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Türkisches Gemüse

August 2015 Längst genießen die Gemüse, Kräuter und Früchte in türkischen Märkten und Läden einen hervorragenden Ruf. Doch wer denkt, dass sie nur in der Sonne Kleinasiens gedeihen, hat weit gefehlt. Auch bei uns lassen sich viele der für die türkische Küche typischen Gemüse anbauen − und genießen!


Sie gelten als beste Feinschmecker des Orients, denn in der Türkei haben sich die kulinarischen Schätze einer alten Hochkultur bis in die heutige Zeit bewahrt. Jeder, der von diesen Köstlichkeiten probiert, kann sich vom exzellenten Aroma der angebotenen Sorten überzeugen.

Zwar tragen die Bodenbeschaffenheit und viel Sonne zum guten Aroma bei, doch auch in unseren Gefilden können türkische Gemüse ohne große Probleme angebaut werden und überraschen durch tollen Geschmack.

Türkische Aubergine 'Faselis' (Volmary)
© Volmary GmbH
Türkische Aubergine 'Faselis' (Volmary)

nach obenGroße und kleine Auberginen

Auf einer kleinasiatischen Gemüseplatte dürfen Eierfrüchte (Auberginen) nicht fehlen. Sie werden für viele Gerichte genutzt, zum Beispiel mit Schafskäse oder Hackfleisch gefüllte Auberginen und Auberginencreme.

Beliebt sind vor allem Auberginensorten, die große, schwarze Früchte hervorbringen wie zum Beispiel die Sorte 'Madonna'. Eine Besonderheit ist die türkische Aubergine 'Faselis' (von Volmary). Sie entwickelt besonders schöne lange und schwarz glänzende Früchte. Man kann sie ohne weiteren Putzaufwand verwenden. Aber auch kleinfrüchtige Sorten wie zum Beispiel die Mini-Aubergine 'Ophelia' sind zu empfehlen. Sie gedeihen auch im Topf auf dem Balkon.

Auberginen sind Wärme liebende Pflanzen. Auf einer Fensterbank im Haus oder im geheizten Gewächshaus können sie ab Februar ausgesät werden. Erst ab Mitte Mai, wenn die Frostgefahr auch in den Nächten nicht mehr besteht, sollten sie ins Freie ausgepflanzt werden. Lassen Sie zwischen den Pflanzen ausreichend Platz, denn Auberginen entwickeln große Blätter. Geben Sie ihnen einen sonnigen, windgeschützten Platz und einen humosen, mit etwas Kompost angereicherten Boden. Wichtig ist eine Stütze durch einen Stab, denn die Früchte können ein hohes Gewicht erreichen. Sie sind erntereif, sobald die Früchte unter Druck etwas nachgeben.

Türkische Peperoni 'Kekova'
© Volmary GmbH
Türkische Peperoni 'Kekova'
Paprika 'Arikanda'
© Volmary GmbH
Paprika 'Arikanda'

nach obenUnerlässlich: Paprika

Gemüse-Paprika oder die etwas schärferen Würzpaprika (Peperoni, Chilis) sind für die türkische Küche ein Muss − zum Beispiel für gefüllte Paprika, Menemen, eine würzige Paprika- Tomaten-Pfanne, oder für pikante Paprika-Joghurt-Dips.

Beliebt sind Sorten, die neben Aroma auch eine angenehme Schärfe mit sich bringen. Zum Beispiel der türkische Peperoni 'Kekova', dessen lange, spitze Früchte von Grün nach Rot abreifen und ein kräftiges Aroma haben, ohne dabei den Mund zu verbrennen. Wer die Paprika süßer liebt, ist mit den spitzen Früchten der Weißgelb nach Rot abreifenden Züchtung 'Arikanda' bestens bedient − sie sind eher ein wundervoll knackiges, frisch und sehr angenehm schmeckendes Naschobst für den täglichen Vitaminschub als ein gewöhnliches Gemüse.

Paprika gedeiht auch bestens in Töpfen auf dem Balkon. Die ebenfalls Wärme liebenden Pflanzen können wie Auberginen ab Februar bei Temperaturen um 20 °C vorgezogen werden. Die Pflanzen sollten erst ab Mitte Mai ins Freie gelangen. Je mehr Sonne Paprika erhält, desto aromatischer werden die Früchte. Brechen Sie die erste, die so genannte Königsknospe, aus, dann entwickeln sich wesentlich mehr Früchte an der Pflanze.

