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Konkurrenz für den Spinat

Salat – hinsichtlich seines Eisengehalts ein Spinat-Konkurrent?
Salat – hinsichtlich seines Eisengehalts ein Spinat-Konkurrent?

Januar 2000 In Japan wurde eine Salat-Sorte entwickelt, die den 1,7fachen Eisengehalt gegenüber herkömmlichen Züchtungen aufweist und so mit dem Spinat "gleichziehen" soll. (Groenten en Fruit 36/1999)


So beträchtlich dieser züchterische Sprung auch ist, dem Spinat macht er neueren Zahlen zufolge diesbezüglich doch wohl kaum Konkurrenz. Nach ELMADFA u. a. (1999‌) enthält "normaler" Kopfsalat 0,3 mg Eisen je 100 g Verzehrsanteil, beim 1,7fachen also 0,51 mg. Spinat dagegen hat derselben Quelle nach roh 4,1 mg, gekocht 2,2 und tiefgefroren 2,1 mg Eisen je 100 g in sich. Damit ist er so schnell also nicht aus dem Feld zu schlagen, auch wenn man lesen muss: "Der Mythos vom reichlichen Eisen im Spinat entstand durch einen simplen Tippfehler: In einer der ersten Analysen wurde ein Komma versehentlich eine Stelle zu weit rechts gesetzt; damit war im Handumdrehen der Eisengehalt verzehnfacht. Obwohl dieser Fehler schon in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts bemerkt und berichtigt wurde, ist das Vorurteil vom Eisen im Spinat seit damals nicht mehr auszurotten." (Krämer, Trenkler, 1998).

Doch Vorurteil hin oder her: Übertroffen wird der Eisengehalt im Spinat unter den gängigen Gemüsearten nur vom Sauerampfer (roh), der Schwarzwurzel und dem Mangold (beide in gekochter Form) sowie besonders von der Petersilie, der aber wegen der geringen Dosen dieser Pflanze zum Würzen ernährungsphysiologisch normalerweise nicht hoch zu Buche schlagen dürfte.

Übrigens: Nun muss ja "Salat-Sorte" nicht gleich Kopfsalat-Sorte sein. Sollte sich deshalb der oben angestellte Zahlenvergleich als falsch erweisen, die fernöstliche Sorte zöge bei vielen Europäern gegenüber dem Spinat dennoch den Kürzeren: sie ist nämlich "genmanipuliert".

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Eisengehalt, Mangold, Petersilie, Sauerampfer, Schwarzwurzel, Spinat

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