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Ernterückstände

Kohlarten hinterlassen eine ansehnliche Menge an Ernterückständen. Das wird besonders auf etwas größeren Flächen augenfällig.
© Titze
Kohlarten hinterlassen eine ansehnliche Menge an Ernterückständen. Das wird besonders auf etwas größeren Flächen augenfällig.

Oktober 2000 Die organische Substanz (= "Humusstoffe") wird oft als der ausschlaggebende Bestandteil der Bodenfruchtbarkeit angesehen. Sie ist aber nur einer von mehreren Faktoren, die die gärtnerische Eignung der Böden ausmachen.


Immerhin wird ihre Bedeutung durch diese Auffassung unterstrichen. Sie ist insofern sehr groß, als z. B.
  • Nährstoffe in dem organischen Material gebunden sind und bei dessen Abbau freigesetzt werden (beispielsweise Stickstoff)
  • ein Teil davon als Nahrungsgrundlage für die Bodenlebewesen (Bakterien, Pilze, Algen, Würmer, Insekten u. a.) dient; je mehr organische Substanz, desto besser entwickeln sich die Kleinlebewesen und desto aktiver ist der Boden
  • durch das Organische mineralische Bodenteilchen stabilisiert werden

Diese wichtige Bodenkomponente wird durch den Zerfall von Lebewesen (Pflanzen, Tiere) aufgebaut. Dabei sind auch die Humusstoffe der Ernterückstände von einigen Gemüsearten nicht gering zu achten, wenn man sie mit denjenigen einer Fläche und Zeit beanspruchenden Gründüngung (hier z. B. Raigras und Wicke) vergleicht. Holländischen Angaben zufolge (GuF 7/83) betragen sie je 10 m2-Beet zum Beispiel nach der Ernte folgender Spezies … kg (s. Tabelle).

 UnterirdischOberirdischInsgesamt
Kohl1 kg/10 m²4 kg/10 m²5 kg/10 m²
Rosenkohl1 kg/10 m²0,5 kg/10 m²1,5 kg/10 m²
Chicorèe0,5 kg/10 m²1 kg/10 m²1,5 kg/10 m²
Zwiebeln0,3 kg/10 m²0,2 kg/10 m²0,5 kg/10 m²
Italienisches Raigras1,2 kg/10 m²3,3 kg/10 m²4,5 kg/10 m²
Wicke0,3 kg/10 m²2,7 kg/10 m²3 kg/10 m²

Besteht keine Gefahr eines Auslösens schwer zu bekämpfender Pflanzenkrankheiten an den Folgekulturen (z. B. Kohlhernie, Welkekrankheiten bei Gurken und Tomaten), dürfen die Ernterückstände auf den Beeten verbleiben und an Ort und Stelle "verkompostiert" werden.

Mit ihrer Einarbeitung im Herbst sollte man sich allerdings Zeit lassen. Diejenigen der letzten Kulturen ohne Nachbau sind nach Möglichkeit erst im Winter einzubringen. Die niedrigen Temperaturen verlangsamen die Freisetzung des Stickstoffs und dessen mögliche Auswaschung.

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