Cherrytomate 'Philovita'
© Volmary GmbH
Cherrytomate 'Philovita'

nach obenTomaten − grossfrüchtig und aromatisch

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z.B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!
Tomaten bilden in vielen Gerichten die Basis für Soßen, Eintöpfe oder Salate. Gern genommen werden dabei großfrüchtige, aromatische Sorten. Der Anbau von Tomaten ist bei uns kein Problem. Einzig zu viel Feuchtigkeit macht ihnen zu schaffen, da mit dem Regenspritzwasser auch die gefürchtete Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans) auf die Tomatenpflanzen übertragen werden kann. Sie sollten daher geschützt unter einem Dach aufgestellt werden, zum Beispiel direkt an der überdachten Hauswand, unter einem Tomatenzelt oder im Gewächshaus. Ein Durchbruch sind seit einigen Jahren, die gegen diese Krankheit von Natur aus toleranten Tomatensorten, wie zum Beispiel die großfrüchtige, runde Tomate 'Phantasia', die Strauchtomate 'Philona' oder die kleinfrüchtige Cherrytomate 'Philovita'.

Tomate 'Phantasia'
© Stein
Tomate 'Phantasia'
Strauchtomate 'Philona'
© Volmary GmbH
Strauchtomate 'Philona'

Tomaten brauchen einen sonnigen, windgeschützten Standort und durchlässige, humose Erde. Damit sie viele Früchte tragen, sollten sie regelmäßig gedüngt und reichlich gewässert werden. Die meisten Tomaten brauchen eine Stütze durch einen Stab. Brechen Sie die Seitenknospen regelmäßig aus, damit die Pflanzen kräftiger werden.

nach obenKichererbsen

Kichererbse (Cicer arietinum)
© Stein, Dagmar
Kichererbse (Cicer arietinum)
Hülsenfrüchte der Kichererbse
© Stein, Dagmar
Hülsenfrüchte der Kichererbse

Kichererbsen (Cicer arietinum) sind für Pasten oder türkische Eintopfgerichte sehr beliebt. Die, auch in anderen arabischen Ländern weit verbreiteten, Nutzpflanzen sind einjährige Hülsenfrüchte (Leguminose) mit rosa Blüten. Sie wachsen an 30 bis 50 cm hohen Pflanzen, die sich wie Erbsen weitgehend selbst bestäuben und kurze Hülsen mit ein bis zwei stärkereichen Körnern von zunächst grüner, in reifem Zustand sandgrauer Farbe hervorbringen. Sie lieben einen sonnigen Standort auf sandig-lehmigen Böden und sind anspruchslose Pflanzen, die sich wie alle Leguminosen teilweise selbst mit Stickstoff aus der Luft versorgen. Man sät die knapp haselnussgroßen Körner wie Erbsen im Abstand von 3 bis 4 cm dünn verteilt Anfang Mai bis Juni in Reihen von 20 bis 25 cm Abstand. Besonderer Halt ist nicht nötig. Die Ernte der grünreifen Kerne erfolgt Ende Juli − August. Man gart sie wie frische Erbsen. Reife Körner kann man im September abpflücken und auspalen. Sie sind ein Hauptnahrungsmittel in arabischen Ländern und gehören unbedingt zum Couscous.

Tipp: Die reifen Körner ergeben begehrte Keimsprossen mit angenehm nussigem Geschmack und hohem Vitamingehalt. Kultur auf der Fensterbank: anfeuchten, zwei Tage lang in frischem Wasser quellen lassen, dann verzehren.

nach obenOkra-Schoten

Okra-Pflanze mit Blüte
© Stein, Dagmar
Okra-Pflanze mit Blüte
Okra-Schoten
© Stein, Dagmar
Okra-Schoten

Eine beliebte Spezialität sind Okra-Schoten, die gedünstet, angebraten oder gekocht gern zu Lamm serviert werden. Das aus Afrika und Asien stammende Malvengewächs ist mit der Baumwolle verwandt. Okra (Abelmoschus esculentus) bildet sehr dekorative, ausdrucksvolle gelbe Blüten, die wie bei unserer Stockmalve in dichter Folge erscheinen. Schon bald nach der Bestäubung bilden sich lange, kegelförmige Schoten, die im jungen Zustand ein in allen Ländern rund ums Mittelmeer geschätztes, wohlschmeckendes Gemüse ergeben.

Okra braucht schon in der Anzucht aus Samen viel Wärme: 22 bis 25 °C. Auch später wollen die Pflanzen im Abstand von ca. 30 cm geschützt und sonnig stehen, am besten im Gewächshaus. Dort kann bereits Anfang Mai ausgepflanzt werden. Auch große Kübel eignen sich für diese Exoten. In kalten Nächten müssen die Kübelpflanzen gut geschützt werden.

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Zeit für die Frühaussaaten!
Aubergine auf Strohballen
Gärtnern auf Strohballen
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Früh ausgesät

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