroß. Vorteilhaft sind Modelle, die sich nach unten verjüngen und deshalb Beinfreiheit bieten (z. B. von Gärtner Pötschke). So lässt sich die Pflege der Pflanzen bequem im Sitzen oder sogar vom Rollstuhl erledigen.

nach obenMit Grünabfällen und Hochbeeterde befüllen

An einem sonnigen Platz aufgestellt, muss es zunächst befüllt werden. Dafür eignen sich in der unteren Lage grobe Grünabfälle wie Äste, Zweige und Reste vom Heckenschnitt. Darüber wird eine etwa 30 bis 50 cm dicke Lage aus Gartenabfällen, Schredder oder Laub gepackt. Dann kommen, etwa 30 cm hoch, grober Kompost oder Gartenerde. Den Abschluss bildet eine etwa 20 cm dicke Schicht aus Reifekompost oder spezieller Hochbeeterde, in der man ohne Unkrautprobleme säen und pflanzen kann.

Sackt der Inhalt des Hochbeetes im Laufe der Zeit zusammen, können Sie damit immer wieder ausgleichen. In den unteren Schichten wandeln sich Grünabfälle in nahrhaften Humus um. Die dabei entstehende Wärme bekommt den Pflanzen gut und regt das Wachstum an. Sind sie erst einmal gefüllt, machen Hochbeete kaum noch Arbeit.

Tipp: In vielen Gärten steht nicht genügend organisches Material zum Füllen der Hochbeete zur Verfügung. Das Vollschaufeln mit Kompost oder Erde ist nicht unbedingt nötig, wenn Sie eine Zwischendecke aus Holz, Metall oder Kunststoff einziehen. Für das Wachstum der Gemüse- und Kräuterpflanzen genügt bei sorgsamer Pflege bereits eine 20 bis 30 cm hohe Schicht aus humusreichem, nährstoffreichem Substrat.

nach obenVielfältige Nutzung

So herrlich gesund und bunt kann es auf einem Hochbeet zugehen: in die Höhe wachsen Paprika, Knoblauch und Tomaten an Stäben, die Fläche wird mit Radieschen, Möhren, Spinat, Brokkoli, Mangold, Porree und zarten Salaten genutzt.

Die Ränder können allerhand Kräuter zieren, von Rucola, Petersilie, Schnittlauch über Bohnenkraut, Kerbel und Thymian bis Oregano. Über den Rand baumeln noch Rankgewächse wie Gurken, Kletterzucchini und immertragende Erdbeeren.

Keine Frage, wer ein Hochbeet hat, nutzt gern die Vielfalt. Wird es mit einem Tunnel und luftigem Vlies bespannt, bietet es im Frühling Platz für die Anzucht der ersten Gemüse-, Kräuter- und Blumenjungpflanzen. Ideal sind platzsparende Gemüse, die schnell gedeihen und bald wieder Platz für Neues bieten. So zum Beispiel frühe und schnellwüchsige Radieschen wie die Sorten 'Lucia', 'Sora', 'French Breakfast 2', 'Rudi' oder 'Parat'. Interessant sind Mischungen, die gleich mehrere Sorten beinhalten und mit unterschiedlichen Farben und Formen punkten wie die 'Radieschen-Kombination I' von Sperli.

Da der Platz im Hochbeet begrenzt ist, sollten vor allem bei Tomaten und Paprika Sorten gewählt werden, die sich für die Anzucht im Topf auf dem Balkon oder der Terrasse eignen. Denn diese Pflanzen werden nicht zu groß und bringen dennoch guten Ertrag.

Beispiel für einen Bepflanzungsplan.
© Stein
Beispiel für einen Bepflanzungsplan.

nach obenBeispiel für eine Bepflanzung durch das Jahr

Das Bepflanzen beginnt in unserem Beispiel im April am linken Rand mit einer winterharten Dauerkultur von "immertragenden Erdbeeren" (Abstand 18 bis 20 cm). Sorten wie 'Elan' oder der neuen 'Montana' (von Volmary) mit weißen Blüten oder der Fleurostar-Gewinner 'Toscana' mit attraktiven rosa Blüten sorgen dafür, dass es zwischen Juni und Frostbeginn immer etwas Süßes zum Naschen gibt.

Zugleich kann man schon vorgezogene Jungpflanzen von Lauch (eventuell als Mischkultur mit frühen Radieschen, frühen Möhren oder Steckzwiebeln) setzen.

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Viel Spaß beim Gärtnern!
Diese Zeit ist auch günstig zum Aussäen von Reihen schnell wachsender Gemüse wie Erbsen, Rettichen und Roter Bete, für Kräuter wie Petersilie, Rucola, Kerbel, Dill und Koriander. An den Rändern des Hochbeetes finden auch Zitronenmelisse, Schnittlauch und Rosmarin einen sonnigen Platz. Auch für den Bedarf an knackigem Salat eignet sich der Beetrand.

Erst nach den letzten Frösten (Ende Mai bis Anfang Juni) werden Buschbohnen gesät und Brokkoli, niedrige Tomaten, süßaromatischer Gemüsepaprika und scharfwürziger Chili gepflanzt. In einer Ecke dürfen sich je eine ertragreiche Gurke und eine Zucchini ausbreiten. Gut geeignet dafür ist die Platz sparende Kletterzucchini 'Black Forest F1'. Deren lange Ranken können entweder an einem Gerüst in die Höhe stürmen oder über den Rand des Hochbeets herabhängen.

Dazu passen als Herbstkulturen aromatischer Fenchel oder schnellwüchsige Herbstsalate, zum Beispiel Asiasalate.


Erdbeere 'Elan'
© Volmary GmbH
Erdbeere 'Elan'

nach obenExtra-Tipp: Erden für Hochbeete

Für so manche Gartenbesitzer ist die Befüllung des Hochbeetes ein Problem. Denn nicht jeder hat ausreichend Schnittgut oder Grünabfälle im Garten, um damit den Grundstock für eigenen Kompost aufzubauen. Verschiedene Hochbeeterden sind daher in den letzten Jahren ein steigender Trend. Für die untere Schicht eines Hochbeetes eignen sich strukturfeste Erden, die mit gröberen Pflanzenfasern durchmischt sind und dadurch in ihrem Volumen stabil bleiben. Als zweite Schicht eignet sich zum Beispiel die neue Pflanzfaser von frux, die durch ihr Gemisch aus Holzfasern, Kompost und Ton langfristig Nährstoffe freigibt und den Boden verbessert. Als oberste Schicht dient die Hochbeeterde von frux oder die Bio-Universal-Hochbeeterde von floragard, die zum Bepflanzen ideal sind. Wer im Hochbeet aussäen möchte, sollte als oberste Schicht etwas feinere Erde verwenden wie z. B. die Bio-Hochbeeterde von Compo, in der die Samen leicht Wurzeln schlagen können.

        

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Schlagworte dieser Seite:

Brokkoli, Erde, Grünabfälle, Hochbeet, Mangold, Möhre, Porree, Radieschen, Rückenprobleme, Salat, Spinat, Tomate, Tunnel, Vlies

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