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Ein typisch norddeutscher Garten

August 2015 In ihrem charmanten Garten in der traumhaften Hansestadt Lübeck spielt Andrea Schulte-Braatz mit einer Kombination aus formalen Gartenelementen und standortgerechten Stauden- und Gehölzanpflanzungen.


© Balster, Thomas
Dem typisch norddeutschen Windproblem begegnet sie mit Blütenhecken als Schutzpflanzung vor den von ihr so sehr geschätzten Rosen.

Vor wenigen Jahren gab's nur Beete mit hohen Wacholdern, Apfelbäumen, Eiben und eine Meter hohe Scheinzypressenhecke. Ansonsten bedeckte eine über 40 Jahre alte Rasenfläche das Grundstück im idyllisch gelegenen Lübeck-Israelsdorf.

Als Andrea Schulte-Braatz mit Ihrem Mann das Siedlungshaus bezog, plante die Diplom-Pädagogin, für die das "Gärtnern mit Leidenschaft" immer schon Ausgleich zur Arbeit war, ihren persönlichen Traumgarten. Im Vordergrund standen hierbei vielfältige Interessen für das naturnahe Gärtnern, Experimentierfreudigkeit mit ausgefallenen Stauden, Zwiebelblumen, Gehölzen und Rosen. Heute wachsen auf etwa 800 m2 Pflanzen, die unter Berücksichtigung der Jahreszeiten immer etwas Besonderes zu bieten haben.

© Balster, Thomas
"Meine Erfahrung ist es, dass sich die größte Vielfalt an Beobachtbarem ergibt, wenn man naturnah gärtnert. Ich habe bei der Bepflanzung Ausschau gehalten nach Stauden und Sträuchern, die möglichst das ganze Jahr Blüten bieten. Totholz und Steinhaufen dienen als Schutz und Brutstätte für Insekten", sagt Andrea Schulte-Braatz und schaut dabei begeistert auf die attraktiv blühende Rose 'Scepter'd Isle', die vom Storchschnabel (Geranium sanguineum striatum) in der passenden Blütenfarbe und dem zarten Zierlauch Allium roseum umschmeichelt wird.

Neben vielen anderen Rosen entfalten jetzt besonders der japanische Blütenhartriegel (Cornus kousa), die Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis) und der exotisch anmutende Schneeflockenstrauch (Chionanthus virginicus) ihren ganz besonderen Charme.

© Balster, Thomas
Zum Herbst haben dann später die Korkflügelsträucher, Pimpernüsse und Silberkerzen ihren großen Auftritt.

Selbst im Winter gibt es Blütenhighlights: Zaubernuss, chinesische Winterblüte und Christrosen verzaubern den im "Dornröschenschlaf" versunkenen Garten, der mit den Frühlingsstars Schneeforsythie, Scheinhasel und vielen verschiedenen Primeln später zu neuem Leben erwacht.

© Balster, Thomas
"Da das Gärtnern hungrig macht, darf auch der Küchengarten des Hobbykochs nicht fehlen", sagt Andrea Schulte-Braatz schmunzelnd und schaut dabei auf die von ihrem Mann aus Lärchenholz selbstgefertigten Hochbeete. Da der typisch norddeutsche Boden zuweilen sehr sandig ist, werden unter Berücksichtigung von selbst produziertem Kompost, Steckzwiebeln, Schalotten, Frühlingszwiebeln, Wurzelpetersilie, Strauchtomaten, Minzen, Salbei, Thymian, Majoran etc. angebaut. Selbstangebaute Kräuter und Gemüsekulturen munden beim abendlichen Grillen. Das Vogelbuch der stolzen Gärtnerin identifiziert über 40 Vogelarten: "Sperber, Specht, Bergfink, Bluthänfling, Feldsperling, Fliegenschnäper, Zaunkönig, Heckenbraunelle.

© Balster, Thomas
Wespenspinne, Libellen und viele Schmetterlinge stellen sich ein. Der Adler aus dem nahe gelegenen Schellbruch kreist am Himmel, Fledermäuse toben durch den Garten". Abenteuer pur im norddeutschen Gartenparadies!

Ihr Gartenberater Thomas Balster

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