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Großer Kohlweißling schädigt Gemüse

Großer Kohlweißling
© Zeichnung: Margarete Griegel aus dem Buch "Mein gesunder Gemüsegarten"
Großer Kohlweißling

nach obenSchaderreger und Schadbild

Es handelt sich um den wohl bekanntesten Schädling der Kohlpflanzen: Besonders die Raupen der 2. Generation, von Juli bis September schlüpfend, verursachen erhebliche Fraßschäden. Die gelb-grünen, schwarz gefleckten, mit gelben Längsstreifen versehenen und im erwachsenen Zustand bis 4 cm langen Raupen 7 sind sehr gefräßig, sodass bei den äußeren Blättern der Pflanzen nur die Blattrippen stehen bleiben (Skelettierfraß). Bevorzugt werden die Kohlarten in windgeschützten sonnigen Lagen befallen. Die Falter 2 sind weißlich-gelb mit einer Spannweite von 4 bis 6 cm und schwarz gefleckten Vorderflügeln mit schwarzer Randzone.

nach obenSchädlingsentwicklung

Es treten meistens zwei, in warmen Jahren sogar drei Generationen des Schädlings in Erscheinung. Die Puppe überwintert 1. Ende April schlüpfen die Falter der ersten Generation 2. Die Weibchen leben jeweils etwa drei Wochen lang und legen im Mai bis Juni insgesamt 200 bis 300, manchmal bis zu 500 Eier an die Blattunterseiten, überwiegend von kreuzblütigen Wildpflanzen, ab 3. Die etwa 1,2 mm langen kegelförmigen und mit Längsrippen versehenen Eier sind anfangs grünlich, dann gelb. Sie werden in 10 bis 60 Stück zählende Gruppen abgelegt. Nach etwa 10 Tagen schlüpfen die Larven, deren anfangs gesellige Fraßtätigkeit etwa 3 bis 4 Wochen dauert 4. Die Raupen verpuppen sich anschließend an Mauern, Zäunen, Bäumen usw. 5. Nach etwa drei Wochen schlüpfen die Falter der 2. Generation und legen ihre Eier, im Gegensatz zur 1. Generation, auf die Blattunterseiten, vorwiegend auf Kohlpflanzen, ab 6. Die jungen Larven löchern gesellig die Blätter, die älteren verbreiten sich auf der ganzen Pflanze und skelettieren sie bis auf die Blattrippen 7. In günstigen Jahren kann sich im September noch eine 3. Generation bilden, die aber meistens ihre vollständige Entwicklung nicht abschließen kann. Gegen Ende August und im September wandern die Raupen zu Wänden, Zaunbrettern, Baumstämmen usw., wo sie als eine hellgrau-grünliche, kantige, mit schwarzen Flecken versehene Gürtelpuppe überwintert 8.

nach obenVorbeugen und Bekämpfen

Die wichtigsten natürlichen Feinde des Schädlings sind die Schlupfwespen, die ihre Eier in die Raupen ablegen. Mischkulturen mit Tomaten und Sellerie führen zu einer Minderung des Befalls.

Die kreuzblütigen Unkräuter sollten, besonders im Frühjahr, gewissenhaft bekämpft werden (der blaue Balken). Durch rechtzeitiges, seitlich dichtes Abdecken der Beete mit Kulturschutznetzen kann der Eiablage und folglich dem Schaden vorgebeugt werden (der blaue Balken).

Die leicht erkennbaren Eigelege können zerdrückt und die Raupen abgesammelt werden.

Die Raupen können durch gezielte biologische (der grüne Balken) oder chemische Maßnahmen (der rote Balken) bekämpft werden.

Biologisch lassen sich die Schädlinge mit Bacillus-thuringiensishaltigen Produkten, etwa Raupenfrei Xentari (von Neudorff) gut bekämpfen.

Für die chemische Bekämpfung im Garten stehen mehrere Produkte zur Verfügung:
  • COMPO Bio Insekten-frei Neem
  • Bayer Garten Bio-Schädlingsfrei Neem
  • Bayer Garten Gemüse- Schädlingsfrei Decis AF
  • Bayer Garten Schädlingsfrei Calypso Perfekt AF
  • Ultima Käfer- und RaupenFrei (Neudorff)

Informationen zum kleinen Kohlweißling erhalten Sie hier: Kleiner Kohlweißling

Buch-Tipp:


Weitere Informationen zur Gesunderhaltung Ihrer Gemüse-Pflanzen finden Sie in dem Buch Mein gesunder Gemüsegarten: Großer Krankheits- und Schädlingskalender von Adalbert Griegel.

Adalbert Griegel
Mein gesunder Gemüsegarten: Großer Krankheits- und Schädlingskalender
240 Seiten
Preis: 19,90 Euro
ISBN: 3930384183
Verlag: Griegel


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Schlagworte dieser Seite:

Bekämpfung, Buch-Tipp, Kohlweißling, Schadbild, Schädling, Vorbeugung

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